Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Vertrag mit Ivanov aufgelöst

Gab nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback in der ersten Mannschaft des TuS: Robin Egelhof.
Gab nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback in der ersten Mannschaft des TuS: Robin Egelhof.

Der TuS Dansenberg ist am Samstag in eigener Halle gegen den formstarken Tabellenvorletzten HSG Pohlheim nicht über ein Remis hinausgekommen. Jan Claussen meldete sich nach überstandener Erkrankung mit einer starken Leistung eindrucksvoll zurück und rettete seiner Mannschaft beim 31:31 (15:14) einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Dass Claussen der Mann für die entscheidenden Würfe bei den Westpfälzern ist, steht außer Frage. Der gebürtige Kieler, der seinen Vertrag erst kürzlich um ein weiteres Jahr verlängert hat, übernahm auch diesmal die Verantwortung und glich in der 59. Minute aus. Es war der achte Treffer des erfahrenen Mittelmanns. Dass es nicht zum Sieg reichte, hatten sich die Schwarz-Weißen selbst zuzuschreiben: ein technischer Fehler beim Stand von 30:30 ebnete Pohlheim im direkten Gegenzug den Weg zum Führungstreffer. Auch der hätte vermieden werden können, wenn die Abwehr in dieser Situation einen Schritt schneller gewesen wäre.

Dass aus dem fest eingeplanten Sieg gegen das Kellerkind nichts wurde, war auch der Personalsituation geschuldet. Diesmal fehlte unter anderem Kreisläufer Michel Reitemann, dem schon seit einiger Zeit eine Handverletzung zu schaffen macht.

Egelhof statt Ivanov

Nach dem Abgang von Mihael Ivanov, dessen Vertrag Ende Januar in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde, war TuS-Coach Thomas Weber einmal mehr zum Improvisieren gezwungen. Für Ivanov rückte nach überstandenem Kreuzbandriss Robin Egelhof in den Kader. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler hatte sich im März 2022 verletzt und erzielte bei seiner Rückkehr zwei Treffer. Christopher Seitz, der seine Karriere vor drei Jahren für beendet erklärt hatte und zuletzt schon als Nothelfer in der Oberligamannschaft gefragt war, stand überraschend ebenfalls auf der Platte. „Ich wurde gebeten auszuhelfen, das ist für mich natürlich Ehrensache“, gab der ehemalige Kapitän zu Protokoll.

Die Hausherren konnten sich nach zähem Beginn kurzzeitig auf drei Tore absetzen (13:10/25.), versäumten es jedoch, ihre Führung auszubauen. Die formstarken Gäste, die nach zwei Siegen in Folge mit breiter Brust in die Westpfalz gereist waren, blieben in Schlagdistanz und gingen Mitte der zweiten Halbzeit mit 23:22 (46.) in Front. Mit zwei Toren in Folge zum 27:25 (52.) eroberte der TuS Dansenberg die Führung zurück und konnte den Zwei-Tore-Vorsprung bis fünf Minuten vor dem Ende halten (29:27/55.). Pohlheim konterte mit einem 3:1-Lauf zum 31:30 (59.), den Claussen im direkten Gegenzug mit einer starken Einzelleistung zum 31:31-Endstand beantwortete.

Nicht alles abgerufen

„Wir können auf jeden Fall zufrieden sein mit dem Punkt, den wir uns hier erkämpft haben. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Man hat gemerkt, dass auf der Gegenseite wichtige Spieler gefehlt haben, was es uns etwas leichter gemacht hat. So lange es rechnerisch noch möglich ist, glauben wir an den Klassenerhalt“, betonte HSG-Coach Andreas Lex.

„Wir hätten das Spiel schon anders gestalten können, wenn ich allein an die Fehlschüsse in der ersten Halbzeit denke… Die Trainingswoche war sicher mit ausschlaggebend dafür, dass wir heute nicht alles abgerufen haben“, sagte Weber mit Blick auf die nach wie vor angespannte Personalsituation. Weiter geht es für den TuS Dansenberg am Sonntag bei seinem oberen Tabellennachbarn VfL Gummersbach II. Der Vorsprung auf Relegationsrang elf beträgt nach Minuspunkten drei Zähler. Das letzte Wort im Kampf um den Klassenerhalt ist also noch nicht gesprochen.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Fiedler/Lüpke (Tor), Claussen (8), Serwinski (7/2), Dettinger, Steinführer (je 5), Egelhof (2), M. Holstein (1), T. Holstein, Kölsch, Seitz

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