Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS verschläft die Anfangsphase

Traf viermal für den TuS: Felix Dettinger.
Traf viermal für den TuS: Felix Dettinger.

Zum Auftakt der englischen Woche im Kampf um den Aufstieg in die Zweite Handball-Bundesliga hat der TuS Dansenberg am Sonntag eine vermeidbare 25:31 (13:15)-Niederlage beim HC Oppenweiler/Backnang quittiert. Bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) steht das richtungsweisende Heimspiel gegen Schlusslicht TSB Heilbronn-Horkheim auf dem Programm.

Dansenberg lief in Oppenweiler mit Trauerflor zu Ehren des kürzlich verstorbenen Heiko Benkel auf. „Heiko war die gute Seele des Vereins. Er war immer da und hat den Laden auch in schwierigen Zeiten zusammengehalten“, so TuS-Sprecher Michael Holstein. Benkel war Mitglied der Mannschaft, die 1983 erstmals den Aufstieg in die Zweite Bundesliga schaffte und war danach unter anderem als Trainer, Schiedsrichter, Betreuer und Jugendleiter bei den Westpfälzern tätig. Angesichts des tragischen Ereignisses geriet die Partie fast zur Nebensache.

„Wir haben uns viel vorgenommen für das Spiel. Die Jungs waren sehr motiviert, sehr emotional und auch sehr leidenschaftlich das ganze Spiel über. Leider haben wir die Anfangsphase etwas verschlafen“, analysierte TuS-Coach Steffen Ecker, der sich bereits nach zehn Minuten dazu gezwungen sah, beim Stand von 2:8 die erste Auszeit zu nehmen.

Sand im Getriebe

Dansenberg wollte in der Anfangsphase zu viel und fand in der Abwehr keinen Zugriff. Auch im Spiel nach vorne war viel Sand im Getriebe. Nach über sieben Minuten ohne Torerfolg brach Julius Rose mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:4 (8.) den Bann. Es sollte das einzige Tor des technisch versierten Rückraumspielers an diesem Abend gewesen sein. Der 21-Jährige ist weiter auf der Suche nach seiner Form, die ihn in den ersten drei Spielen der dann vorzeitig abgebrochenen Hauptrunde ausgezeichnet hat.

Gefahr ging aus der zweiten Reihe nur von Robin Egelhof (6 Tore) aus. Über außen traf Wirbelwind Felix Dettinger (4) am häufigsten. Das war jedoch zu wenig, um den ersehnten Auswärtssieg zu holen. Kritik gab es von Dansenberer Seite an der ein oder anderen Entscheidung der beiden jungen Schiedsrichter. Während Marco Holstein nach einer verunglückten Abwehraktion Mitte der ersten Halbzeit die Rote Karte sah, kam der Gegenspieler von Raphael Guden nach einer harten Attacke mit einer Zwei-Minuten-Strafe davon. Der Luxemburger wurde im Gesicht getroffen und musste mit stark blutender Nase vom Feld geführt werden. Das Spiel war für den Luxemburger damit gelaufen.

Zurückgekämpft

„Wir kämpfen uns dann super zurück. Auch in der zweiten Halbzeit, nach dem frühen Rückstand, sind wir bis zum Schluss im Spiel, bis es uns dann wegläuft. Wir haben uns leider nicht belohnt“, haderte Ecker nach der zweiten Niederlage im vierten Spiel. Dansenberg war drauf und dran, den zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand (13:18/15.) wettzumachen und kam zehn Minuten vor dem Ende durch Nils Röller zum 22:23-Anschlusstreffer. Mit einem Mann weniger auf der Platte hielten sich die Hausherren nach einer Zeitstrafe gegen Philipp Schöbinger schadlos und setzten zum spielentscheidenden 4:0-Lauf an (27:22/54.). Für eine dritte Aufholjagd fehlte Dansenberg der Glaube, wodurch die Niederlage letzten Endes um drei bis vier Tore zu hoch ausfiel.

Jetzt zwei Siege

Gegen Horkheim wird sich die Ecker-Sieben am Mittwoch nicht wieder eine kollektive Auszeit gönnen dürfen, wenn sie die Platte als Sieger verlassen will. Die mit drei Niederlagen in Folge gestarteten „Hunters“ haben sich am Samstag mit einem 40:35-Erfolg im Schützenfest gegen den VfL Pfullingen zurückgemeldet und haben als Tabellenletzter in der Westpfalz nichts mehr zu verlieren.

„Wir haben noch alles selbst in der Hand. Mit zwei Siegen können wir die Qualifikation für die Play-offs schaffen. Das ist das Ziel diese Woche“, zeigte sich Ecker bereits kurz nach der Partie in Oppenweiler schon wieder kämpferisch.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Klier/Klein/Huber (Tor), Egelhof (6), Röller, Dettinger (je 4), Foege (3), Schwenzer (2/2), Bösing (2), Serwinski, Rose, Claussen, Kiefer (je 1), Holstein, Megalooikonomou, Guden

Spielfilm: 4:0, 8:2, 8:6, 11:10, 15:13 (Halbzeit), 18:13, 20:19, 23:22, 27:24, 31:25 (Ende) – Zeitstrafen: 5:5 – Siebenmeter: 3/5 - 2/3 - Rote Karte: Marco Holstein (Dansenberg, 18.) – Beste Spieler: Egelhof – Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen

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