Kaiserslautern Unfallflucht und Parkrempler

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Mehr Einwohner und mehr zugelassene Fahrzeuge als 2013, dennoch weniger Unfälle: Auf diesen Nenner lässt sich die Unfallstatistik des Polizeipräsidiums Westpfalz für das Jahr 2014 in Kaiserslautern bringen.

Am 1. Januar 2014 waren 100.052 Personen mit Erstwohnsitz in Kaiserslautern gemeldet, etwas mehr als ein Jahr zuvor, zusätzlich wohnen etwa 15.000 Angehörige der US-Streitkräfte in der Stadt. Die Anzahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge übersprang im Laufe des Jahres erstmals die Grenze von 60.000, am Jahresende waren 60.960 Fahrzeuge registriert. Dennoch gingen die Verkehrsunfälle in der Stadt zurück, von 4397 im Jahr 2013 auf 4374, wie Wolfgang Schäfer, Leiter der Polizeiinspektion II in der Logenstraße, und Thomas Heil, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion I in der Gaustraße, gestern ausführten. Nach steigenden Unfallzahlen 2010 und 2011 sei der Trend in der Stadt wieder rückläufig. Aus der umfangreichen Statistik des Polizeipräsidiums griff Schäfer zwei Aspekte heraus: Die Fahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss sowie das Thema Unfallflucht. Bei 51 Unfällen war Alkohol im Spiel (neun Fälle weniger als 2013), bei vier Unfällen (2013: neun) spielten Drogen eine Rolle. Der Rückgang ist nach den Worten von Schäfer auf umfangreiche Kontrollen zurückzuführen. 2014 seien 286 Fahrer unter Alkoholeinfluss aus dem Verkehr gezogen worden, zusätzlich seien 138 Fahrer ertappt worden, die Drogen konsumiert hatten. Darüber hinaus habe die Polizei rund 300 Leuten, die sich alkoholisiert ans Steuer setzen wollten, die Autoschlüssel weggenommen – allein 115 mal in der Zollamtstraße jungen Fahrern nach dem Besuch der Disco. Somit sei über 700 Mal verhindert worden, dass Fahrer unter Drogen oder Alkohol am Straßenverkehr teilnehmen und womöglich einen Unfall verursachen. Dass viele Fahrer, die unter Drogeneinfluss standen, gestellt wurden, führt Schäfer auf die wachen Augen der Polizisten zurück. Die seien gut geschult und merkten mittlerweile schnell, wenn Drogen im Spiel sind. Zum Thema Unfallflucht führt die Statistik 966 Unfälle auf, bei denen sich die Fahrer von der Unfallstelle entfernten, ein nahezu identischer Wert im Vergleich zum Vorjahr (915). In den Jahren 2011 und 2012 gab es jeweils über 1000 Karambolagen mit Unfallflucht. Die Zahlen für 2014 seien ein sehr hoher Wert, statistisch gesehen flüchte bei fast jedem fünften Unfall der Fahrer, sagt Schäfer. Fahren ohne Führerschein oder unter Drogen spiele dabei eine untergeordnete Rolle, vielmehr stünden wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund – dann von der Versicherung hochgestuft zu werden. Die meisten Unfälle mit Fahrerflucht ereigneten sich auf Parkplätzen beim Ein- oder Ausrangieren. Die Polizei hat laut Schäfer deshalb eine Kampagne gestartet und legt Leuten nahe, nach dem Einparken auf Parkplätzen die Kennzeichen der Wagen nebenan zu notieren oder Fotos mit dem Handy zu machen. So komme die Polizei oft auf die Spur des Unfallflüchtigen und könne Lackproben nehmen. (dür)

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