Fragen und Antworten
Was fehlt Morlautern? Eine Einkaufsmöglichkeit
Was sind die Top-Drei-Themen in Morlautern im gerade angebrochenen Jahr?
Morlauterns Ortsvorsteher Alexander Lenz (SPD) muss nicht lange überlegen: Feuerwehr, Hochwasserschutz, Grundschule, zählt er auf.
Wie ist die Lage in Sachen Feuerwehrhalle, die für die beiden neuen Feuerwehrautos zu klein ist?
Das Provisorium, eine Leichtbauhalle, ist laut Lenz genehmigt. Der Bau ist notwendig, weil die bestehende Feuerwehrhalle für die beiden Feuerwehrautos in Morlautern, ein Einsatzleitungsfahrzeug sowie ein Löschfahrzeug, zu klein ist. „Sie passen von der Höhe, aber auch von der Länge nicht hinein“, sagt Lenz. Das Problem sei bekannt, könne nicht kurzfristig gelöst werden und beschäftige den Ort wohl noch ein paar Jahre, vermutet Lenz.
Was passiert in Sachen Hochwasserschutz in Morlautern?
Die Brücke über den Eselsbach auf Gemarkung Morlautern soll in diesem Jahr erneuert werden, dazu muss die bestehende Brücke abgerissen werden. Außerdem soll, so Lenz, der Bachlauf an der Stelle leicht verändert werden. Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten soll auch der Radweg bis an die Tore des Freibads Waschmühle verlängert werden, außerdem soll eine Bushaltestelle noch barrierefrei gebaut werden.
Was ist an der Grundschule geplant?
„Das Problem haben wir nicht exklusiv“, sagt Ortsvorsteher Lenz und spielt damit auf den begrenzten Platz im Schulgebäude an. In den 1950er Jahren errichtet, wurde das Schulgebäude vor einigen Jahren modernisiert und energetisch saniert. Die Schule ist laut Lenz „top ausgestattet“, jeder Klassensaal verfüge beispielsweise über ein Smartboard. Allerdings gibt es nur sechs Klassensäle für acht Klassen; die Grundschule ist zweizügig. Bisher sind zwei Klassen in einem Anbau untergebracht, der auch von der Feuerwehr genutzt wird. Es gibt ein so genanntes Durchgangsklassenzimmer, das nur über einen weiteren Saal betreten werden kann. Deshalb soll es nun eine Containerlösung geben, „ein vollwertiger Klassensaal“ (Lenz) wird so auf einen Schlag angebaut. Da Morlauterns Grundschule „auf Sicht“ zweizügig in den vier Klassen bleibt, könnte auch über einen Anbau nachgedacht werden. Das Thema ist unmittelbar mit dem Platzproblem der nahe gelegenen Feuerwehr verknüpft. Ein Neubau für die Feuerwehr könnte Platz für die Grundschule im Anbau schaffen. Zudem ist durch drei Neubaugebiete im Ort mit eher steigenden Schülerzahlen zu rechnen. „Das müssen wir für die kommenden Jahre neu denken. Ein dickes Brett, was wir da zu bohren haben“, sagt Lenz.
Woran konnten die Morlauterer 2023 einen Haken machen?
Der über wiederkehrende Beiträge im Straßenbau finanzierte Ausbau der Straße „Zum Bornberg“ wurde abgeschlossen, außerdem wurde in der Mehrzweckhalle eine neue Küche eingebaut, in Eigenleistung, wie Lenz betont. „Ein tolles Projekt“, das über Parteigrenzen hinweg umgesetzt worden sei. Zudem habe die Erschließung des Neubaugebiets Gärtnerei begonnen, außerdem sei im Bereich des zweiten Neubaugebietes (Wächterwiesen) ein Regenrückhaltebecken gebaut worden. Die Erschließung der Wächterwiesen sowie im dritten Gebiet, Neuen Straße und Kalckreuthstraße, beginne bald, sagt Lenz. Alles in allem kann Morlautern so um mehr als 100 Häuser wachsen.
Im Juni sind Kommunalwahlen. Wie ist es um das Engagement der Morlauterer in der Hinsicht bestellt?
„Wir brauchen Menschen, die Morlautern besser machen wollen, die Vorschläge machen und Ideen einbringen“, unterstreicht Ortsvorsteher Alexander Lenz. Engagement sei von Ortsbeiratsmitgliedern immer gefragt, die Arbeitende aber nicht nach Sitzungsende, bekräftigt der Ortsvorsteher. Seine Partei, die SPD, habe bereits eine Liste für die Ortsbeiratswahl zusammen, diese stand auch Kandidaten ohne Parteibuch offen. Das sei in der Vergangenheit auch bei anderen Parteien so gewesen. Im Ortsbeirat vertreten sind neben SPD noch FDP und CDU, die Grünen wollen, so berichtet Lenz, für die Wahlen im Juni auch eine Liste zusammenstellen. Dabei, so findet Lenz, spiele die Parteizugehörigkeit bei der Arbeit im Ort nur eine untergeordnete Rolle. „Es geht um den Ort.“
Morlautern ist der beste Stadtteil Kaiserslauterns ...
„Punkt!“ Alexander Lenz ist (augenzwinkernd) der Ansicht, dass es keinen schöneren Stadtteil gibt. „Jeder Ortsteil hat seine Eigenheiten und Schönheiten“, schiebt er ernsthafter hinterher. Morlautern punkte aus seiner Sicht mit einem dörflichen Charakter, einer guten Vereinskultur sowie der Nähe zur Stadt. „Wenn die Ampeln nicht wären, könnte man in fünf Minuten das Rathaus erreichen.“
Morlautern fehlt ...
„... eine Einkaufsmöglichkeit.“ Das sei das größte Problem des Ortsteils, findet Lenz. Allerdings arbeite er daran, das zu ändern. Für Einzelheiten sei es aber noch zu früh.
Morlauterns schönster Platz?
„Auf dem Schlachtenturm, dort kann man Ruhe finden“, sagt Alexander Lenz. Gut sichtbar von dort seien Humbergturm, Eulenturm sowie der Kühlturm des Kraftwerks in Bexbach.
Zur Person
Alexander Lenz ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Seit 2017 ist der Versicherungsfachmann SPD-Mitglied, bei den Kommunalwahlen 2019 wurde er in den Ortsbeirat gewählt. Für das Amt des Ortsvorstehers hatte sich zuvor kein Direktkandidat gefunden, aus den Reihen des Ortsbeirates wurde Lenz dann zum Ortsvorsteher gewählt. Bei den Wahlen im Juni tritt Lenz nicht nur als Ortsvorsteher noch einmal an, er steht auch auf der SPD-Liste für den Stadtrat Kaiserslautern. Wenn er sich nicht gerade für seinen Heimatort einsetzt, spielt er Walking Football beim FCK oder kegelt. Wenn er verreist, schaut er sich gerne Städte an, gerne in Deutschland. Zuletzt war er in Fulda unterwegs, auf dem Programm steht demnächst Hamburg.