Handball
Weichenstellen beim TuS Dansenberg
Nach zwei Trainerwechseln innerhalb weniger Monate und zahlreichen Rochaden innerhalb des Kaders soll ab Sommer wieder mehr Kontinuität in allen Bereichen herrschen. Mit Frank Müller konnte bereits Mitte Januar ein neuer Trainer für die kommende Saison verpflichtet werden. Dass der aktuelle Co-Trainer von Zweitbundesligist Eulen Ludwigshafen schon jetzt in sämtliche Personalentscheidungen eingebunden ist, steht außer Frage. Dass er maßgeblich daran beteiligt war, den jüngsten Transfercoup unter Dach und Fach zu bringen, auch.
Mit Gunnar Dietrich (36) präsentierten die Schwarz-Weißen kürzlich einen spektakulären Neuzugang. Der Abwehrchef und Kapitän der Eulen folgt seinem Trainer in die Westpfalz, wo er einen Vertrag für die kommende Saison unterzeichnet hat. „Ausschlaggebend für den Abschied von den Eulen ist, dass die Belastungen weniger werden, dass der Aufwand weniger werden wird. Bei der Entscheidung für Dansenberg spielt es natürlich auch eine Rolle, dass Frank Müller da Trainer wird“, betont Dietrich.
Von Magdeburg in die Pfalz
Auch auf der Torhüterposition herrscht Klarheit. Der TuS Dansenberg wird nach dem anstehenden Wechsel von Henning Huber zum ambitionierten Oberligisten TV Homburg und dem nahenden Abschied von Martin Jovanovski, dessen Vertrag nicht verlängert wird, mit einem neuen Torwart-Duo an den Start gehen. Nach Frederick Lüpke (26) von Drittligist OHV Aurich wurde mit Michel Fiedler (18) vom SC Magdeburg nun ein weiterer Keeper verpflichtet. Der Youngster spielt aktuell mit der Magdeburger A-Jugend um die Deutsche Meisterschaft, kann aber auch schon mehrere Drittligaeinsätze vorweisen. Er möchte zum Wintersemester 2022 mit einem Fernstudium in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik starten und hat für zwei Jahre unterschrieben.
„Mich hat das Gesamtpaket beim TuS Dansenberg absolut gereizt, mit Frank Müller, der auf junge deutsche Talente setzt. Ich habe auch ganz bewusst den Weg zu einem ambitionierten Drittligaverein gewählt, um möglichst viel zu spielen, statt in der Zweiten Bundesliga womöglich nur wenig Spielzeit zu bekommen. Mein persönliches Ziel ist es, auch wieder in den Fokus der U21-Nationalmannschaft zu kommen“, nennt Fiedler die Gründe für seinen Wechsel.
Serwinski bleibt
Siebenmeter-Spezialist Fabian Serwinski hat unterdessen seinen auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängert. Der Rechtsaußen kam zur Saison 2018/19 von der A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen und genießt beim TuS ein hohes Ansehen. „Ich freue mich sehr über die Vertragsverlängerung, da ich mich in der Mannschaft und in dem Umfeld sehr wohlfühle. Ich möchte den Weg, den der Verein einschlägt, mitgehen und helfen, die angestrebten Ziele zu erreichen“, betont der Flügelflitzer.
Das kurzfristige Ziel der Schwarz-Weißen ist die Qualifikation für den DHB-Pokal. Der TuS trifft dabei in Gruppe C auf den VfL Gummersbach II, den TV Gelnhausen und die HG Saarlouis. Nach Hin- und Rückspiel im Gruppenmodus zieht der Gruppensieger in die erste Runde des DHB-Pokals 2022/23 ein und darf auf ein Heimspiel gegen einen attraktiven, höherklassigen Gegner hoffen.
Clever spielen
„Gummersbach ist eine typische zweite Mannschaft, die viel von der individuellen Klasse ihrer Spieler lebt. Sie decken sehr offensiv, wir müssen also sehr clever spielen und geduldig agieren. Den Modus finde ich sehr interessant, einen klassischen Favoriten gibt es in unserer Gruppe nicht“, erläutert Interimscoach Marco Sliwa. Robin Egelhof (Kreuzbandriss) und der erkrankte Steffen Kiefer fallen zum Start der Pokalrunde aus. Serwinski und Felix Dettinger sind gerade erst wieder ins Training eingestiegen. Ob sie spielen werden ist ebenso ungewiss wie der Einsatz von Torwart Huber (Rückenbeschwerden).
Das erste Heimspiel der Pokalrunde steht für den TuS am Samstag, 9. April, gegen den TV Gelnhausen auf dem Programm. Anwurf ist wie gewohnt um 20 Uhr, die Dauerkarten aus der Hauptrunde besitzen keine Gültigkeit.