Kaiserslautern Von Dansenberg zur HSG 1. FCK/TSG
Das Handballkarussell dreht sich, Mirko Schwarz, derzeit Trainer bei der MSG FCK/TSG, wechselt zur neuen Saison zum TV Homburg, dafür kommt Ivan Vukas, kroatischer Nationalspieler, ehemals Spieler beim TuS Dansenberg und derzeit Trainer der zweiten Mannschaft und der A-Jugend des TuS, zur neu gegründeten HSG 1. FCK/TSG Kaiserslautern.
Begonnen hat alles damit, dass Mirko Schwarz sich verändern wollte. Er trainiert derzeit das Erfolgsteams der Männerspielgemeinschaft des 1. FC Kaiserslautern und der TSG Kaiserslautern. Es ist mit ihm in die Pfalzliga aufgestiegen, wurde von den RHEINPFALZ-Lesern zur Mannschaft des Jahres 2018 gewählt. Nach drei Jahren bei der MSG wollte Schwarz noch mal höherklassig ran. Er wechselt zum TV Homburg, der derzeit hofft, in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, der vierthöchsten Handballklasse, zu bleiben. Sein alter Verein musste handeln, suchte einen Nachfolger, klopfte bei Ivan Vukas an, der im Moment die zweite Mannschaft und die A-Jugend des TuS Dansenberg trainiert, inzwischen einige Erfahrung als Trainer, aber noch viel mehr als aktiver Spieler hat. Der 39-Jährige war unter anderem kroatischer Nationalspieler, kroatischer und österreichischer Pokalsieger und bis zu seinem Karriereende eine wichtige Stütze in der ersten Mannschaft der Dansenberger. „Er hat mitgeholfen, den gesamten Verein weiterzuentwickeln, war ein wichtiger Faktor, dass wir die Klasse gehalten haben und ein Baustein“, lobt ihn Dansenbergs Teammanager Alexander Schmitt. Vukas habe den Jugendspielern einiges beibringen können, und die zweite Mannschaft habe von seiner Erfahrung im Profibereich profitiert. Ralf Eisel, der Vorsitzende der FCK-Handballer und Mannschaftsverantwortliche, ist froh, dass Vukas nach mehreren Gesprächen seine Zusage gab. „Wir konnten ihn überzeugen, dass er eine gute Mannschaft bekommt“, sagt Eisel. Der künftige Trainer sehe die Mannschaft zwischen Platz eins und fünf in der Pfalzliga, sehe aber auch noch Potenzial nach oben. Am Montag habe es das abschließende Gespräch mit Vukas gegeben, am Dienstag seien die Verträge unterschrieben worden. Nach denen ist der 39-Jährige ab 1. Juni Trainer der HSG, ehemals MSG Kaiserslautern. Dass der Verein umstrukturiert wurde, erklärt der Vorsitzende der FCK-Handballer so: „Wir haben eine Spielgemeinschaft bei den Männer mit der MSG FCK/TSG, bei der Jugend eine JSG mit FCK, TSG und Waldfischbach, die Damen treten alleine für den FCK an. Die Verantwortlichen haben jetzt gesagt, wir wollen, dass alles unter einem Dach ist, und haben die HSG Kaiserslautern gegründet.“ Die früheren Sponsoren der MSG bleiben laut Eisel auch der HSG treu, die jetzt unter anderem neue Trikots braucht. Und für die jetzt auch ein Förderverein gegründet wurde. Vukas’ Vertrag läuft ein Jahr. „Er wird auch ein bisschen in den Jugendbereich können wie in Dansenberg“, erklärt Eisel. Das Pfalzligateam bleibt voraussichtlich „weitgehend zusammen“. Am Mittwoch wurde ihm Vukas als neuer Trainer vorgestellt. Eisel: „Er wurde sehr gut aufgenommen.“ Derzeit coacht der Kroate aber noch in Dansenberg. „Er steigt ab April in die Vorbereitung ein mit Thomas Brosig, dem Co-Trainer der ersten Mannschaft.“ Währenddessen entwickelt der TuS Szenarien, wie es trainingstechnisch in seiner zweiten Mannschaft und bei der A-Jugend weitergehen kann. „Er betreut die Mannschaft ja zusammen mit Sebastian Wächter. Ich kann mir gut vorstellen, dass der das auch alleine kann. Vielleicht kommt aber noch jemand dazu. Vielleicht will die Jugend ja ein aktiver Spieler betreuen“, denkt Schmitt laut. „Es gibt viele Modelle, wir sind dran, werden strategisch vorgehen.“ Die A-Jugend tritt in der Oberliga an, der zweithöchsten Spielklasse. Die zweite Mannschaft steht derzeit auf dem ersten Tabellenplatz der Pfalzliga. „Ich denke, dass wir es schaffen können, am Ende Erster zu werden“, sagt Alexander Schmitt. „In der Aufstiegsrunde schätze ich die Chancen dann auf 50:50. Wenn wir die erfolgreich gestalten, werden wir den Aufstieg in die Oberliga wahrnehmen“, kündigt der Teammanager an. Der die Sache mit dem Trainerwechsel sportlich sieht, den ehemaligen Nationalspieler dafür lobt, wie fair er mit der Sache umgegangen ist, dass er im Vorfeld schon gesagt hat, dass er mit der HSG FCK/TSG in Kontakt steht. „Ivan Vukas ist seit fünf, sechs Jahren im Verein. So ist Sport. Es gehört im Sport dazu, dass jemand sich verändern will.“