Handball
TuS Dansenberg will Wiedergutmachung beim Heimauftakt gegen Ferndorf
Kaiserslautern. „Im ersten Heimspiel wollen wir nach dem verkorksten Saisonstart zeigen, was wir können. Wir wollen der Liga und dem Umfeld zeigen, dass wir es besser können.“ So äußerte sich TuS-Kapitän Sebastian Bösing (28) nach der desaströsen 36:22-Auswärtsniederlage gegen den TuS 82 Opladen zum Heimauftakt gegen den TuS Ferndorf. Eine Einstellung, die wohl jeder Dansenberger teilen dürfte.
Bereits bei Bekanntgabe des Spielplans war klar, dass es ein schwerer Start in die Saison 2023/24 werden würde. Nach dem verpatzten Auftakt empfängt der TuS an diesem Samstag einen der drei Topfavoriten auf die Meisterschaft in der Layenberger Sporthalle (20 Uhr). Ferndorf spielte zuletzt in der Saison 2021/22 in der Zweiten Bundesliga, belegte in der vergangenen Drittliga-Runde den zweiten Platz hinter Überraschungsmeister Hanau und startete standesgemäß mit einem 35:31-Sieg gegen die HG Saarlouis in die Saison. Bester Werfer war dabei Josip Eres mit zwölf Toren.
Spiel aus Vorsaison macht Mut
Die Gastgeber gehen „ganz klar als Außenseiter“ (TuS-Trainer Thomas Weber) in die Partie, doch „in Dansenberg wird es für jeden Gegner ungemütlich“ (Bösing). Das zeigte sich auch im letzten Jahr, als Ferndorf am sechsten Spieltag der abgelaufenen Saison in Dansenberg gastierte. Die Hausherren, damals noch unter der Leitung von Coach Frank Müller, spielten groß auf und zeigten über weite Strecken des Spiels ihre beste Leistung der gesamten Runde. Insbesondere Starspieler Jan Claussen (31) überragte mit elf Toren. Es gelang dem TuS bereits früh, die Kontrolle über die Partie zu gewinnen und sich einen Vorsprung zu erarbeiten, kein einziges Mal lagen die Gäste in Führung. Bis zum Ende der ersten Halbzeit hatte sich die Heimmannschaft eine Sechs-Tore-Führung erarbeitet.
Auch in der zweiten Spielhälfte waren die Dansenberger klar besser und führten nach 47 Minuten mit 25:17. Doch es sollte nicht ausreichen für den Sieg. Die Kräfte schwanden, und so gelang es Ferndorf, durch ihre individuelle Qualität, den Acht-Tore-Rückstand in der Schlussviertelstunde noch aufzuholen und nur drei Sekunden vor Spielende auszugleichen. Trotz des bitteren Endes eine starke Leistung des TuS. Auf eine ähnlich starke Leistung hofft Trainer Weber auch dieses Mal: „Für uns heißt es erst einmal, die Fehler von letzter Woche zu minimieren und dann zu versuchen dem TuS Ferndorf so lange wie möglich das Leben schwer zu machen“, sagt er.
Oberliga-Team des TuS am Sonntag gegen Saulheim
Das Rückspiel in der vergangenen Saison endete erwartbar deutlich mit einem 42:27-Sieg für Ferndorf. Es war der Höhepunkt der Verletztenmisere beim TuS, der nur mit einem kleinen Rumpfkader antreten konnte. Sogar Kreisläufer Sebastian Bösing musste im Rückraum aushelfen. Bösing hofft am Samstag auf „lautstarke Unterstützung von den Fans im Stehblock“, zudem wird den Zuschauern rund um die Partie einiges geboten sein.
Nachdem die erste Herrenmannschaft bereits am vergangenen Samstag in die Saison gestartet ist, steht nun auch für das Perspektivteam des TuS das erste Spiel der neuen Runde an. In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar empfangen die Dansenberger am Sonntag (18 Uhr) die SG Saulheim in der Layenberger Sporthalle. Co-Trainer Patrick Schulze ist zufrieden mit der Vorbereitung seines Teams: „Man muss den Jungs ein großes Kompliment machen, sie sind alle hochmotiviert und wollen Leistung zeigen, im Training und in den Testspielen ist richtig Zug drin. Viele haben die Vorbereitung genutzt um zu zeigen was sie könne, so wie Mittelmann Jan Simgen (21).“
Wohl wieder gegen den Abstieg
Trotz der guten Vorbereitung wird die „Zweite“ wie bereits in der vergangenen Saison gegen den Abstieg spielen: „Es wird einen heißen Kampf zwischen fünf bis sechs Teams geben. Wichtig wird sein, dass wir in den Heimspielen punkten, zuhause sind wir stärker als in der Ferne“, sagt Patrick Schulze.
Saulheim ist ein willkommener erster Gegner für den TuS. In der vergangenen Saison sicherte sich die Mannschaft von Coach „Theo“ Megalooikonomou mit einem Unentschieden in Saulheim den Klassenverbleib. Besonders zu beachten bei den Gästen ist Darren Weber, der laut Schulze „einer der besten Mittelmänner der Oberliga ist“. Schulze sieht die SG als Mittelfeldklub, glaubt aber, dass „sie daheim ein schlagbarer Gegner sind“ und sieht seine Mannschaft gut gewappnet für das Auftaktspiel.