Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Wettbewerb mit selbstgebauten Solarflitzern

Die Schüler haben die Fahrzeuge selbst gebaut und zeigen auf dem Campus der Hochschule, was sie können.
Die Schüler haben die Fahrzeuge selbst gebaut und zeigen auf dem Campus der Hochschule, was sie können.

Beim „SolarCaRS+Cup“ traten zwölf Schulen aus ganz Rheinland-Pfalz mit selbstgebauten Solarfahrzeugen an der Hochschule Kaiserslautern gegeneinander an.

Die teilnehmenden Schulen hatten zu Beginn des Schuljahres jeweils einen Bausatz vom Pädagogischen Landesinstitut erhalten, um ein elektrisches Fahrzeug zu bauen. Alle starteten mit den gleichen Voraussetzungen, hatten dann jedoch die Möglichkeit, die Fahrzeuge durch eigene technische Innovationen und Kreativität zu erweitern und zu modifizieren, sodass am Ende zwölf gänzlich unterschiedliche Fahrzeuge zum „SolarCaRS+Cup“ auf dem Gelände der Hochschule Kaiserslautern antraten.

Zunächst bestand die Herausforderung für die Schulen darin, den Bausatz umzubauen, zu vergrößern und zu verstärken. Nicht Bestandteil des Bausatzes war die Solartechnik. Um die musste sich jede Schule selbst kümmern und sie integrieren. „Wir stellen den Bausatz und stellen sicher, dass von elektrischer Seite alles funktioniert und sicher ist. Wie der Bau dann umgesetzt wird, steht den Schulen frei“, erklärt Mathias Peter vom Pädagogischen Landesinstitut. So konnten diese selbst wählen, welche Art von Solarpanels und wie viele sie verbauen, wie groß diese sein sollen. Auch ob die Karosserie durch Aluprofile oder Holz erweitert wird, war Sache der Schulen, die ihre Fahrzeuge auch dekorieren sollten. Denn im ersten Wettbewerb des Tages ging es um die Präsentation des besten Konzeptes – ein Schauwettbewerb. Die zweite Disziplin war dann eine enge Slalomfahrt auf Zeit. Alle Teams mussten den Slalomparcours je zweimal durchfahren, Fahrerwechsel inklusive. Auch in der folgenden Hindernisfahrt ging es erneut durch den Slalom, dieser musste diesmal jedoch nur einmal durchfahren werden und war zudem größer, sodass die Fahrzeuge mit größerem Tempo hindurch konnten. Weiter ging es im Hindernisparcours mit der Durchfahrt vierer Tore und dem Umkreisen einer Pylone, bevor als finale Prüfung das Rückwärtseinparken durch eine enge S-Kurve auf dem Plan stand.

Nach einer Mittagspause folgte die letzte der vier Disziplinen, eine Langstreckenfahrt, bei der es nicht um Schnelligkeit ging, sondern um die zurückgelegte Distanz. Die Schüler fuhren immer wieder Runden, wobei auch das Laborgebäude der Hochschule durchquert wurde, eine Dunkelfahrt also. Die Herausforderung dabei: Die Fahrzeuge funktionieren auf Akkubetrieb, dieser hält aber nur 30 bis 40 Minuten, während die Fahrt auf eineinhalb Stunden ausgelegt ist. Da war die richtige Fahrstrategie gefragt. Dazu stellte auch das Wetter mit vielen Wolken und wenig Sonne die Fahrer vor Schwierigkeiten. „Das beeinflusst die Effizienz der Solartechnik, diese funktioniert dann nur eingeschränkt“, erklärt Peter, der ausführt: „Bei der Langstreckenfahrt zeigt sich deutlich, welches Team technisch abgeliefert hat.“

Hintergrund des Wettbewerbs war es, die Themen MINT und Technik mehr in die Öffentlichkeit zu bringen, wie Peter erklärt: „Das war kein Universitäts- oder gymnasiales Oberstufenrennen. Hier waren auch Real- und Gesamtschulen vertreten. Wir wollen zeigen, was man mit einer Klasse im Unterricht alles machen kann und dass hier etwas ganz Spannendes gebaut wird, mit viel Engagement und Motivation.“ Die Schüler hatten sichtlich Spaß, die große Herausforderung gab zusätzliche Motivation: „Alle haben es geschafft, es lag ein unglaublicher Stolz in der Luft“, betont Peter abschließend.

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