Stadtleben RHEINPFALZ Plus Artikel Vater Schreiner, Mutter Tischlerin – Felix Dettinger gewinnt Preis mit Gesellenstück

Hat mit dem Raumteiler sein handwerkliches Können bewiesen: Felix Dettinger.
Hat mit dem Raumteiler sein handwerkliches Können bewiesen: Felix Dettinger.

Der junge Mann kann stolz auf seine handwerkliche Leistung sein: Mit einem Raumteiler aus Holz und Mineralwerkstoff hat Felix Dettinger den ersten Platz beim Landeswettbewerb „Die Gute Form“ in Mainz belegt.

Beim Leistungswettbewerb des Verbandes der Tischler und Schreiner hatten 18 Teilnehmer ihre Gesellenstücke eingereicht. Für Felix Dettinger aus Kaiserslautern bedeutet die Erstplatzierung neben der Wahl des richtigen Ausbildungsberufes ein Meilenstein für seinen weiteren beruflichen Werdegang.

„Mein Vater ist Schreiner, meine Mutter Tischlerin“, erzählt der 21-Jährige. Als sei ihm der Beruf mit in die Wiege gelegt, hat sich Dettinger bereits in jungen Jahren für die Arbeit seiner Eltern interessiert. Nach der Fachhochschulreife, die der heutige Spieler der ersten Mannschaft des TuS Dansenberg auf dem Sportzweig des Heinrich-Heine-Gymnasiums erworben hat, hat er sich bei der Firma Barz im Gewerbegebiet West für eine Ausbildung zum Tischler entschieden. Ein Unternehmen, das Einzelmöbel für private Räume, Büro- und Objekteinrichtungen fertigt.

Zur Anfertigung seines Gesellenstücks hatte Dettinger einschließlich Planung, Zeichnungen der Schnittebenen und Anfertigung zwei Wochen Zeit. Auch wenn ihm die Handhabung eines CAD-Planungsprogramms in seinem Handwerk nicht fremd ist, hat er die Pläne für sein Möbelstück klassisch mit Feder und Tusche gezeichnet. Klar, dass sein Ausbildungsbetrieb ihn mit so guten Leistungen übernommen hat. Jetzt strebt Dettinger seinen Meister im Tischlerhandwerk an. Darüber hinaus weiß der junge Mann genau, was er will: „Ich möchte Berufsschullehrer mit den Fächern Holztechnik und Sport werden.“

Nichts kommen lässt er über seine schulische Ausbildung an der Berufsbildenden Schule I Technik in Kaiserslautern. „Wir waren leistungstechnisch eine gute Klasse.“ Dass sich zu wenig Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk interessieren, kann er nachvollziehen. Die Bezahlung während der Ausbildung sei oft „miserabel“ und liege bei manchen Betrieben teilweise unter dem Mindestlohn.

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