Fußball
VfR Kaiserslautern verliert erstes Spiel nach großem Umbruch gegen Rockenhausen
In der Fußball-Bezirksliga Westpfalz hat die SG Rockenhausen/Dörnbach am Sonntag einen 4:0 (2:0) Auswärtssieg beim VfR Kaiserslautern gelandet. Die Donnersberger wahrten so ihre Chancen auf Rang zwei. Die Erbsenberger befinden sich ebenfalls noch im Aufstiegskampf. Allerdings dürfte es der VfR schwer haben, weiter vorne mitzuspielen. Dafür hat sich zu viel in der Winterpause getan.
Eigentlich will Hans-Werner Rheinheimer, der Vizepräsident des VfR und Sportliche Leiter der Aktivenfußballer, nicht mehr viel zu den Vorkommnissen zwischen den Jahren sagen. Nur so viel: „Das Trainerteam ist weggegangen. 25 Spieler haben den Verein verlassen. Nahezu der komplette Kader der ersten Mannschaft.“ Warum und wieso? Darüber will sich beim VfR keiner äußern. „Wir wollen nun einfach in der Landesliga die Spielklasse halten. Die Zweite Mannschaft ist weiter im Spielbetrieb, aber da müssen halt jetzt AH- und Jugendspieler aushelfen, das wird eng. Zum Glück haben wir mit dem Landesliga-Team vor der Winterpause schon 34 Punkte geholt“, sagt Rheinheimer.
Fehler eiskalt genutzt
Die neue erste Mannschaft besteht zum größten Teil aus Akteuren des bisherigen Zweitmannschaftskaders und einigen wenigen Winterneuzugängen. Und die zeigten sich gegen die SG Rockenhausen/Dörnbach doch sehr motiviert und engagiert. Wären da nur nicht die Fehler, die die Donnersberger eiskalt nutzten. Nach einem Eckball kam zum Beispiel der Rockenhausener Andreas Schick am kurzen Pfosten völlig frei zum Kopfball und erzielte die 1:0-Führung (15.) für die SG. Die Lauterer spielten dennoch weiter mutig nach vorne. Aber hinten fehlte die Cleverness. Marcel Weiß zielte noch knapp am VfR-Gehäuse vorbei (17.). Fünf Minuten später wurde SG-Spieler Sebastian Walther im Lauterer Strafraum gefoult. Schiedsrichter Benedikt Steitz entschied sofort auf Strafstoß. Fabian Schmitt verwandelte sicher zum 2:0 (22.) für Rockenhausen/Dörnbach, das die Partie danach im Griff hatte.
„Kaiserslautern war schon willig, aber die ganz klaren Abschlüsse haben sie nicht gehabt“, befand der SG-Trainer Timothy Hanauer. Seine Mannschaft spielte die Partie routiniert herunter. Noch im ersten Durchgang legte Alexander Schneider das 3:0 (45.+2) nach. „Das war immens schlecht verteidigt“, sagte der neue Lauterer Coach Moritz Nicolay, der in der Hinrunde noch die zweite Mannschaft trainiert hatte.
VfR kann die SG nicht in Verlegenheit bringen
Im zweiten Durchgang sahen die 70 Zuschauer auf dem oberen Platz im Stadion am Erbsenberg dasselbe Bild. Die neu formierte und junge Lauterer Truppe versuchte, den Gegner unter Druck zu setzen. Die SG wankte aber nicht mehr. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Enes Ülkü sogar noch das 4:0 (87.) für die Donnersberger, die durch den Sieg auf den achten Tabellenrang sprangen und nun fünf Punkte Abstand auf den neuen Zweitplatzierten TuS Bedesbach-Patersbach aufweisen. Einen Trainer-Nachfolger für Hanauer, der nach dieser Saison sein Amt niederlegen wird, will die SG Rockenhausen/Dörnbach vielleicht am Ende der nächsten Woche schon präsentieren.
Moritz Nicolay, der neue Trainer des VfR Kaiserslautern, betonte: „Wir sind oft hinter die Abwehrkette der Rockenhausener gekommen, aber der letzte Pass hat im Angriff einfach gefehlt. Hinten haben wir leichte Gegentore bekommen. In der zweiten Hälfte war es besser. Wir hatten leider keine gelernte Stürmer dabei, die kommen erst noch in den kommenden Tagen zurück. Körperlich müssen wir in Zukunft noch eine Schippe drauflegen. Aber ich bin überzeugt, dass das kommt. Rockenhausen/Dörnbach ist auch eine extreme gute Mannschaft. Die werden da vorne mitspielen. Unser Ziel ist dagegen ganz klar der Ligaverbleib.“