Leichtathletik
Wenn in Rodenbach die Glocken läuten und die Fackeln brennen
Beim 44. Fackellauf in Rodenbach werden am Samstag wieder die Glocken läuten, die Fackeln brennen und vielleicht wird ein Läufer einen ganz besonderen Grund zu feiern haben. Tim Könnel, der Rekordsieger des Fackellaufs, für den der Wettbewerb einer seiner Lieblingsläufe ist, hat sich vorgenommen, seinen zehnten Sieg hintereinander einzutüten. Mit ihm ins Rennen geht seine Lebensgefährtin Jessica Keller, die ebenfalls nur eins im Sinn hat: Die schnellste Frau des Wettbewerbs 2024 will wieder gewinnen.
Patrick Day vom TV Rodenbach, der den Lauf organisiert, hat vor allem einen Wunsch: dass das Wetter passt. Heißt, dass es gern kalt werden aber trocken bleiben sollte und nicht zu windig. Denn das würde zum einen weniger Läufer nach Rodenbach ziehen, zum anderen das erschweren, was dem Lauf die besondere Atmosphäre verleiht: dass die Fackeln schön brennen. Sie könnten vom Wind ausgeblasen werden beziehungsweise früher abfackeln, so seine Befürchtung. Rund 300 Feuerstäbe stellen die Helfer des TV Rodenbach entlang der Strecke auf.
Notlösung wird zur Dauerlösung
Die Atmosphäre, die auch wegen der Fackeln in Rodenbach herrscht, ist es, die immer wieder zahlreiche Läufer bis aus der Vorderpfalz anlockt. Rund 500 Starter machen sich im Schnitt bei den drei Läufen auf den Weg. Der Bambinilauf über 400 Meter beginnt um 17.30 Uhr und ist für Kinder bis zum Jahrgang 2019 gedacht. Beim Schülerlauf um 17.40 Uhr über 1100 Meter sind Schüler von 2018 bis 2013 am Start, und beim Hauptlauf über sieben Kilometer, der um 18 Uhr beginnt, gehen alle ab Jahrgang 2013 ins Rennen.
Im vergangenen Jahr musste die Streckenführung wegen einer Baustelle notgedrungen geändert werden. Doch die Notlösung hat den Läufern so gut gefallen, dass sie darum baten, sie beizubehalten. Die Atmosphäre am Glockenturm mit den Glocken, die genau dann läuten, wenn sich die Bambini auf den Weg machen, die besondere Atmosphäre, die vielen positiven Rückmeldungen, all das führte dazu, dass sich der TV Rodenbach dazu entschied, die Notlösung zur Dauerlösung werden zu lassen und wieder am Glockenturm zu starten. „Das hat auch den Vorteil, dass wir die Hauptstraße nicht sperren müssen“, sagt Patrick Day. Was ihm und den Läufern auch gefällt: Der Bambini- und Schülerlauf führt zum Teil über dieselbe Strecke wie der Hauptlauf. „Das war in der Vergangenheit nicht so.“
Lichtershow beim Einlauf in die Turnhalle
Dass die Sieben-Kilometer-Runde nicht leicht ist, weiß Patrick Day. Rund 90 Höhenmeter gilt es zu bewältigen. Und gleich nach 500 Metern gibt es einen längeren Anstieg. Dafür ist die Strecke, die über Feldwege führt, überwiegend asphaltiert.
Der Organisator freut sich auf die vielen Kinder, für die der Höhepunkt die Lichtershow beim Einlauf in die Turnhalle ist. „Das ist ein tolles Erlebnis für die Eltern und die Kinder.“ Jeder der jungen Teilnehmer bekommt eine Medaille. Doch bis es so weit ist, hat der TV Rodenbach noch einiges zu tun. Rund 60 Helfer sind im Einsatz und bereiten sich auf die vielen Einzelstarter vor und auf die Gruppen, die regelmäßig starten. Beispielsweise ein Team von Bodymed Ramstein, das wieder dabei sein wird. „Letztes Jahr waren das um die 40 Teilnehmer“, erzählt Day.
Stirnlampe sei empfohlen
Rund 130 Anmeldungen sind für den Lauf bereits eingegangen. Der Übungsleiter und Abteilungsleiter des TVR empfiehlt die Voranmeldung über das Onlineportal (runtix.com oder per Link auf tv-rodenbach.de), für Kurzentschlossene ist die Anmeldung bis eine halbe Stunde vor dem jeweiligen Start möglich.
Wer in der Dunkelheit Sehschwierigkeiten hat, dem empfiehlt Day, eine Stirnlampe mitzunehmen. Doch sei der Weg gut beleuchtet, wenn der Wind die Fackeln nicht ausbläst – und da sind wir wieder beim Wunsch des Schornsteinfegers: dass das Wetter passt.