Kaiserslautern Und was meinen Sie dazu?

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Gerne erinnert sich Stephan Herbach an das Nähgeschäft, das seine Oma nach dem Krieg in Erlenbach betrieb. Das ist lange her. Auch wenn sich Erlenbach verändert hat, die gute und ruhige Lage des Stadtteils am Waldrand sei geblieben, bricht er eine Lanze für seinen Heimatort, in dem er aufwuchs und in dem er heute seinem Beruf als Steuerberater nachgeht. Der 50-jährige Diplom-Betriebswirt trat in die Fußstapfen seines Vaters, des Steuerberaters Gerhard Herbach. Der führt seit 1962 ein Steuerbüro in Erlenbach. Im Jahr 2000 haben sich Vater und Sohn als Partner zusammengetan. Die stadtnahe Lage des Ortsteils komme Jugendlichen und Erwachsenen zugute, findet Stephan Herbach. Die Busanbindung sei gut. Jede halbe Stunde verkehre ein Bus in die Stadt. Früher habe die Nahversorgung gestimmt. „Heute gibt es gerademal eine Bäckereifiliale.“ Ein Wandel, der zu Lasten der älteren Generation gehe. Handwerk und freie Berufe seien im Ort noch vertreten. Auch seien mit der Pfeiffer Sitzmöbel GmbH und Loomis Products, einem Unternehmen aus dem Maschinenbau, Fertigungsbetriebe mit einem großen Vertriebsnetz in Erlenbach ansässig, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen würden. Gehalten habe sich über die Jahre das Vereinsleben. „Die Vereine tragen in Erlenbach wesentlich zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben bei.“ Mit seiner Frau und seiner schulpflichtigen Tochter gehört Stephan Herbach seit vielen Jahren dem Fußballverein an. Dieser verstehe nicht nur zu spielen und zu feiern. „Der FC Erlenbach versteht auch zu helfen“, verweist er auf ein Benefizspiel „Für Andrea“. Es soll im Mai zugunsten einer medizinischen Unterstützung der schwer erkrankten Ehefrau eines Fußballspielers ausgetragen werden. Mitgeprägt werde das Ortsgeschehen vom Leben in der protestantischen Gemeinde. Dass sich der Orgelbauverein erfolgreich für den Erhalt einer historischen Walcker-Orgel, die einzige in der Westpfalz, stark gemacht habe, zeuge von einer großen Verbundenheit mit dem spirituellen Mittelpunkt von Erlenbach. Was der Schatzmeister der TSG im Kaiserslauterer Buchenloch, bei der er viele Jahre Fußball gespielt hat, bedauert, ist die Schließung der „Husarenschänke“ in der Theo-Barth-Halle. „Es war eine gut besuchte Gaststätte, die mit ihren Freisitzen, ruhig am Wald gelegen, in den Sommermonaten eine kleine Oase für Auszeiten bot.“ (jsw/Foto: view)

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