Kaiserslautern Urnenwände: Stadtrat gegen Pilotprojekt
Anita Anspach-Olfers (SPD) hielt ein Plädoyer für einen Pilotversuch in Siegelbach und auf der Erzhütte. Auf den dortigen Friedhöfen könne man doch einen Test wagen und je eine Urnenwand aufstellen, wo sich das doch die Ortsbeiräte – und die Bürger – wünschten. Anspach-Olfers: „Im Landkreis sind die Urnenwände sehr beliebt.“ Ihre Parteikollegin Petra Janson-Peermann bat ebenfalls um Zustimmung für eine solche Lösung. Man könne ja die Urnengräber in der Wand vorab bezahlen lassen und so reservieren: „Lassen Sie uns den älteren Herrschaften diesen Wunsch erfüllen.“
Die beiden Sozialdemokratinnen stießen auf Widerstand. Unter anderem von Stefan Glander (Linke): „In einer ausführlichen Veranstaltung der Verwaltung ist klargemacht worden, wieso das für Kaiserslautern nicht passt.“ Wer den Pflegeaufwand von Gräbern scheue, könne sich für ein Rasengrabfeld entscheiden. „Sie haben gerade Steuererhöhungen zugestimmt und wollen sich nun solche Pilotprojekte leisten?“, fragte Brigitta Röthig-Wentz (FDP). Und für die FWG verwies Gabriele Wollenweber auf die verschiedenen bereits vorhandenen Bestattungsformen bis hin zum Ruheforst: „Wenn wir das in einem oder zwei Ortsteilen machen, dann wollen das alle. Wo fängt man da an, wo hört man auf?“ Der Stadtrat lehnte den Pilotprojekt-Vorschlag ab und folgte der Empfehlung der Verwaltung, generell keine Urnenwände umzusetzen.