Kaiserslautern Vier Wochen Intensivtraining
Mit dem Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim startet für die A-Jugend des 1. FC Kaiserslautern am Samstag das Fußball-Kalenderjahr 2017. Angepfiffen wird die Begegnung um 12 Uhr im Dietmar-Hopp-Stadion.
Nach einer sehr erfolgreichen Hinrunde haben die Pfälzer in der U19-Bundesliga Süd/Südwest punktgleich mit Tabellenführer FC Augsburg an der Spitze überwintert. Um auch im zweiten Saisonabschnitt an die gezeigten Leistungen anknüpfen zu können, hat sich FCK-Trainer Gunther Metz mit seiner Mannschaft vier Wochen intensiv auf die verbleibenden elf Ligaspiele vorbereitet. „Da wir unsere letzte Partie erst am 18. Dezember hatten, fiel die Pause für unsere Spieler natürlich relativ kurz aus. Dennoch sind die Jungs topfit aus dem Urlaub zurückgekehrt, sodass wir direkt voll in den Trainingsbetrieb einsteigen konnten“, erklärte Metz. Trotz des Wintereinbruchs und der schwierigen Platzverhältnisse habe man die Vorbereitung wie geplant durchziehen können, so Metz zufrieden. Besonders froh war er über die Tatsache, dass sich keiner seiner Schützlinge verletzte – und er für das erste Pflichtspiel des Jahres alle Mann an Bord hat. Lars Birster (U19 1. FC Saarbrücken) und Rouven Amos (TuS Mechtersheim) verließen den Verein im Winter und versuchen ihr Glück nun an anderer Wirkungsstätte. Auf Neuzugänge haben die Lauterer verzichtet. Obwohl die Roten Teufel in der Tabelle ganz vorne stehen, beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang nur zehn Zähler. Dessen ist sich auch Metz bewusst, der sein Team ausdrücklich vor Nachlässigkeiten warnt: „In dieser Liga geht es einfach unglaublich eng zu. Deshalb sind wir gut beraten, weiterhin in jeder Partie an unsere absoluten Grenzen zu gehen. Wir müssen mehr investieren als unsere Gegner, um uns die tolle Ausgangsposition aus der Hinrunde nicht zunichte zu machen.“ Um für dieses Vorhaben bestmöglich gerüstet zu sein, hat seine Mannschaft im vergangenen Monat hochkonzentriert gearbeitet. Neben einigen läuferischen Einheiten und der Willensschulung standen Übungen mit dem Ball im Vordergrund. Die Generalprobe gegen Borussia Mönchengladbach ging am vergangenen Wochenende zwar mit 1:2 verloren, lieferte aber aufschlussreiche Erkenntnisse. „Es wurde uns deutlich gezeigt, was uns noch gefehlt hat und wo wir wieder hinkommen müssen, um in der Liga zu bestehen. Ich denke, es war der richtige Test zur richtigen Zeit.“ Zuvor hatte Kaiserslautern Testspiele gegen Elversberg (5:1) und Wehen-Wiesbaden (3:1) souverän für sich entschieden. Hinzu kam ein 3:1-Erfolg gegen die Seniorenmannschaft von Rot-Weiß Darmstadt. Im Hinblick auf die Partie in Hoffenheim legte der Trainer unter der Woche den Fokus auf die Aggressivität und die Beweglichkeit. „Mit der TSG treffen wir auf eine spielstarke Truppe, die sich im Winter nochmal mit neuen Spielern verstärkt hat. Wir müssen von Beginn an die nötige Bereitschaft zeigen und den Kampf annehmen. Erst wenn unser Zweikampfverhalten stimmt, können wir anfangen, die fußballerische Komponente einzubringen. Diese Balance gilt es in jedem Bundesliga-Spiel zu finden“, sagt Metz. Im Hinspiel mussten die Pfälzer trotz guter Vorstellung eine unglückliche 1:2-Heimniederlage hinnehmen. Es bleibt abzuwarten, ob den Lauterern am Samstag beim Tabellensechsten die Revanche gelingt. Für den FCK, der zusätzlich noch in zwei Pokalwettbewerben vertreten ist, stehen mittlerweile zwei neue Termine fest: Im Halbfinale des DFB-Junioren-Vereinspokals gastieren die Roten Teufel am 18. März beim FC Carl Zeiss Jena (11 Uhr). Das Derbyfinale im IKK-Südwest-Verbandspokal gegen den FSV Mainz 05 steigt am 12. April in Alzey (19 Uhr).