Kaiserslautern Von Kebab bis Baklava

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„Kommen Sie rein“, lädt eine Frau interessiert schauende Passanten am Eingang der Seilerstraße ein. An der DITIB-Fatih-Moschee Kaiserslautern ist ein Straßenfest angesagt.

Es riecht nach Kebab und Tee. Im Pavillon gegenüber rollen Frauen Teig aus. Der weiße Pavillon vor dem Gebäude der Fatih Moschee ist gut gefüllt. Vor den meisten Gästen steht ein Glas mit Tee, Würfelzucker steht auf den Holztischen. Mittendrin sitzt Baris Karabulut. Er ist ehrenamtlicher Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde in der Seilerstraße und verantwortlich für das Straßenfest. Zum dritten Mal findet das Fest an zwei Tagen im Freien statt. Dafür ist die Seilerstraße zum Teil gesperrt. Das Wetter dafür ist am Donnerstag günstig. „Hauptsächlich kommen Gemeindemitglieder zum Fest“, sagt er. Das sogenannte Kermes steht aber allen offen. Schließlich sei es ein Fest des interkulturellen Zusammentreffens, sagt er. Seit vielen Jahren gibt es das Fest, und der Zulauf ist gut. Anwohner und Interessierte aus der Nachbarschaft seien seiner Erfahrung nach auch unter den Gästen, sagt er. An beiden Tagen rechnet Karabulut mit jeweils 150 Gästen. Einige Tische von der Hüpfburg entfernt sitzt Helmut Zillmann aus Schopp. Zum zweiten Mal sei er zum Fest gekommen und fühle sich wohl. Nicht zuletzt weil er viele der Vereinsmitglieder schon kennt. Man begrüßt ihn mit Handschlag. Er ist der großen Auswahl türkischer Gerichte erlegen. „Ich habe noch nicht alles probiert, aber wir sind noch länger hier“, sagt er. Vor ihm steht ein Teller mit türkischen Süßspeisen. Zu seiner Rechten liegen in Folie eingewickelte Kebbeh für zuhause. In einem Vorraum der Moschee bietet Sema Karabulut gemeinsam mit anderen Frauen süße und herzhafte Leckerbissen an. „Die Spezialitäten sind alle selbst gemacht“, sagt sie. Jedes Mitglied habe etwas beigesteuert. Da kommt von Baklava bis Lokul, einem Mohngebäck, so einiges zusammen. „Wir haben um 11 Uhr schon mal geguckt“, sagt ein Gast bei einer Tasse Tee. „Klein, aber gemütlich“: So beschreibt er das Fest. Die Neugier habe ihn und seine Frau hergeführt. Für die Führung durch die Moschee um 16 Uhr würden sie noch einmal wiederkommen, sagt er. Begeistert von der Vielfalt sind auch Helga und Heinrich Venter aus Hochspeyer. Das Ehepaar genießt das Fest in diesem Jahr zum dritten Mal. Die Atmosphäre sei nur ein Grund, weshalb sie herkommen, sagt Helga Venter. „Sie sind alle super freundlich“, beschreibt sie weiter. Einen Einblick in die türkische Kultur bietet die Tanzgruppe des türkischen Elternvereins am heutigen Freitag um 15 Uhr. Einmal in der Woche trifft sich die Gruppe um Hasan Hakyemez für drei Stunden zum Training. Getanzt werde in traditionellen Kostümen und mit viel Temperament, beschreibt er den Auftritt. Dabei stehe die achtköpfige Tanzgruppe aber keinesfalls nur türkischen Mitmenschen offen. „Drei Deutsche tanzen in der Gruppe“, sagt er und lächelt. (srg)

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