Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Wenig Sitzgelegenheiten: 80 gusseiserne Bänke für die Stadt

Stefan Weber präsentiert ein Modell der Bänke, die Aco Guss der Stadt Kaiserslautern schenkt.
Stefan Weber präsentiert ein Modell der Bänke, die Aco Guss der Stadt Kaiserslautern schenkt.

Zu wenige Sitzgelegenheiten in der Stadt – das wurde immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern kritisiert. Gerade ältere Menschen wünschen sich mehr Bänke für ein Päuschen beim Bummel. Die Stadt erhält nun als Schenkung 80 Metallbänke.

Elke Franzreb, Leiterin des Referats Stadtentwicklung, stellte die Idee am Montag im Stadtrat gemeinsam mit Stefan Weber, Geschäftsführer bei Aco Guss, vor. Die Firma will der Stadt anlässlich des 125. Firmenjubiläum 80 Bänke aus eigener Herstellung schenken. Die Bank besteht aus Gusseisen, was einige Vorteile mit sich bringe. Sie altere kaum, sei sehr stabil und habe eine hohe Bruchfestigkeit. „Als Farbe soll ein helleres bis mittleres Grau gewählt werden, nicht schwarz, damit sie sich in der Sonne nicht so sehr aufheizt“, so die Referatsleiterin. Die Bänke bestehen aus mehreren Segmenten, die modular zusammengebaut werden können, so dass Bänke in einer beliebigen Länge aufgestellt werden können.

„Sie sollen im öffentlichen Raum, aber auch bei der Gartenschau oder der Bau AG aufgestellt werden“, erläuterte Franzreb. Die Standorte werden vom Referat Stadtentwicklung gesucht, auch Parks seien dafür beispielsweise gut geeignet. Einfließen sollen bei der Standortsuche auch die Anregungen, die Bürgerinnen und Bürger bei einem Workshop zur Erweiterung der Sitzmöblierung in der Innenstadt 2022 gemacht haben, erklärte Franzreb. Durch das Design und die Aussparungen der einzelnen Bauteile ließen sich an der Bank auch Fahrräder abstellen.

„Könnte Markenzeichen der Stadt werden“

Der Entwurf geht zurück auf einen Wettbewerb an der Rheinland-Pfälzisch Technischen Universität (RPTU) Kaiserslautern. Studierende von Architekturprofessor Dirk Bayer hatten verschiedene Entwürfe für eine Bank erarbeitet. Eine RPTU-Jury wählte nach ästethischen und pragmatischen Gesichtspunkte den besten aus.

Lob gab es für die Schenkung von allen Ratsmitgliedern, die diese einmütig annahmen. „Das kann ein echtes Markenzeichen der Stadt werden“, lobte Michael Kunte (Die Grünen) die Gestaltung und richtete einen Dank an Aco Guss. „Die Kombination mit einem Fahrradständer ist etwas, was mich besonders freut“, ergänzte er. Patrick Schäfer (SPD) lobte das „moderne Design, das sieht einfach super aus“ und auch Ursula Düll (CDU) schloss sich dem allgemeinen Dank an: „Es ist wirklich toll und innovativ.“

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