Kaiserslautern Viele Neuinfektionen bei US-Militär - einige Omikron-Fälle auf der Air Base
Das Gesundheitsamt hatte mit Blick auf die Inzidenzen am Dienstag informiert, dass keine Herde auszumachen seien, auf die der Anstieg an Infektionen zurückzuführen sei. Inzwischen sind die Inzidenzen laut Landesuntersuchungsamt wieder gesunken, auf 325 in der Stadt und 263,5 im Kreis. Auch die Pressestelle der Air Base berichtete: „Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Infektionen auf ein bestimmtes Datum oder Ereignis zurückzuführen sind.“ Die militärischen Gesundheitsbehörden in Ramstein arbeiteten eng mit dem Gesundheitsamt des Kreises zusammen. Infektionszahlen werden regelmäßig ausgetauscht. Zum Jahresende 2021 gab die Kreisverwaltung die Anzahl der auf Stützpunkten der Amerikaner in Kreis und Stadt seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Corona-Infektionen mit 392 an.
Kontaktpersonen proaktiv ermittelt
Bestätigen konnte die US-Pressestelle, dass einige Infektionen, die in den vergangenen Tagen auf der Air Base aufgetreten sind, auf die Omikron-Variante des Coronavirus zurückzuführen seien. Da die militärische Gesundheitsbehörde bei der Ermittlung von Kontaktpersonen proaktiv vorgehe, befänden sich die Betroffenen in Isolation beziehungsweise in Quarantäne, heißt es weiter. Die Gesundheit der Militärgemeinde und der örtlichen Bevölkerung habe höchste Priorität.
„Nahezu 99 Prozent unserer Militärangehörigen im aktiven Dienst haben mindestens eine Erstimpfung erhalten, das ist eine der höchsten Impfraten in der Air Force“, teilt die Pressestelle unabhängig von den aktuellen Infektionen mit. Alle US-Zivilisten und Militärangehörigen des US-Verteidigungsministeriums seien verpflichtet, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Booster-Impfungen seien nicht vorgeschrieben, sie werden aber laut Pressestelle in der Ramstein Clinic und im Landstuhl Regional Medical Center angeboten. Der Impfausweis der CDC (Centers for Disease Control and Prevention) – die Behörde des amerikanischen Gesundheitsministeriums befasst sich unter anderem mit Infektionskrankheiten – gelte auf der Air Base als Impfnachweis. Damit können Militärangehörige in Apotheken ihren QR-Code für gängige Corona-Apps erhalten.
Corona-Bekämpfungsverordnung gilt
Auch auf der Air Base gelten die Vorschriften des Gastgeberlandes, also die rheinland-pfälzische Corona-Bekämpfungsverordnung. Auf regelmäßiges Händewaschen werde ebenso geachtet wie auf das Tragen von Masken. Wer Symptome habe, bleibe dem Arbeitsplatz fern. Die Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz werden regelmäßig an die aktuelle Lage angepasst, heißt es weiter. Das könne auch zu Änderungen der Arbeitsabläufe führen und die Absage von Präsenzveranstaltungen zur Folge haben. Auch auf der Air Base gelten teils 2G-plus-Regeln oder Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. An Veranstaltungen dürfe beispielsweise nur geimpftes oder genesenes Personal mit Maske teilnehmen, so die US-Pressestelle.
Ungeimpfte Angehörige des US-Militärs, die auf das Ergebnis ihres Antrags auf Ausnahmegenehmigung warten, werden wöchentlich getestet und müssen am Arbeitsplatz und allen Bereichen der Basis Masken tragen, heißt es weiter.