Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Viele Tiefen, wenige Höhen in der Regionalliga für den Kaiserslauterer Schwimmsportklub

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs.
Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs.

Die Wasserball-Saison ist beendet. In der Gruppe A der Regionalliga Südwest landete die erste Mannschaft des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs nur auf Platz fünf. Besser machte es die Lauterer Reserve in der Gruppe B.

Nur drei Siege konnte die erste Mannschaft des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs in zehn Spielen erringen, was gleichbedeutend mit der schlechtesten Bilanz seit 15 Jahren ist. Dabei hatten sich die KSK-Wasserballer vor der Saison viel vorgenommen, denn schließlich waren sie zuletzt dreimal hintereinander Zweiter geworden und wollten nun endlich den letzten Schritt nach oben machen. Den ersten Rückschlag gab es allerdings bereits vor dem ersten Spiel: Eine Neuregelung beim Thema „Leihspieler“ (also jenen Akteuren, die laut Spielerpass einem anderen Verein angehören) bedeutete für die Krokodile, dass Stefan Raspudic sowie Dirk und Jens Feddeck, die für Frankfurt beziehungsweise Ludwigshafen in der Zweiten Liga an den Start gehen, nicht mehr parallel für die Lauterer ins Wasser springen durften. Hinzu kam der studienbedingte Ausfall von Jan-Philipp Minges bis in den Sommer, sodass vier Spieler fehlten, die in der Vorsaison zusammen noch 135 von 235 KSK-Treffern erzielt hatten.

Diverse Abgänge von potenziellen Kandidaten für die zweite Mannschaft dünnten den Lauterer Kader weiter aus, weswegen sogar kurzfristig das Abmelden der Reserve im Raum stand. Dass die Regionalliga dann in eine A- und eine B-Gruppe unterteilt wurde, legte diese Pläne zwar ad acta – die Saison stand für die Krokodile allerdings trotzdem von Beginn an unter keinem guten Stern.

Deprimierender Auftakt

Schon im Auftaktspiel der ersten Mannschaft gab es gegen die junge Truppe vom SC Neustadt II eine insbesondere aufgrund der Höhe deprimierende 6:18-Niederlage. Im Folgenden konnte der KSK beim WSV Ludwigshafen II zwar mit 10:7 gewinnen, zeigte dabei aber gegen den Nachwuchs vom Rhein ebenfalls eine ziemlich durchwachsene Leistung: Das wiederholte sich dann beim SSV Trier vor allem nach dem Seitenwechsel. So reichte eine ausgeglichene erste Hälfte bei den in diesem Jahr überraschend starken – in dieser Partie allerdings eher schwach besetzten – Moselstädtern nicht zum Punktgewinn: Es gab eine 9:11-Niederlage.

Nachdem die Krokodile zum Freibadauftakt beim SC Poseidon Worms mit 9:6 den zweiten Sieg feiern durften, wuchs die Hoffnung auf eine erfolgreichere Sommerrunde. Doch weit gefehlt: Es folgten fünf Pleiten in Folge. Während die beiden Niederlagen gegen den Vorjahresmeister SV Friedrichsthal (9:12 und 7:13) noch halbwegs in Ordnung gingen, weil dabei die Leistung stimmte und einfach das stärkere Team siegte, waren die anderen drei Auftritte absolut indiskutabel. Gegen Neustadt gab es gegen eine nur mit acht Spielern angereiste U17-Mannschaft ein 4:11, beim 3:11 gegen Trier wiederholte der KSK dieses „Kunststück“ trotz voll besetzten Kaders gegen einen lediglich in Minimalbesetzung angereisten Gegner, der keine Auswechselmöglichkeit hatte. Das knappe 12:13 gegen den WSV Ludwigshafen II sah zwar auf den ersten Blick nicht ganz so katastrophal aus – allerdings agierten die Krokodile auch hier größtenteils wieder weit unter ihrem Niveau.

