Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserball: Kaiserslauterer SK eröffnet die Oberligarunde beim Meister SV Friedrichsthal

Nach seinem einjährigen Gastspiel in Trier ist er zu den Krokodilen zurückgekehrt: Jan-Philipp Minges.
Nach seinem einjährigen Gastspiel in Trier ist er zu den Krokodilen zurückgekehrt: Jan-Philipp Minges. Foto: VIEW

Ausgerechnet mit der wahrscheinlich schwersten Partie starten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK) am Freitag in die Oberliga-Saison 2019/2020: Mit dem SV Friedrichsthal wartet der amtierende Meister und Pokalsieger, der auch in der noch jungen Spielzeit bereits wieder die Tabellenführung übernommen hat, auf die Krokodile. Anpfiff im Friedrichsthaler Hallenbad ist um 20.30 Uhr.

Wie auch in den letzten Jahren schon üblich, starten die Kaiserslauterer Wasserballer wieder als letztes Team in die aktuelle Oberligarunde, in der seit Ende November bereits sieben Partien ausgetragen wurden. Da der WSV Vorwärts Ludwigshafen III diesmal nicht dabei ist, haben die Krokodile in der einzigen südwestdeutschen Liga nur noch sechs Konkurrenten, die schon bis zu vier Matches hinter sich haben. An der Tabellenspitze stehen mit zwei Erfolgen aus zwei Auftritten der SV Friedrichsthal (+28 Tore) und der SSV Trier (+22), gefolgt vom SC Neustadt II, der sein einziges Spiel beim Liga-Auftakt für sich entscheiden konnte und somit ebenfalls noch eine weiße Weste aufweist. Auf den Plätzen vier und fünf befinden sich mit dem SV Neunkirchen (2:4 Punkte) und Ludwigshafen II (2:6) die Teams mit den bislang meisten Begegnungen – hinter dem KSK hat momentan der SC Poseidon Worms mit zwei Niederlagen aus zwei Partien die rote Laterne.

Den Krokodilen, die im Vorjahr überraschend Vizemeister wurden, steht eine schwere Saison bevor, zumal man erneut mit einem extrem dünn besetzten Kader auskommen muss. Zwar kann man mit Jan-Philipp Minges, der nach einem einjährigen Gastspiel in Trier zurückkehrt, und dem Kolumbianer Alejandro Lopez Diaz zwei (Neu-)Zugänge begrüßen, allerdings hat man auch zwei schwerwiegende Abgänge zu verkraften: Nach aktuellem Stand werden sowohl Melanie Keller als auch Anita Raspudic ihre Wasserballkappen zumindest vorübergehend an den Nagel hängen, sodass der KSK voraussichtlich erstmals seit der Saison 2003/2004 seine Pflichtspielrunde wieder als reines Männerteam bestreiten muss.

Zerstückelter Spielplan

Die geringe Mannschaftsstärke ist auch eine Mitursache für den arg zerstückelten Spielplan der Lauterer, die bei der Terminierung darauf Rücksicht nehmen mussten, möglichst alle Akteure bei allen Partien mit an Bord zu haben und beispielsweise keine Urlaubszeiten zu belegen. So werden die Krokodile zwar nach dem Auftakt in Friedrichsthal bereits am nächsten Wochenende das erste Heimspiel gegen den SC Poseidon Worms austragen – danach hat man allerdings eine zweimonatige Pause, ehe Ende März und Anfang April die nächsten drei Partien anstehen. Nach Ostern folgen dann ab dem 25. April die letzten sieben Matches innerhalb von nur sechs Wochen, sodass der KSK bereits am 7. Juni alle Pflichtspiele absolviert hat und somit überraschenderweise eins der ersten Teams sein wird, das seine Saison beendet.

„Irgendwo im Mittelfeld“

Neben Double-Sieger SV Friedrichsthal hat auch der Vorjahresdritte SSV Trier bei seinen ersten Auftritten gezeigt, dass man diesmal ganz vorne angreifen will. Mit den beiden Zweitliga-Reserven aus Neustadt und Ludwigshafen ist je nach Besetzung sowieso immer zu rechnen, sodass der KSK wohl in der aktuellen Saison kleinere Brötchen backen muss und sich wahrscheinlich „irgendwo im Mittelfeld zwischen Platz drei und fünf“ einordnen muss.

Für die Auftaktbegegnung beim Titelverteidiger rechnen sich die Krokodile keine allzu großen Chancen aus, zumal man dem SVF auch am letzten Wochenende beim eigenen Mixed-Turnier (zugegebenermaßen unter etwas anderen Vorzeichen) wieder einmal unterlag. Vor exakt einem Jahr mussten sich die Lauterer beim damaligen Oberliga-Debüt mit 9:11 im Saarland ebenfalls geschlagen geben – insbesondere aufgrund eines völlig verschlafenen Beginns und eines 4:10-Rückstandes nach 20 Minuten. „Absolute Konzentration von der ersten bis zur letzten Minute“, fordert daher Spielertrainer Stefan Raspudic, und er ist – wie sicherlich die gesamte Mannschaft – gespannt, wie sich sein Team beim „ersten Auftritt unter Wettkampfbedingungen“ mit den neuen Regeln schlagen wird.

Oberliga-Spielplan des KSK

17. 1., 20.30 Uhr: SV Friedrichsthal - KSK

25. 1., 19.30 Uhr (MonteMare): KSK - Worms

21. 3., 19.30 Uhr: SV Neunkirchen - KSK

22. 3., 15.30 Uhr: SC Neustadt II - KSK

4. 4., 19.30 Uhr (MonteMare): KSK-Friedrichsthal

25. 4., 19.30 Uhr (MonteMare): KSK - SSV Trier

26. 4., 18.00 Uhr: SSV Trier - KSK

9. 5., 19.45 Uhr: WSV Ludwigshafen II - KSK

10. 5., 19.00 Uhr (MonteMare): KSK - Ludwigshafen II

17. 5., 12.00 Uhr: SC Poseidon Worms - KSK

6. 6., 18.30 Uhr (Warmfreibad): KSK - SC Neustadt II

7. 6., 11.30 Uhr (Warmfreibad): KSK - Neunkirchen

x