Kaiserslautern Vogelschutzgebiet wieder ins Gedächtnis der Bürger rufen

Nach und nach soll das Vogelschutzgebiet wieder für Besucher hergerichtet werden.
Nach und nach soll das Vogelschutzgebiet wieder für Besucher hergerichtet werden.

Im Vogelschutzgebiet auf dem Kaiserberg geht es voran. Wege werden sicht- und begehbar, der Unrat nimmt ab, die Mitglieder des Vereins für Vogelschutz nehmen zu. Fleißige Helfer sind auch weiterhin gesucht, damit ab Mai wieder eine alte Gepflogenheit aufleben kann.

Das große Vogelschutzgebiet auf dem Kaiserberg ist ein Biotop für viele Arten, ein Stück Natur mitten in der Stadt und ein Gebiet, über das frische, gute Luft runter in die Stadt Kaiserslautern kommt. Es handelt sich bei dem 14 Hektar großen Biotop um das größte ausgewiesene Naturdenkmal in Rheinland-Pfalz. Es wird seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich vom Verein für Vogelschutz und Vogelpflege betreut. Es war ein bisschen in Vergessenheit geraten, bis sich Ende des vergangenen Jahres der neue Vereinsvorstand auf den Weg gemacht hat, das Areal nach und nach aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Ziel sind wieder regelmäßige Tage der offenen Tür mit Führungen.

Sicherheit der Besucher im Vordergrund

„Leider ist momentan nur ein kleiner Teil des Areals begehbar“, sagt Ingrid Choim, die neue Vereinsvorsitzende. Für sie steht die Sicherheit der Besucher im Vordergrund. Wo Äste hinabstürzen können, Wege nicht vernünftig begehbar sind, da kann auch keiner lustwandeln und das Gebiet mit seinem alten Baumbestand genießen.

Also hat Choim gemeinsam mit ihrem Team den Turbo eingeschaltet, trommelt immer wieder Unterstützer und Helfer zusammen – und sie findet Gehör. Mehrere Aufräumaktionen fanden inzwischen statt, im Februar war ebenfalls wieder ein Einsatz angesagt. Die Volieren wurden gereinigt, glitschiges Laub vom Fußweg – zumindest bis und rund um die Hütte – entfernt und zwischen den Bäumen verteilt. Sträucher wurden zurückgenommen, weiterer Unrat eingesammelt, eine Bank und der Zaun repariert.

„Ein Baum war umgefallen und hatte den Zaun beschädigt“, berichtet die Vorsitzende, die von den Helfern, die so tatkräftig zuzupacken wussten, begeistert ist. Einige seien gleich auch Mitglied geworden und hätten versprochen, beim nächsten Einsatz erneut dabei zu sein. Der ist bereits terminiert: „Am 12. März findet wieder ein Helfertag statt. Es geht wieder um viel Laub und vor allen Dingen um das Schnittgut, das dann verräumt oder für Tiere und Insekten aufgestapelt wird“, sagt Choim. Sie hofft, dass dann wieder eine engagierte Truppe dabei sein wird. Sofern es an dem Tag trocken sein sollte, geht es auch ans Mähen der Wiese.

Wieder Tage der offenen Tür geplant

Noch im Februar kümmern sich Profis um die Sicherheit der Bäume an den Wegen und rund um die Hütte. Die Vorsitzende ist froh, dass es auch in der „oberen“ Ebene weitergeht und die toten Äste ausgeputzt werden. „Der Rotary Club will danach kommen und uns beim Verräumen der Äste helfen. Ebenso wird das ASZ unter der Woche nochmals ein paar Stunden helfen und einen Container aufstellen“, zeigt sich die Vereinsvorsitzende sehr dankbar über die Hilfe, die von vielen Stellen kommt.

Noch ist viel zu tun, aber der Verein, der am 27. März seine Mitgliederversammlung abhält, plant bereits wieder Tage der offenen Tür, so wie es über viele Jahre Gepflogenheit auf dem Kaiserberg war. Die erste Öffnung ist für Ostersonntag mit Osterkörbchen suchen geplant.

„Wir wollen dieses Naturdenkmal wieder ins Gedächtnis der Mitbürger rufen“, verweist Choim darauf, dass ab Mai wieder – genau wie früher – an jedem letzten Sonntag im Monat ein Tag der offenen Tür stattfinden soll. Alle geplanten Aktivitäten finden sich auf der Homepage des Vereins. Der Verein bittet darum, sich über die Homepage oder unter Telefon 0173 3932516 anzumelden und hofft für den 12. März (10 bis 15 Uhr) auf viele fleißige Helfer.

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