Kaiserslautern Viel Emotion und hohe Akkuratesse

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25 Jahre gibt es die Rittersberg Big Band in diesem Jahr. Mit einem gelungenen Jubiläumskonzert feierte das Ensemble des Gymnasiums am Rittersberg am Samstagabend den besonderen Anlass mit einem ebenso besonderen Programm im voll besetzten SWR-Studio.

Allein die Statistik zum Jubiläum ist beeindruckend. Etwa 200 verschiedene Schüler und Schülerinnen im Alter von 14 bis 19 Jahren waren in all den Jahren bisher Mitglieder der Band, die in ebenfalls schon mehreren hundert Konzerten in Kaiserslautern selbst, auf Konzertreisen in Europa und sogar in den USA von Anfang an große Erfolge feiern konnte. Fünf viel beachtete CDs sind bis heute produziert worden; die sechste ist in Planung. Dem Anlass entsprechend gab die Rittersberg Big Band einen soliden Querschnitt ihres großen erarbeiteten Repertoires und ihrer bisher aufgebauten Spiel- und Stile-Welt. So reichte das Programm an diesem Abend von gut adaptierten, bekannten Jazz-Nummern über Piazzollas latineske Komposition „Libertango“ bis hin zu sorgfältig bearbeiteten französischen Chansons („La Mer“) und moderneren Hits á la „Sunny“ im satten Big-Band-Sound. Im besten Sinne erstaunlich erschien dabei immer wieder die Top-Qualität der Darbietungen, die die jungen Leute - darunter diesmal im Übrigen auch einige „Ehemalige“ -durch hohe Akkuratesse im Zusammenspiel und viel Emotion in der jeweiligen Interpretation erreichten. Da stimmte jeder Ton, da wurde jede Stimmung -gerade etwa bei dem sich dafür anbietenden, hoch melancholischen „La Mer“ - sicher getroffen. Auffallend und bemerkenswert gut waren auch die zahlreichen solistischen Partien, mit denen einige Instrumentalisten der Band den Abend über immer wieder für verdienten Zwischenapplaus sorgten. Exemplarisch für alle sei hier Jona Wiedner genannt, der das in diesem Umfeld eher ungewöhnliche Marimbaphon spielte. Besonderes leisteten auch die vier fähigen Vokalistinnen des Konzerts: Moira Adam, Katharina Kries, Megan Exner-Brown und Clara Rothländer gaben hier mehreren Darbietungen eine bereichernde Note. Insgesamt 16 Titel präsentierte das Ensemble unter der Leitung des Musiklehrers und stellvertretenden Schulleiters, Markus Lücke, auf diese eindrückliche Weise. Kein Wunder, dass das Konzert zum Schluss mit brausendem, lang anhaltenden Beifall belohnt wurde. Schon fast aus dem Konzertsaal heraus ging es am folgenden Tag übrigens auch schon auf eine mehrtägige Konzertreise nach Frankreich. Nach dem jetzt einmal mehr gezeigten Qualitätsstand werden sie wohl dort wieder reichlich Erfolg haben.

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