Kaiserslautern Umzug abgeschlossen
Eine Konstante in Erlenbach ist die Freiwillige Feuerwehr. Seit dem Umzug der Feuerwehr von ihrem in die Jahre gekommenen Quartier in der Ortsmitte in ihr neues Gerätehaus neben der Theo-Barth-Halle ist die Feuerwehr technisch nicht nur auf dem neuesten Stand, auch sind die Wehrleute mit ihrem neuen Standort voll zufrieden.
„Wir sind glücklich“, sagt Thomas Heinrich, seit einem halben Jahr kommissarischer Zugführer der zurzeit 16-köpfigen Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Erlenbach. Über 20 Jahre habe es gebraucht, bis die Feuerwehr im Sommer 2015 aus ihrem nicht mehr zeitgemäßen Domizil neben der alten Eiche in ihr neu errichtetes Gebäude neben der Mehrzweckhalle ziehen konnte. „Eine moderne Unterkunft für Mannschaft und Gerät“, verweist Heinrich auf eine große Fahrzeughalle für zwei Fahrzeuge und einen Anhänger. Die wird durch Sanitärräume, eine großzügige Umkleide, einen Unterrichtsraum und einen Abstellraum ergänzt. Weniger zufrieden ist Heinrich mit der Zugstärke. „Das Soll von 27 Wehrleuten haben wir noch nicht erreicht“, bedauert er die mangelnde Bereitschaft Erlenbacher Bürger, sich bei der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren. Erlenbach sei ein reiner Wohnort mit nur wenig Gewerbe. Folglich gingen die Erlenbacher außerhalb des Ortes ihrer Arbeit nach. Im Ernstfall sei es schwierig, mit einem kompletten Zug auszurücken. Gleichwohl gebe es Menschen, die sich tagsüber zuhause aufhalten und gerne etwas Vernünftiges machen wollten, denkt er über Schichtarbeiter, rüstige Rentner, Hausfrauen und Arbeitslose nach, die sich bei der Freiwilligen Feuerwehr einbringen könnten. Der gelernte Industriemechaniker, der seit 2001 der Freiwilligen Feuerwehr Erlenbach angehört und zwischenzeitlich sein Hobby bei der Feuerwehr der US-Armee zum Beruf gemacht, betrachtet sein Ehrenamt als aktiven Beitrag zum Bevölkerungsschutz. Handwerkliche und geistige Fähigkeiten seien bei der Feuerwehr zu erlernen. „Viel fürs eigene Leben.“ 2017 ist die Freiwillige Feuerwehr Erlenbach insgesamt 29 Mal zu Einsätzen ausgerückt. Nicht alle galten Schadensereignissen im eigenen Stadtteil. 2018 waren es bislang 32 Einsätze, bei denen die Wehr gefordert war. Unwetter mit Überflutungen von Straßen und Kellern hätten nicht nur der Innenstadt zugesetzt. Technische Hilfe leisteten die Einsatzkräfte auch vor Ort in Erlenbach, verweist Heinrich auf die Hanglage des Stadtteils. Oberflächenwasser, das die Hänge runterlaufe, führe bei Starkregen regelmäßig zu überfluteten Straßen und Kellern. Mal sei es ein Wohnungsbrand, mal ein Flächenbrand, mal ein Verkehrsunfall, zu denen die Feuerwehr gerufen werde und Hilfe leiste. Stets verlassen kann sich die Freiwillige Feuerwehr Erlenbach auf die Unterstützung der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern und der Freiwilligen Feuerwehr Morlautern. „Wir sind eine Feuerwehr“, betont Heinrich. In einer Dorfgemeinschaft hat die Feuerwehr auch eine soziale Funktion. Mit von der Partie sind die Männer, wenn es darum geht, den Kerweumzug und den Martinszug mitzugestalten, Hilfe zu leisten beim Aufstellen des Weihnachtsbaums und des Maibaums. Ebenso beim Kubb-Turnier, das der Sportverein ausrichtet. Mit Thomas Heinrich steht der Freiwilligen Feuerwehr ein gebürtiger Erlenbacher vor. „Erlenbach ist mein Zuhause“, sagt der 36-Jährige stolz. Wohnhaft ist er im älteren Teil des Welchentals. Was ihm an seinem Wohnort so gefällt, sind der „typische Dorfcharakter“ und die Nähe zur Stadt. Bedauerlich findet er die Grundversorgung im Ort. Auch, dass zwischenzeitlich die Gaststätte „Jahnstube“ im Turnerheim geschlossen hat. „Verbleibt noch das Sportheim, die letzte noch geöffnete Gastwirtschaft.“ Seine Einkäufe erledigt er in Otterberg. Nicht einfach hätten es junge Familien, die nach einem Grundstück für ein Eigenheim Ausschau halten. „Ein Neubaugebiet wäre toll.“ Thomas Heinrich, der sich seit geraumer Zeit zusammen mit seiner Partnerin nach einem Bauplatz in Erlenbach umschaut, wurde noch nicht fündig.