Kaiserslautern Unsere Schutzheiligen: Nikolaus, der Gabenbringer

Tut Gutes: Der Heilige Nikolaus, hier eine Statue aus Ramstein, wird oft mit Kindern in einem Fass, die er gerettet hat, dargest
Tut Gutes: Der Heilige Nikolaus, hier eine Statue aus Ramstein, wird oft mit Kindern in einem Fass, die er gerettet hat, dargestellt.

In der Serie „Unsere Schutzheiligen“ stellen wir heute den Schutzpatron der Kirchengemeinde Ramstein, den Heiligen Nikolaus vor.

Gedenktag:

6. Dezember. Nikolaus wurde um 280/286 in Patara (Türkei) geboren. Gestorben ist er zwischen 345 und 351 in Myra, dem heutigen Demre in der Türkei. Gesicherte historische Nachrichten über sein Leben und Wirken gibt es nicht. Mit 19 Jahren soll er zum Priester geweiht worden sein. Als seine Eltern an der Pest starben, verteilte er ihr Vermögen an die Armen. So bewahrte er mehrere junge Frauen vor der Sklaverei, indem er heimlich Gold durch Fenster und Kamin ihrer Wohnungen warf, berichtet die Legende. Er pilgerte ins Heilige Land und wurde nach seiner Rückkehr von der Gemeinde zum Bischof von Myra gewählt. Die Legende bezeichnet ihn als temperamentvollen Streiter und zugleich als geschickten Diplomaten. Er soll Seeleute aus Seenot gerettet, Myra vor einer Hungersnot bewahrt und drei Kinder zum Leben erweckt haben, die ein habgieriger Metzger in ein Pökelfass gesteckt hatte. Unzählige Legenden und Erzählungen ranken sich um den Heiligen, für den gutes Tun, Nächstenliebe, uneigennützige Hilfsbereitschaft für schutzbedürftige und arme Menschen zu den zentralen Werten gehörte. Sein Kult ist seit dem sechsten Jahrhundert in Myra und Byzanz nachweisbar, ab dem zehnten Jahrhundert auch in Deutschland, Frankreich und England. Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer für Kinder belegt. Darstellung: Als Bischof mit drei Goldkugeln, drei Broten, drei Äpfeln, einem Fass mit drei Knaben darin, mit Schiffen, Steuerrad oder Anker. Die heute übliche Darstellung mit rotem Mantel, Zipfelmütze und weißem Bart entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert. Patron: von Russland und Lothringen, der Kinder, Seeleute, Jungfrauen, Rechtsanwälte, Notare, Apotheker, Bierbrauer, Prostituierten, Reisenden und Kaufleute; angerufen für eine gute Heirat, gegen Seenot und zur Wiedererlangung gestohlener Gegenstände. Bauernregel: Fließt zu St. Nikolaus noch Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft. Die Serie Die Schutzpatrone der katholischen Pfarreien und Kirchengemeinden im „Marktplatz regional“-Gebiet stellen wir in der Reihe „Unsere Schutzheiligen“ vor.

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