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TuS Hohenecken: Nach der Pause wie umgewandelt
An die 200 Zuschauer lockte die Verbandsligapartie an diesem warmen Samstagabend im Spätseptember auf das weiträumige Hohenecker Sportgelände. Darunter viele Fans der Gästemannschaft, die dann auch ihr Team lautstark unterstützten. So stand der TuS in der dritten Ligapartie vor einer anspruchsvollen Aufgabe, traf er doch auf einen Gegner, der im ersten Spiel den von vielen als Titelfavoriten Nummer eins gehandelten SC Idar-Oberstein bezwungen hatte.
Im Hohenecker Lager hoffte man, dass die Truppe von Benny Hassenfratz sich anders als bei der mut- und kraftlosen Vorstellung gegen den Stadtrivalen Morlautern zeigen würde. Selbstvertrauen hatte sie ja im zweiten Ligaspiel mit dem Pflichtsieg in Rieschweiler (1:0) getankt.
Zu zögerlich im Abschluss
Doch nach einem selbstbewussten und offensiven Auftritt des Heimteams sah es in der ersten Halbzeit überhaupt nicht aus. So lief nach vorne so gut wie gar nichts, und hinten geriet die Hohenecker Abwehr mit zunehmender Spieldauer in Bedrängnis. Vor allem durch den schnellen Alexander Tiedtke, der mit langen Bällen auf die Reise geschickt wurde, beim Abschluss aber, zum Glück für den TuS, zu zögerlich zur Sache ging. Auch die Eckbälle häuften sich, die alle vom ideenreichen Spielmacher der Gäste, von Benjamin Schmell, getreten wurden. Als der den fünften in Richtung TuS-Strafraum beförderte, schlug es im Kasten von Philipp Heimler ein (38.). Ein Kopfballtreffer des Kapitäns Felix Frantzmann.
Weckruf in der Pause
„Wir haben es versäumt, in der ersten Halbzeit das zweite Tor zu machen“, haderte nach der Partie der Trainer der SG, Tobias Lautz, zu Recht mit der schlechten Chancenverwertung seines Teams. Seinem Gegenüber Benny Hassenfratz gelang es in der Halbzeitpause, seine im Angriff überaus harmlose Mannschaft „aufzuwecken“. „Das Spiel ist noch nicht vorbei“, gab er den Seinen mit auf den Weg in die zweite Hälfte. Und tatsächlich spielte der TuS auf einmal wie umgewandelt: Er kämpfte, zeigte mehr Leidenschaft und setzte die Gäste gehörig unter Druck. Doch bis zu dem aus Sicht der Heimelf erlösenden Ausgleichstreffer dauerte es noch ein Weile: bis zur 79. Minute. Da kamen die Hohenecker durch einen schnell inszenierten Angriff zum verdienten Ausgleich. Eingeleitet vom mächtig aufdrehenden Mittelfeldspieler Michael Müller. Dessen Zuspiel erreichte Marcel Walzer, der in den Strafraum eindrang und per Querpass Leon Krüger bediente: 1:1. Der Torschütze schilderte den entscheidenden Moment so: „Ich dachte zuerst, Marcel macht es selbst, doch dann hat er rübergeschaut, und ich wusste, er spielt den Ball zu mir. Der Rest war einfach. Ich brauchte ihn nur noch über die Linie zu schieben.“
Marcel Walzers Pfostenschuss
Klar, dass die Hohenecker gegen die schwächelnden Gäste mehr als ein Remis wollten. Und fast wäre Walzer noch zum Matchwinner avanciert. Aber sein Distanzschuss landete am Pfosten (89.).
Verbandspokalspiel am Mittwoch
„Wäre das Spiel noch etwas länger gegangen, wir hätten es gewonnen“, war sich Hassenfratz später sicher. Die Gäste wollten dagegen die Partie „schnell abhaken“ und richteten den Blick auf ihr nächstes Spiel, das sie am Dienstag zu Hause in der vierten Verbandspokalrunde gegen keinen Geringeren als den 1. FCK bestreiten. Auch der TuS ist im Pokal gefordert, am Mittwoch (19.30 Uhr) empfängt er den FC Bienwald Kandel.