Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserballteam des Kaiserslauterer SK zieht beim SSV Trier den Kürzeren

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Mit der zweiten Saisonniederlage im Gepäck kehrten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Sonntag von ihrem Gastspiel an der Mosel zurück. Beim 5:10 (2:2/2:4/0:2/1:2) gegen den SSV Trier hielten die Krokodile nur eine Halbzeit lang ordentlich mit und mussten am Ende zufrieden sein, dass das Ergebnis nicht deutlicher ausfiel.

Dass es für die Lauterer ein schweres Unterfangen werden würde, beim SSV Trier zu bestehen, war schon vor der Abfahrt an die Mosel klar. Zwar konnte Spielertrainer Stefan Raspudic insgesamt elf Akteure aufbieten, ausgerechnet Goalgetter Dirk Feddeck (bislang 34 Treffer in acht Saisonspielen) musste aber kurzfristig verletzungsbedingt absagen. Somit fehlte den Krokodilen auf der Centerposition ihr gefährlichster Angreifer, und es war durchaus etwas überraschend, dass der KSK Mitte des ersten Viertels trotzdem in Führung lag. Stefan Stranz hatte nach knapp zwei Minuten zum 1:0 abgestaubt – Jens Feddeck nutzte in der fünften Minute das erste Lauterer Überzahlspiel zum 2:0. In der Abwehr agierten die Krokodile bis dahin äußerst sicher, profitierten jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt von den häufig etwas überhasteten Abschlüssen der Trierer. Kurz vor der ersten Pause wussten die Gastgeber ihre Chancen dann doch besser zu verwerten und glichen noch im Startviertel aus.

Drei Gegentreffer in 59 Sekunden

Nach Wiederbeginn ging der SSV dann erstmals mit 3:2 in Führung und nutzte nach Ulf Feddecks Ausgleich eine kurze Lauterer Tiefschlafphase mit drei Treffern in 59 Sekunden eindrucksvoll aus. Der KSK kam mittlerweile kaum noch gefährlich vors gegnerische Tor und versuchte es vor allem mit Distanzwürfen, mit denen man allerdings am Trierer Schlussmann scheiterte. Mehrere hinter der Fünfmeterlinie direkt ausgeführte Freiwürfe fanden zwar den Weg ins gegnerische Netz, wurden aber nicht anerkannt, da die Unparteiischen die Ausführung als nicht regelkonform ansahen. Immerhin gelang Ulf Feddeck noch vor der Halbzeitpause ein weiterer Treffer, als Trier nach Ablauf einer Hinausstellung noch nicht wieder geordnet war, sodass mit 4:6 aus Sicht des KSK die Seiten gewechselt wurden.

Das sollte dann jedoch für mehr als zwölf Spielminuten der letzte Treffer für die Krokodile bleiben, weswegen die Geschichte der zweiten Hälfte relativ schnell erzählt ist: Die Lauterer machten sich mit zu vielen Abspielfehlern und unkonzentrierten Abschlüssen das Leben selbst schwer und verbrauchten unnötig viel Kraft, um die Konter der Hausherren zu unterbinden. Trier hingegen erspielte sich ein optisches Übergewicht, vergaß zum Glück für den KSK jedoch, daraus Kapital zu schlagen. Die im Vergleich zum Angriffsspiel nach wie vor ordentliche Lauterer Abwehrarbeit und ein gut aufgelegter Frank Dick zwischen den Pfosten verhinderten, dass die Partie vorzeitig entschieden wurde. Spannung kam allerdings auch nach dem 5:8 durch Jens Feddeck (28. Minute) nicht mehr auf, da den Krokodilen mittlerweile offensichtlich die Puste ausgegangen war. Trier verzichtete trotz komplett besetzter Bank darauf, das Ergebnis durch schnelles Umschalt- und Konterspiel weiter in die Höhe zu treiben und verschleppte ebenfalls schon früh das Tempo. Trotzdem war das beim Abpfiff auf der Anzeigetafel stehende 10:5 für den SSV angesichts der Spielanteile – vor allem in der zweiten Hälfte – durchaus schmeichelhaft für die Lauterer und spiegelte die Kräfteverhältnisse nur bedingt wider. „Zehn Gegentore zu bekommen ist im kleinen Feld nicht schlecht – nur fünf selbst zu werfen ist aber leider viel zu wenig“, sah Coach Raspudic den Knackpunkt wieder einmal im lahmenden Offensivspiel seines Teams.

Krokodilen geht die Puste aus

In der Tabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar weisen beide Teams nun 12:6 Zähler auf, allerdings steht Trier – nicht nur wegen des besseren Torverhältnisses, sondern auch wegen des am Ende bei Punktgleichheit relevanten direkten Vergleichs – auf Rang drei, während die Krokodile auf Platz vier abgerutscht sind. Bereits am kommenden Wochenende bietet sich dem KSK die Chance, es besser zu machen, wenn man innerhalb von 24 Stunden mit dem SV Neunkirchen (Samstag, 19.30 Uhr, auswärts) und dem WSV Ludwigshafen III (Sonntag, 19.15 Uhr im Monte-Mare) auf die beiden Schlusslichter der Tabelle trifft.

So spielten sie

KSK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (2 Treffer), Stefan Raspudic, Melanie Keller, Jens Feddeck (2), Johannes Bröhl, Lukas Starck, Stefan Stranz (1), Anita Raspudic, Florian Heine, Bernd Feddeck

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