Ramstein RHEINPFALZ Plus Artikel Volksmusik-Boygroup „voXXclub“ startet Tournee im Ramsteiner Congress-Center

Kernige Buam mit Stimmgewalt und strammen Waden: „voXXclub“ im Ramsteiner CCR.
Kernige Buam mit Stimmgewalt und strammen Waden: »voXXclub« im Ramsteiner CCR.

Die fünf kernigen Sänger der Volksmusik-Band voXXclub starteten am Wochenende mit einem fulminanten Auftakt in ihre aktuelle „Wieder-dahoam“-Tournee. Schon lange vor dem ersten Ton war im nahezu ausverkauften Congress Center Ramstein zu erkennen, wohin die musikalische Reise gehen würde: Im Publikum waren etliche Lederhosen und Dirndl zu sehen, in denen man die Band ganz stilecht feiern wollte.

Doch erst einmal mussten sich die Fans der rockig-poppigen Volksmusik in Geduld üben. Denn zum Einstieg in den langen Abend stellte die schwedische Schlagersängerin Julia Lindholm Songs aus ihrem neuen Album „Boom“ vor. Das „knallte“ zwar nun nicht ganz so, wie man es sich vom Titel her vielleicht vorgestellt haben mochte, aber es war recht nett und unterhaltsam. Nach einer halben Stunde verabschiedete sich Lindholm mit einem gut interpretierten Abba-Medley auf Deutsch beim inzwischen einigermaßen aufgetauten Publikum.

Nach einem recht langen Intro öffnete sich endlich die Tür in der Berghütten-Kulisse und die fünf feschen „Buam“ Michi, Stefan, Flo, Bini und Christian stürmten gut gelaunt und energiegeladen auf die Bühne − und ließen fortan nicht mehr locker. Von Anfang an rockte die bajuwarische Boyband (allein schon äußerlich mit strammen Waden in zünftigen Krachledernen) ordentlich los und faszinierte augenscheinlich insbesondere das weibliche Publikum. Die fünf Sänger, von denen übrigens nur einer tatsächlich aus Bayern stammt, starteten direkt mit Titeln aus ihrem neuen Album „Wieder dahoam“.

Toleranz, Offenheit und Respekt

Einer der Wiesn-Hits vom letzten Jahr war sicherlich die von voXXclub besungene Kuh „Anneliese“. Dank einer perfekt einstudierten Choreografie und origineller Instrumentaleinlagen mithilfe von Waschbrett und -schüssel, Milchkanne und Kuhglocken ging das Lied auch in Ramstein direkt ins Ohr und die Beine eines begeistert mitsingenden und -tanzenden Publikums.

Dass es bei ihnen nicht nur oberflächlich und klischeehaft zugeht, bewiesen die Fünf mit dem (in Zusammenarbeit mit Culcha Candela entstandenen) Stück „Bock auf Bunt“. Darin geht es um Toleranz, Offenheit und Respekt − etwas, worauf es gerade mehr denn je ankommt.

Weiter ging es immer recht schneidig und immer ordentlich publikumswirksam. Bei dem Titel „Wer hat, der hat“ zeigten die Sänger inhaltlich passend, was sie außer guten Stimmen (über der durchweg eingesetzten Playback-Begleitung) ganz besonders haben, nämlich reichlich Rhythmus im Blut. Mit reizvoll geschwungenen Hüften erfreuten sie damit wiederum besonders das weibliche Publikum.

Gänsehautgefühl mit „Bohemian Rhapsody“

Langsam, aber sicher steuerte das Konzert mit dem ruhigen Song „Herzschlag“ und dem wieder mehr schlagermäßigen „Donnawedda“ aufs Ende zu. Nach einem Hit-Medley auf der Zielgeraden des Abends kam dann der wohl bekannteste Hit des Quintetts „Rock mi“, den das Publikum natürlich nur zu gerne lautstark mitsang.

Sie können’s halt, diese fünf gestandenen Mannsbilder: unterhalten, mitreißen, tanzen und nicht zuletzt singen. Jedes der voXXclub-Mitglieder hat sich in den sieben Jahren ihres Zusammenseins zu einem hervorragenden Sänger entwickelt. Besonders beeindruckend zeigten sie das bei der Zugabe in Form ihrer nah am Vorbild orientierten Version von Queens „Bohemian Rhapsody“. Hier lieferten alle Mitglieder der mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Band perfekt ab. Man traf mühelos speziell die höchsten Töne in diesem nicht anspruchslosen Stück. Das sorgte für absolutes Gänsehautgefühl.

Beendet wurde der Auftritt schließlich mit dem voXXclub-Hit „Hoamat“ aus ihrer aktuellen Produktion. Wohl nicht ganz zufällig, denn darum ging es schließlich an diesem Abend. Und für die voXXclub-Mannen ist die Heimat da, wo ihre Band, ihre Freunde und ihre Familie sind. Und sicherlich auch da, wo ihr bis zuletzt begeistertes Publikum ist. So fühlten sie sich in Ramstein an diesem langen Abend wohl so wohl wie das Publikum selbst, das nach dem gelungenen Konzert das Congress Center sichtlich beschwingt Richtung „dahoam“ verließ.

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