Kaiserslautern
Wasserball: Kaiserslauterer Krokodile siegen mit viel Mühe

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs gegen als Drittplatzierter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in die dreiwöchige Osterpause. Am Sonntagabend erarbeiteten sich die Krokodile beim 14:7 (4:1/3:2/4:3/3:1) gegen den SC Poseidon Worms den fünften Sieg im achten Saisonspiel, hatten dabei aber mit den Rheinhessen mehr Mühe, als es das Ergebnis letztendlich aussagte.
Es war wieder die katastrophale Lauterer Chancenverwertung, die dafür sorgte, dass die optisch einseitige Partie kein Selbstläufer für die Hausherren wurde. Schon in den ersten beiden Minuten ließ der KSK zwei Hinausstellungen gegen Worms ungenutzt und mühte sich trotz bester Möglichkeiten bis Mitte des Viertels vergeblich um ein Erfolgserlebnis. In der Verteidigung stand der KSK sicher. Doch erst in der fünften Minute gab es durch Stefan Raspudic erstmals etwas zum Jubeln, und nach Dirk Feddecks 2:0 und einem Gegentreffer der Wormser war Lauterns Spielertrainer noch zweimal per Distanzwurf zum 4:1-Pausenstand erfolgreich.
Als Johannes Bröhl und Jens Feddeck nach Wiederbeginn auf 6:1 erhöhten, schienen die Kräfteverhältnisse klar verteilt zu sein, doch nun kam im Lauterer Angriff Pech dazu, und die Gäste konnten bis zum Seitenwechsel auf 3:7 verkürzen.
Nach drei weiteren Gegentreffern ereignete sich die wohl spielentscheidende Szene Mitte des dritten Abschnitts beim Stand von 8:6: Der stärkste Wormser Akteur, der mehrere KSK-Abwehrspieler zugleich beschäftigte, verließ nach seinem dritten persönlichen Fehler das Becken. Kurioserweise waren im Protokoll aber nur zwei Hinausstellungen bei ihm notiert, und das Kampfgericht hatte auch die rote Fahne, die den kompletten Ausschluss anzeigt, nicht gehoben. Vorbehaltlich dessen, dass der fehlerhafte Eintrag im Protokoll andernfalls wohl überprüft und vermutlich auch gefunden worden wäre, schwächten sich die Gäste somit selbst.
Die Wormser vertieften jetzt ihre Dauer-Streitgespräche mit dem Schiedsrichtergespann und konzentrierten sich kaum noch auf das Spiel. Erst gegen Ende des Viertels gelang es den Krokodilen, die entstandene Unruhe besser zu nutzen. Sie bauten den Vorsprung wieder auf fünf Treffer aus (11:6).
Im Schlussviertel traf Lauterns Goalgetter Dirk Feddeck siebenmal. Als die Partie gelaufen war, entstand das letzte Lauterer Tor aus einer Co-Produktion der beiden KSK-Ältesten: Bernd Feddecks Pass verwandelte Stefan Stranz zum 14:6. Worms traf noch einmal zum Endstand von 14:7, hatte die Partie jedoch schon lange abgeschenkt.
„In der Abwehr haben wir weitestgehend gut gearbeitet, aber im Angriff haben wir uns das Leben wieder selbst schwer gemacht“, weiß Coach Stefan Raspudic, welche Stellschrauben zu drehen sind. Im Spiel am 5. Mai in Trier dürfte eine Vorentscheidung um die Verfolgerplätze fallen. Die Spitzenposition ist hingegen seit Freitag vergeben: Der SV Friedrichsthal ist mit 17:1 Punkten souveräner Tabellenführer vor dem WSV Ludwigshafen II (13:9). Der KSK (12:4), SC Neustadt III (10:4) und SSV Trier (10:6) liegen in Lauerstellung. Aus eigener Kraft kann aber nur noch der SCN III Meister werden.
So spielten sie
Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck, Stefan Raspudic (3 Treffer), Melanie Keller, Jens Feddeck (1), Johannes Bröhl (2), Lukas Starck, Stefan Stranz (1), Bernd Feddeck, Dirk Feddeck (7).