Kaiserslautern Verpackungen für jede Lebenslage

Placeholder-Image

Päckchen für die Post. Riesige Boxen für Umzüge. Füllmaterial für zerbrechliche Waren. Speziallösungen für Gefahrgut. Die Liste ist fast beliebig erweiterbar. Die Firma TransPak, die seit zwölf Jahren eine Niederlassung in Kaiserslautern hat, ist einer der führenden Verpackungsmittelhändler in Deutschland.

2001 hat Reinhold Knüppel, der Geschäftsführer einer TransPak-Tochtergesellschaft aus Waldfischbach-Burgalben, den Sprung nach Kaiserslautern gewagt. Er war einer der ersten Unternehmer im werdenden Industriegebiet Nord. Die vorteilhafte Lage an der Autobahn und die Erweiterungsoption für das Firmengelände lockten damals. Der Umzug scheint eine gute Idee gewesen zu sein, denn die Firma ist in den vergangenen Jahren merklich gewachsen und Knüppels Nachfolger sind voll des Lobes für den Standort Kaiserslautern. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei stets schnell und unbürokratisch verlaufen, heißt es. Das schaffe ein gutes Investitionsklima. Nicht zuletzt deshalb folgte der ersten Lagerhalle aus dem Jahr 2002 bereits 2007 eine zweite – und im April 2014 kam noch eine dritte hinzu. Auf rund 3800 Quadratmetern hat sich die TransPak GmbH, deren Muttergesellschaft jetzt in Solms bei Wetzlar sitzt, ausgebreitet. Weitere Anbauten sind alles andere als ausgeschlossen. In den etwa zehn Meter hohen Hallen der Firma stapeln sich Kartons, Tüten, Beutel, Paletten, Luftpolster und Styroporteilchen – eben alles, was man als gut sortierter Verpackungsmittelhändler so auf Lager haben sollte. Hinzu kommt all das, was TransPak für Kunden hütet, die selbst keine großen Lagerräume haben und daher auf Abruf beliefert werden wollen. Sechs LKW schwärmen von hier täglich zu Abnehmern in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland aus. Das Unternehmen betreut rund 2200 Kunden im Südwesten der Bundesrepublik. Zu denen gehören nicht nur Großabnehmer aus der Industrie, sondern auch kleinere Unternehmen bis hin zum Ebay-Händler. Dadurch, dass Bestellungen im Internet zu einem steigenden Paketversand führen, hat sich TransPak ein neues Geschäftsfeld erschließen können. Für ihre Abnehmer produziert die Firma sogar individuell bedruckte Pakete. Ebenso individuell sind die Speziallösungen. Wenn ein Kunde ein neues Produkt herausbringt und dafür eine besondere Verpackung haben möchte, setzen sich Designer von TransPak zur Ideensuche mit ihm zusammen. Die Firma stellt die Verpackungen also nicht nur selbst her, sondern entwickelt sie vorher auch und prüft sie hinterher in Testläufen quasi „auf Herz und Nieren“. Den Kunden im Südwesten sagt das offenbar zu. Darauf lässt die Tatsache schließen, dass kaum eine andere Niederlassung der TransPak-Gruppe in den vergangenen Jahren so stark gewachsen ist wie die in Kaiserslautern. Der Umsatz stieg von 1,15 Millionen Euro in 2002 auf sechs Millionen Euro in 2013. In der gleichen Zeit erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter von zwölf auf 19. Das lässt auch die Herzen von Oberbürgermeister Klaus Weichel und dem Chef der Wirtschaftsförderung, Walter Scherer, höher schlagen. Bei einer Betriebsbesichtigung am gestrigen Dienstag betonte Letzterer, dass die anfänglichen Zweifel an der Ansiedlung eines „Logistikunternehmens“ im IG Nord passé seien. Oft würden solche Firmen viel Platz in Anspruch nehmen, aber nur wenige Arbeitsplätze schaffen. Bei TransPak sei das aber mittlerweile definitiv nicht mehr der Fall. (yns)

x