Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel VfB Reichenbach nutzt Freiheiten beim Sieg in der Bezirksliga gegen TuS Schönenberg aus

Reichenbachs Spielertrainer Yannik Brehmer (rechts) taucht vorm Schönenberger Torhüter Felix Denzer auf, schießt hier jedoch am
Reichenbachs Spielertrainer Yannik Brehmer (rechts) taucht vorm Schönenberger Torhüter Felix Denzer auf, schießt hier jedoch am Tor vorbei.

Der VfB Reichenbach ist am Samstag seiner Favoritenrolle gerecht geworden und schlug in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz den abstiegsbedrohten TuS Schönenberg klar mit 4:0 (2:0).

„Es war ein verdienter Sieg. Schönenberg hat es uns auch recht leicht gemacht und viele Räume gegeben“, sagte Reichenbachs Spielertrainer Yannik Brehmer nach dem eingefahrenen „Heimdreier“. Schon früh deuteten die Platzherren ihre Gefährlichkeit im letzten Drittel an. Einer Balleroberung im Mittelfeld folgte die Flanke von Lars Scholten. Doch der mitgelaufene Johannes Klein zielte knapp vorbei (7.). Reichenbach erspielte sich gleich ein klares Übergewicht. Die Führung fiel dann nach einer Standardsituation. Spielertrainer Brehmer war von der Schönenberger Abwehr nicht zu verteidigen und köpfte sehenswert zum 1:0 (12.) ein.

In der Folge erzwangen die Gäste ein ausgeglichenes Spiel. Vorne gefiel der bewegliche Nils Eckfelder. Die beste Chance hatten die Gäste nach einer Einzelleistung von Jeremy Bäcker. Dessen Abschluss aus gut 20 Metern geriet aber zu zentral und war so kein Problem für Reichenbachs Torwart Andy Lindemann (20.). Dann übernahmen die Gastgeber wieder das Zepter. David Hach gelang rechts eine Balleroberung. Seine Hereingabe rutschte Yannick Brehmer über den Fuß und am leeren Tor vorbei.

Brehmer eine ständige Gefahr für TuS-Defensive

„Da muss ich mich schon fast schämen, dass ich den nicht gemacht habe“, so Brehmers Kommentar zur vergebenen „Hundertprozentigen“ (28.). Wenig später stand Brehmer im Zentrum wieder blank. Diesmal netzte er sicher zum 2:0 (38.) ein. Die Schönenberger Innenverteidigung hatte mit dem Reichenbacher Mittelstürmer allergrößte Probleme. Einmal stoppten sie ihn mit vereinten Kräften (40.). Die folgende Ecke köpfte der Spielertrainer übers Tor (41.).

Nach dem Wechsel folgte zunächst eine zerfahrene Phase mit einer guten Möglichkeit der Gäste. „Wenn wir da das 2:1 machen, wer weiß“, kommentierte Schönenbergs Trainer Konrad Weiß die Chance zum Anschlusstreffer. Eckfelder hatte abgezogen. Torhüter Lindemann war der Ball durchgerutscht und knapp vorbei gekullert (53.). Drei Minuten später klingelte es auf der anderen Seite, begünstigt durch einen klaren Torwartfehler. Felix Denzer ließ eine Ecke von Reichenbachs Kapitän Jacob Weißenburg durch die Hände rutschen. Innenverteidiger Tom Kuhn staubte zum 3:0 ab (56.). Johannes Klein schraubte das Ergebnis nach David Hachs Hereingabe auf 4:0 (61.). In der Folge hatte Reichenbach gegen öffnende Gäste mehrere gute Konterchancen. In der Schlussviertelstunde machten die Gastgeber dann sogar wieder Druck und nagelten Schönenberg am eigenen Strafraum fest. Philipp Latzke konnte in höchster Not gerade noch mit langem Bein gegen den durchgebrochenen Johannes Klein retten (83.). Es blieb beim klaren 4:0.

TuS-Trainer Weis erkennt Sieg des VfB an

„Man muss anerkennen, dass der Sieg verdient ist. Reichenbach hatte mehr Ballbesitz und war aggressiver. Dennoch sind die Tore nach Standardsituationen und individuellen Fehlern wie beim 3:0 gefallen, was für uns sehr ärgerlich ist. Wir wurden etwas unter Wert geschlagen. Reichenbach hat unsere Fehler ausgenutzt“, so Schönenbergs Trainer Weis. „Wir haben ein ganz anderes Gesicht als bei der Heimniederlage gegen Battweiler gezeigt. Es wäre sogar ein noch höherer Sieg möglich gewesen“, gab ein zufriedener Brehmer zu Protokoll.

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