Kickboxen Und rauf aufs Podest ...
Der Name Herzog ist in der Welt der Kickboxer und der Taekwondo-Sportler schon lange kein unbekannter. Kim Herzog, Trainer und Inhaber der Ramsteiner Kampfsportschule „Kampfkunst Herz“, selbst mehrfacher Weltmeister, hat gerade in diesem Jahr einige seiner Schüler bis in die Weltspitze gebracht, darunter seine Frau Sarah (Ü35) und Tochter Zoé (U18). Beide besitzen mehre internationale Titel und legten im Sommer in ihren Klassen je einen weiteren Weltmeistertitel im Taekwondo obenauf.
Gewinnen scheint in der Familie Programm oder durch effektives und gutes Training einfach logisch zu sein. Jedenfalls haben nun auch die beiden jüngsten Mitglieder der Familie Herzog in Hamburg gezeigt, wo sie hinwollen – rauf aufs Podest, ganz nach oben. Im Point Fighting beherrschte die zehnjährige Zooni-Lou Herzog ihre Altersklasse (U13 bis 28 kg) nach Belieben. Das Finale konnte sie sogar durch technische Überlegenheit mit 14:4 Punkten gewinnen. Der achtjährige Bruder Orell zog in der Altersklasse (U10 bis 27 kg) alle Register und nahm ebenfalls den Sieg mit nach Hause. Die jüngsten Herzogs haben mit ihrem Mattenauftritt beim Bundestrainer ziemlich Eindruck hinterlassen. Er hat sie gleich mal für den nächsten Sichtungslehrgang für Kinder vorgemerkt.
Regelkunde
„Es ist ähnlich wie Fechten, oder Karate. Nach jedem Treffer wird der Kampf unterbrochen und es werden Punkte verteilt. Einen Punkt für jeden Treffer mit der Hand und für Fußtreffer zur Körpermitte. Zwei Punkte für einen Fußtreffer zum Kopf. Hier kommt es besonders auf taktisches Kämpfen und Schnelligkeit an“, erläutert der Trainer und Vater Kim Herzog, was sich hinter Point Fighting verbirgt.
Der vom DOSB, dem Deutschen Olympischen Sportbund anerkannten Kickboxverband WAKO, bezeichnet diese Sportart als Weiterentwicklung aus den traditionellen Kampfarten, die weit über die Gepflogenheiten der traditionellen Systeme hinausgeht und zum Ziel hat, ein freies, unabhängiges und sportliches, weltweites und gleichberechtigtes Wettkampfsystem zu verwirklichen.
Für Kim Herzog geht nach dem überaus erfolgreichen Jahr der Trainerblick schon nach vorne. „Ziel ist es, dass neben Zoé in Zukunft auch Zooni-Lou und Orell für Deutschland bei Europa- und Weltmeisterschaften an den Start gehen. Und falls WAKO-Kickboxen olympisch wird, dann ist Olympia das Ziel.“