Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Westpfalz-Klinikums-Chef Peter Förster äußert sich zur Neuvergabe des Rettungshelikopters

Gelbe ADAC-Hubschrauber werden in den kommenden Monaten wieder öfter über Kaiserslautern zu sehen sein: Der ADAC soll übergangsw
Gelbe ADAC-Hubschrauber werden in den kommenden Monaten wieder öfter über Kaiserslautern zu sehen sein: Der ADAC soll übergangsweise Rettungsflüge in der Westpfalz übernehmen.

Die Zusammenarbeit mit der Johanniter Luftrettung hat sich laut dem Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, Peter Förster, bewährt. Er hat keine Bedenken, dass es mit einem neuen Hubschrauber-Anbieter ebenfalls gut läuft. Doch mit dem ADAC sind nicht nur noch Details zu klären.

Das Innenministerium will übergangsweise den ADAC mit den Rettungsflügen in der Westpfalz beauftragen – und damit den in Sembach stationierten Intensiv-Transporthubschrauber der Johanniter Luftrettung ablösen (wir berichteten). Peter Förster, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, erklärt auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass die Zusammenarbeit mit den Johannitern stets reibungslos funktioniere: „Es gab keinerlei Probleme untereinander.“

Allerdings habe das Krankenhaus im Rahmen des Bieterverfahrens durch das rheinland-pfälzische Innenministerium auch seine Mitarbeit gegenüber jedem anderen Anbieter bekundet, so Förster. Das heißt, dass beispielsweise wie bisher die Notärzte an Bord des Helikopters vom Westpfalz-Klinikum kommen.

Ob der ADAC künftig Transportflüge übernimmt, muss noch verhandelt werden

Wie bewertet der Geschäftsführer die Entscheidung, dass das Ministerium ein ADAC-Angebot bevorzugt? Förster: „Das ist eine Frage der Vergabe, in die wir nicht eingebunden sind. Wir gehen davon aus, dass jeder Anbieter die abgefragte Leistung erbringen kann.“

Im vergangenen Oktober ist der Intensiv-Transporthubschrauber aufgrund einer Vereinbarung mit dem Westpfalz-Klinikum in die Region gekommen, um Patiententransporte zwischen den Standorten des Krankenhauses – neben Kaiserslautern sind das Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen – abzuwickeln. Von den mehr als 1000 Einsätzen, die der Hubschrauber seitdem geflogen ist, waren laut Förster etwa 40 Verlegungen.

Ob diese Transportflüge künftig vom ADAC-Hubschrauber übernommen werden, „das ist eine Frage der dann anstehenden Verhandlungen“, sagt Förster – ohne Details zu deren Start zu nennen. Einsilbig gibt er sich auch zur Frage, wie es mit dem Vertrag mit den Johannitern weitergeht: „Der Vertrag ist befristet.“

Die Rückmeldungen zum Hubschrauber beim Westpfalz-Klinikum sind zweigeteilt

Auch an Spekulationen, wo der Hubschrauber künftig stationiert sein wird, will sich der Geschäftsführer des Klinikums nicht beteiligen: „Spekuliert wird immer, Erkenntnisse haben wir keine.“ Einen bevorzugten Ort könne es nur geben, wenn man alle möglichen Stellen für eine Stationierung kennt. Förster: „Das ist nicht der Fall.“

Am Westpfalz-Klinikum habe man seit Oktober 2018 zweigeteilte Rückmeldungen zur Stationierung eines Helikopters erhalten, erläutert Förster: „Es gibt viele Menschen, die sich um die Versorgung Gedanken machen und deshalb die Notwendigkeit absolut sehen. Andere fühlen sich vom Lärm belästigt.“

Anästhesist Marc Kumpch vom Westpfalz-Klinikum im Hubschrauber der Johanniter Luftrettung. Die Zusammenarbeit habe stets ohne Pr
Anästhesist Marc Kumpch vom Westpfalz-Klinikum im Hubschrauber der Johanniter Luftrettung. Die Zusammenarbeit habe stets ohne Probleme funktioniert, sagt Klinik-Chef Peter Förster.
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