Tischtennis
Vizemeister Bann bleibt ein Entscheidungsspiel erspart
Die Teams der TSG Kaiserslautern, also die Herrenmannschaft aus der Dritten Bundesliga und die in der Oberliga Südwest spielende zweite Garde sowie die Regional- und Oberligadamen, sind von den vom PTTV getroffenen Regelungen nicht betroffen. Denn diese Teams gehören Ligen des Dachverbandes, des Deutschen Tischtennisbundes, an. Die TSG Kaiserslautern II wurde schon vor wenigen Wochen zum Meister der Pfalzliga erklärt und besitzt somit das Aufstiegsrecht für die Oberliga.
Zwei neue Spielklassen
Angefangen hatten die coronabedingten Probleme am 12. März mit der Aussetzung der Tischtennissaison. Auch die Übungseinheiten wurden kurze Zeit später eingestellt. Anfang April wurde die Saison endgültig abgebrochen, samt der Entscheidung, dass die Spielrunde mit dem am 12. März bestehenden Tabellenstand, und zwar unabhängig von der Spielanzahl, eingestellt wird. Eine Entscheidung nach dem norwegischen Vorbild mit Quotientenregelung ging aber damit nicht einher. Dafür gab es für die Mannschaften, die auf einem zu Aufstiegsspielen berechtigenden Platz standen, einen Bonus. Sie hatten die Wahl, ob sie tatsächlich aufsteigen wollen. Zu beachten war bei der neuen Ligeneinteilung für den Pfälzischen Tischtennisverband aber noch, dass ab der Saison 2020/2021 auch noch die Reduzierung der Spielklassen von zwölf auf zehn Teams eingeführt wird und zudem zwei neue Spielklassen eingebaut wurden.
Für die Vereine der Region bedeutet dies, dass es bei den Damen nur marginale Änderungen gibt. Die TSG Kaiserslautern III durfte als Meister der Zweiten Pfalzliga West ohnehin darauf vertrauen, künftig in der Ersten Pfalzliga der Damen aufzuschlagen. Eine Zweite Pfalzliga gibt es weiterhin, eine Bezirks- oder Bezirksoberliga wird es im Tischtennisbezirk Westpfalz Nord jedoch nicht geben.
Wenig Beschwerden
Bei den Herren wird das dann schon weitaus komplizierter, auch weil es doch deutlich mehr Ligen gibt als bei den Damen. Die TSG Kaiserslautern III spielt als Sechster der abgebrochenen Saison in der Zweiten Pfalzliga West weiterhin in dieser Liga und wird dort auch auf den TTC Bann treffen. Dieser war ein Profiteur der Regelung. Denn als Vizemeister der Bezirksoberliga hatte er sich so ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg erspart. „Es ist gut, dass die Leute entspannt reagieren“, sagt Sascha Lürtzener, Spielleiter der Pfalzligen, der von einigen wenigen Beschwerden wegen der neuen Ligeneinteilung spricht.
In der Bezirksoberliga spielen dann künftig auch der TV Alsenborn, TT Ramstein-Miesenbach, TTV Siegelbach, Post SG Kaiserslautern und der ASV Sembach, der durch seine Meisterschaft in der Bezirksklasse faktisch die Bezirksliga überspringt. Der TuS Hirschhorn verbleibt als Neunter in der wegen der Einführung der Bezirksoberliga nun wesentlich schwächeren Bezirksliga. Hinzu kommen der FC Queidersbach und die TSG Kaiserslautern IV, die als Tabellenvierte eine Spielklasse nach oben rücken.
In der Bezirksklasse Ost spielt die zweite Garde des TV Alsenborn II, TuS Hohenecken, TTV Siegelbach II und die Post SG Kaiserslautern II. In der West-Staffel sind auch der TTC Bann II, TT Ramstein-Miesenbach II, TTC St. Julian und der TTV Erzenhausen künftig aktiv. In den darunter befindlichen Ligen, also ab der Kreisliga abwärts, gibt es nur noch kleinere Abweichungen zu den sonst in den Vorjahren üblichen Regelungen.
Wie der Pfalzverband in einem Schreiben an seine Mitgliedsvereine bekannt gab, wird es bezüglich der neuen Saison bei der bisherigen Wechselfrist verbleiben, die am 31. Mai endet. „Ob und wann die neue Runde und vor allem in welcher Form sie gestartet wird, bleibt abzuwarten. Maßgeblich wird dies von den Öffnungen der Hallen und gegebenenfalls von festgelegten Hygienemaßnahmen abhängig sein“, vermeldet Peter Baumann stellvertretend für den PTTV.
Auch hinsichtlich des Individualspielbetriebs steht lediglich fest, dass alle Veranstaltungen bis zum 30. Juni abgesagt sind. Auch hier ist das weitere Verfahren noch offen.