Kaiserslautern Von Frauenwahlrecht bis Sprachassistent

Hoheitlicher Überraschungsgast: (auf der Bühne von links) Eckhard Richter, Achim Pauli und Luca Tarantini begrüßen Karnevalsprin
Hoheitlicher Überraschungsgast: (auf der Bühne von links) Eckhard Richter, Achim Pauli und Luca Tarantini begrüßen Karnevalsprinzessin Denise I. (ganz rechts), die gerade von Burgel Stein (mit Schirm) durchs Congress Center geführt worden ist.

Geredet wurde viel am Freitagabend im Congress Center Ramstein (CCR). Eckhard Richter und Achim Pauli zielten auf Herz, Hirn und Zwerchfell ihres Publikums. Auch der „lustige Musikant“ Luca Tarantini trug seinen Teil zum zweiten Bühnenprogramm des Trios bei. Unter dem Titel „Wir müssen reden, wenn nicht jetzt, wann dann?“ hielt der Abend einiges fürs Publikum bereit, auch einen Überraschungsgast.

Ja, zu sagen haben Eckhard Richter und Achim Pauli so einiges in ihrem neuen Bühnenprogramm „Wir müssen reden, wenn nicht jetzt, wann dann?“. Dabei greifen sie tief in die Kiste der Geschichte und der Erinnerungen und lassen auch das Zeitgeschehen nicht aus. Wie schon in der ersten Auflage haben sie Luca Tarantini an ihrer Seite, der mit Gitarre und warm-rauer Stimme seinen „Senf“ dazugibt. 2019 ist das Jahr der Jubiläen. So sehen es Pauli und Richter, die an die deutsche Wiedervereinigung 1989 erinnern. Ganz klar, dass Ramstein und Miesenbach schon 20 Jahre vorher mit gutem Beispiel vorangegangen sind. „Die waren Vorreiter“, tun sie kund und ernten laute Lacher. Ein anderes Jubiläum ist das Frauenwahlrecht, das vor 100 Jahren eingeführt wurde. Pauli frotzelt: „Ich sehe die Überraschung in den Augen der einen oder anderen Frau: Was? Wir können wählen?“ Tarantini erinnert an den Rocktitel „Summer of 69“ von Bryan Adams. Schon nach den ersten Takten ist das Publikum klatschend bei ihm. Dann war da noch Woodstock im gleichen Jahr – und Richter mit seinem Zelt mittendrin. Jimi Hendrix und ein riesiger Haufen leerer Raviolidosen sind bleibende Erinnerungen. Eine solche Dose mit Teigtaschen überreicht Tarantini an seine beiden Mitstreiter übrigens als Abschiedsgeschenk. Das bleibt nicht lange zu, Richter kann nicht widerstehen. „Hallo, wer ist denn da?“, klingt es verwundert durch den Saal. Denise I., alias Denise Martin, Karnevalsprinzessin der Ramsteiner Bruchkatze, bahnt sich begleitet von der stellvertretenden CCR-Geschäftsführerin Burgel Stein und ihrem Gefolge den Weg durch den Saal zur Bühne. Die Tollität hat gerade eine Führung durch das Haus mitgemacht, womit ein Punkt ihrer Proklamation erfüllt worden war. Sie nutzt die Gelegenheit, um auf die bevorstehenden Termine der Prunksitzungen hinzuweisen und wird mit einem Gitarrentusch verabschiedet. Mal nachdenklich, mal amüsant, mal philosophierend nimmt das Trio seine Zuhörer mit zu Themen, die es und die Welt bewegen. Da zeigt sich Richter als Gerüchtekoch oder von seiner Imker-Seite und Pauli im Bienenkostüm möchte „bestäuben, bestäuben, bestäuben“. Das Publikum kriegt sich vor Lachen kaum ein. Als Nachrichtensprecher nehmen sie Lokales und lokale Persönlichkeiten auf die Schippe und sparen Smartphone und Sprachassistentin „Alexa“ nicht aus. Tarantini steuert zum Abschluss eine Eigenkomposition bei, die sich aus Titeln von Volksliedern, Popsongs und Schlagern zusammensetzt. Was mit dem Lied „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ begonnen hat, endet mit einem Dankeschön und einem „Macht’s gut“ ans Publikum. Das wiederum verabschiedet das Trio mit lautem Applaus, Pfiffen und Johlen.

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