Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Wichtige Verkehrsachse in Kaiserslautern gesperrt: Ab Montag droht wochenlang Stau

Die Brandenburger Straße und die nachfolgende Trippstadter Straße wird ab Montag für einige Wochen vollgesperrt. Die Fahrbahn wi
Die Brandenburger Straße und die nachfolgende Trippstadter Straße wird ab Montag für einige Wochen vollgesperrt. Die Fahrbahn wird dort in den Sommerferien erneuert.

Wer in die Stadt will, muss ab Montag mit Staus rechnen. Denn eine der wichtigsten Verkehrsachsen wird erneuert. Was auf die Menschen zukommt, erläutern die Planer.

Die Stadt nutzt die Sommerferien traditionell, um zu bauen, Straßen zu erneuern. Denn da sind weniger Autos unterwegs, weil viele Menschen in Urlaub sind. Ab kommenden Montag bis Mitte August wird auf einer der Kaiserslauterer Hauptverkehrsachsen gearbeitet. In der Brandenburger Straße bis etwa auf Höhe der beiden Gaskugeln und in der Trippstadter Straße bis zur Einmündung zur Pfaffenbergstraße muss die Deckschicht erneuert werden. „Wir fräsen die oberen vier Zentimeter ab und asphaltieren neu“, erklärt Sebastian Staab, Leiter des Referats Tiefbau. Es ist eine der größten Maßnahmen in diesem Jahr im Deckenprogramm, etwa 1,3 Millionen Euro kostet die Erneuerung der Straßendecke. Das Baufeld ist insgesamt 16.700 Quadratmeter groß, umgerechnet etwa zwei bis drei Fußballfelder, rechnet Staab vor. Und es ist eine der wichtigsten Achsen in die Stadt und wieder heraus.

„Im Grunde kappen wir in der Zeit der Deckenerneuerung alle Einfallstraßen, die von Süden in die Stadt kommen“, erklärt Carina Klein, beim Referat Tiefbau für den Verkehrswegebau/Ingenieurbau zuständig. Denn gearbeitet wird größtenteils unter Vollsperrung. „Wir werden deshalb auf jeden Fall Stau haben, ohne geht das nicht“, sagt sie.

Dabei haben sich die Planer schon im Vorfeld Gedanken gemacht, wie sich Beeinträchtigungen klein halten lassen, ergänzt sie. „Wir machen das ganz bewusst in der Ferienzeit, dann haben wir den Großteil der Schulbusse schon mal draußen und insgesamt weniger Verkehr, zudem ist ein großer Taktgeber der Maßnahme Aco Guss“, erläutert sie. Denn der Betrieb liegt ebenso im Baustellenbereich wie zwei Tankstellen, ein Autohaus und einige Kleinunternehmer. In den Ferien werde beim Gusswerk weniger produziert, „das bedeutet weniger Anlieferverkehr und weniger Beschäftigte vor Ort“, so die Referatsmitarbeiterin. Die Stadt hat mit den Gewerbetreibenden vorab gesprochen, sie seien dort auf viel Verständnis getroffen, berichtet Staab. Die Tankstellen und das Autohaus in der Brandenburger Straße „haben beispielsweise ihren Betriebsurlaub jetzt in diese Zeit gelegt“. Dennoch: „Wir müssen dort zügig mit den Arbeiten vorankommen, weil es für manche sogar existenzbedrohend sein kann“, erzählt Klein.

Keine Alternative zur Vollsperrung

Die Bauarbeiten zur Deckenerneuerung beginnen am kommenden Montag, 7. Juli, mit dem ersten Bauabschnitt. Vorgesehen sind dabei zwei Unterabschnitte, der erste umfasst die Trippstadter Straße von der Pfaffenberg- bis zur Carl-Euler-Straße. Hier wird bis 16. Juli unter Vollsperrung gearbeitet. „Man kann Wasgau und Netto in der Carl-Euler-Straße aber noch von der Uni aus kommend anfahren“, erläutert Klein. Die Busse der Linie 106 und 115 müssen über die Zollamtstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße umgeleitet werden. „Im Kreuzungsbereich zur Balbierstraße richten die SWK eine Ersatzhaltestelle ein“, erklärt Klein. In der Zollamtstraße in Fahrtrichtung Universität gilt während der Arbeiten aufgrund der geänderten Verkehrsführung ein Halteverbot.

Ebenfalls vollgesperrt ist ab Montag auch die Brandenburger Straße von der Kreuzung zur Königstraße bis an die Trippstadter Straße. Dieser Unterabschnitt soll bis 26. Juli dauern. „Wir schildern die Umleitung vor Ort aus“, erklärt Klein. „Insgesamt empfehlen wir in den sechs Wochen der gesamten Maßnahme den Bereich großräumig zu umfahren“, ergänzt sie.

Die Vollsperrung im ersten Bauabschnitt sei unumgänglich gewesen, um die Arbeitssicherheit einzuhalten. „Aufgrund der Fahrbahnbreite können wir da keinen Verkehr durchlassen. Erst bei einer Breite von 8,50 Metern könnte man überhaupt überlegen, ob man halbseitig arbeiten kann“, erläutert Klein.

Verkehr wird einspurig umgeleitet

Direkt im Anschluss an den ersten Abschnitt, also ab 26. Juli, geht es dann in der Brandenburger Straße von der Hohenecker Straße bis zur Königstraße weiter. Eine Vollsperrung ist hier nicht notwendig. Bis 6. August wird dort die stadteinwärts führende Fahrbahn erneuert. Der Verkehr wird in dieser Zeit auf die stadtauswärts führenden Fahrspuren verlegt. Für jede Fahrtrichtung steht dann jeweils eine Fahrspur zur Verfügung, erläutert Klein. Allerdings wird die Kreuzung Hohenecker Straße/Brandenburger Straße für den Verkehr gesperrt. Die Stadt empfiehlt aus Westen kommend und dorthin zurück – beispielsweise nach Hohenecken oder Dansenberg – den Weg über die Universität. Das Abbiegen in die Königstraße ist außerdem nicht möglich. Das Medizinische Versorgungszentrum auf dem Pfaff-Areal und die Märkte in der Königstraße bleiben über eine örtlich ausgeschilderte Umleitungsstrecke über Brandenburger Straße, Zollamtstraße und Logenstraße erreichbar.

Im dritten und letzten Bauabschnitt zwischen 6. und 15. August werden dann die beiden Fahrspuren stadtauswärts erneuert. Der Verkehr wird dann auf die beiden stadteinwärts führenden Spuren verlegt, jeweils mit einer Spur für jede Fahrtrichtung. Das Abbiegen von der Brandenburger Straße in die Königstraße und stadtauswärts aus der Königstraße heraus ist laut Klein in diesem Bauabschnitt nicht möglich.

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