Kaiserslautern Wenn Überzahlspiele zum Nachteil werden

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Wie bereits im Vorfeld befürchtet, mussten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Samstagabend in der ersten Runde des Süddeutschen Pokals gegen den PSV Stuttgart die Segel streichen. Mit 7:24 (1:4/0:5/3:6/3:9) fiel die Niederlage zu hoch aus. Hauptursache: eine speziell zu Beginn unterirdische Chancenverwertung der Krokodile in Überzahl.

Gerade einmal 63 Sekunden waren gespielt, da bot sich den Krokodilen die Gelegenheit, in Überzahl zum Torerfolg zu kommen. Trotz Auszeit, um sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, ließen sie die Chance liegen. Zwei Minuten später zeigten die Schwaben, wie man es richtig macht, und erzielten nach einer Hinausstellung gegen den KSK und einer eigenen Auszeit das 1:0. Die Lauterer waren im Folgenden zwar optisch überlegen, machten jedoch nichts aus ihren Möglichkeiten, und wenn dann doch einmal ein Krokodil durch war, konnten es sich die Stuttgarter leisten, ein hinausstellungsreifes Foul zu begehen. Der KSK wusste keinen Nutzen daraus zu ziehen. Schlimmer noch: Die „Mann-mehr“-Spiele gerieten sogar zum Nachteil. Dreimal führten die Überzahlsituationen im ersten Viertel zu einem direkten Konter und einem Treffer der Stuttgarter. So gingen die Lauterer völlig unnötig mit 1:4 in die erste Pause. Frederik Ramthun hatte zwischenzeitlich per Rückhandwurf zum 1:2 getroffen. Auch im zweiten Abschnitt sollte es nicht besser werden: Erneut schafften es die Krokodile bei drei Überzahlspielen nicht, annähernd gefährlich zu werden, und wurden erneut ausgekontert. Bis zum Seitenwechsel stand es bereits 9:1 für die Schwaben. Obwohl der PSV acht Minuten später den Vorsprung sogar auf elf Treffer ausgebaut hatte, brachte das dritte Viertel immerhin einen Lichtblick aus Sicht der Lauterer. Nach einer erneuten Hinausstellung gelang ihnen dreimal hintereinander ein Treffer: Johannes Bröhl traf zum 2:10, Frederik Ramthun erzielte das 3:10, und als Dirk Feddeck zum 4:11 vollstreckte, keimte tatsächlich ganz kurz Hoffnung auf. Doch der PSV machte jedoch mit den Toren zwölf bis 15 noch vor der letzten Pause den Sack zu. Die Stuttgarter schalteten keinen Gang zurück und stillten ihren Torhunger im Schlussviertel weiter. Aussichtslos in Rückstand, hatten sich die Krokodile bereits aufgegeben. Zwar trafen Johannes Bröhl und Karsten Schöniger nochmals in Überzahl und verbesserten die Quote auf noch recht ordentliche fünf Treffer bei 14 Versuchen. Allerdings kam dies viel zu spät und machte die spielentscheidenden Versäumnisse der ersten Halbzeit (kein Treffer bei sieben gegnerischen Hinausstellungen) nicht wett. Mit einem Distanzwurf trug sich in den Schlussminuten auch Bernd Feddeck noch in die Torschützenliste ein. Er verhinderte die deklassierende 7:24-Niederlage aber auch nicht mehr, zu groß waren die in der Abwehr offenbarten Auflösungserscheinungen. Auch wenn die Klatsche um einige Treffer zu hoch ausgefallen war, ist sie durchaus mit „historisch“ zu beschreiben. Für die erste Lauterer Herrenmannschaft ist in den Aufzeichnungen der letzten 30 Jahre ein ähnliches Fiasko nicht zu finden. Sogar gegen den Zweitligisten SV Ludwigsburg zog sie sich im Süddeutschen Pokal 2006 mit 6:20 besser aus der Affäre. Nun haben die Krokodile zwei Wochen Zeit, um die Partie aus den Köpfen zu kriegen, ehe kurz vor Weihnachten noch der erste Auftritt in der Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar ansteht. Gegner ist dann der SC Neustadt III, gegen den der KSK im Vorjahr überraschend mit 9:10 den Kürzeren zog. (sts) So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck, Attila Chouchan, Stefan Raspudic, Victor Morenas del Pozo, Bernd Feddeck (1 Treffer), Johannes Bröhl (2), Karsten Schöniger (1), Stefan Stranz, Frederik Ramthun (2), Dirk Feddeck (1)

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