Wichtiger Sieg im letzten Spiel

Lediglich beim Saisonabschluss, als die obere Tabellenhälfte schon lange außer Sichtweite war, und man unbedingt einen Sieg benötigte, um nicht vom SC Poseidon Worms die rote Laterne überreicht zu bekommen, zeigte der KSK immerhin phasenweise, zu was er im Stande sein kann und machte beim 16:12 gegen die Rheinhessen den dritten doppelten Punktgewinn klar. Mit Rang fünf stand für die Lauterer am Ende die schlechteste Platzierung seit 2017 zu Buche.

Für positive Momente im Lager der Krokodile sorgte in dieser Saison lediglich die zweite Mannschaft – wenngleich auch sie etwas Anlauf benötigte. In die nur vier Teams umfassende B-Gruppe startete sie nämlich mit zwei Niederlagen und unterlag zunächst der Friedrichsthaler Reserve mit 7:12, ehe sie auch gegen die SVF Masters mit 8:10 das Nachsehen hatte. Im letzten Vorrundenspiel beim SV 08 Saarbrücken sah es bis ins Schlussviertel ebenfalls alles andere als gut aus, doch dass der KSK II in den letzten acht Minuten das 8:10 in ein 11:10 drehte, bedeutete einen Wendepunkt für die ganze Saison.

KSK II behält die Nerven

In den drei Spielen im Warmfreibad besiegten die kleinen Krokodile dann zunächst die Saarbrücker mit 10:5, bevor sie dem zu diesem Zeitpunkt bereits als Meister feststehenden SV Friedrichsthal II mit 7:5 die einzige Niederlage beibrachten. Im Showdown um Platz zwei behielt die Lauterer Reserve schließlich erneut die Nerven und fuhr einen ungefährdeten 11:5 Erfolg ein, was neben der Vizemeisterschaft auch die weiße Weste im heimischen Becken bedeutete. Den vor der Saison hoch gehandelten Oldies vom SVF blieb somit lediglich die Bronzemedaille.

Von den insgesamt 20 eingesetzten Krokodilen sprangen in Leon Birich, Ulf Feddeck, Mattis Starck, Stefan Stranz und Jonas Wildner gleich fünf von ihnen in allen 16 Saisonspielen beider Teams ins Wasser. Beste Torschützen für die erste Mannschaft waren Björn Schlick (21) und Jacob Schirra (11), die nur für den KSK 1 die Kappe schnürten, gefolgt von Ulf Feddeck, der alle seine zehn Saisontreffer in der Gruppe A erzielte.

Für die Lauterer Reserve war Stefan Stranz mit zwölf Toren erfolgreichster Werfer und schaffte es damit in der Gesamtwertung der Gruppe B auf Platz drei (übrigens knapp hinter Björn Schlick, der in dieser Konkurrenz für die Masters des SV Friedrichsthal an den Start ging und 16-mal traf). Mattis Starck und Leon Birich teilten sich mit je neun Toren vereinsintern den zweiten Platz und landeten damit ligaweit auf Rang sechs.

In der nach einigen Vorbereitungsturnieren im Herbst dann frühestens im November beginnenden Saison 2024/2025 kann also aus Sicht der Lauterer Wasserballer eigentlich nur bergauf gehen.

Einsatzstatistik

Arbeitsnachweis der Krokodile in der Regionalliga Südwest (in Klammern: Spiele/Tore in Gruppe A (1. Mannschaft) - Spiele/Tore in Gruppe B (2. Mannschaft)): Lukas Allmann (6/3 – 4/5), Leon Birich (10/5 – 6/9), Niklas Birich (8/7 – 4/5), Frank Dick (1/0 – 0/0), Johannes Diehl (8/3 – 5/3), Ilya Dmytriiev (9/0 – 6/0), Kyrylo Dmytriiev (4/0 – 6/2) Ulf Feddeck (10/10 – 6/0), Lea Korn (1/0 – 6/0), Johann Lehmann (7/3 – 5/3), Alejandro Lopez Diaz (4/0 – 4/0), Jan-Philipp Minges (2/5 – 0/0), Jacob Schirra (7/11 – 0/0), Björn Schlick (7/21 – 0/0), Lukas Starck (6/2 – 3/3), Mattis Starck (10/5 – 6/9), Stefan Stranz (10/8 – 6/12), Jakob Wagner (1/0 – 1/0), Jonas Wildner (10/2 – 6/3) sts

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