handball
TuS Dansenberg will im Derby den vierten Sieg in Folge landen
Dansenberg befindet sich in einer beachtlichen Frühform, was aufgrund des mitten in der Vorbereitung durchgeführten Trainerwechsels, verletzungsbedingter Ausfälle und den nur selten von Erfolg gekrönten Testspielauftritten nicht zwingend zu erwarten stand. Hinzu kam, dass die Mannschaft nach dem vorzeitigen Ausscheiden aus der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga von Beginn an unter Druck stand.
Guter Rat war teuer
Wo der Schuh drückte, zeigt ein kurzer Blick auf die Tabelle. Dansenberg stellte in seiner Gruppe die beste Abwehr, aber zeitgleich auch die schwächste Offensive. Im Rückraum hing zu viel von Jan Claussen und Robin Egelhof ab. Wenn einer der beiden Leistungsträger schwächelte war guter Rat teuer, auch weil Julius Rose im Formtief steckte. Dass der 21-Jährige ein exzellenter Pass- und Ideengeber ist, der über einen guten Torriecher verfügt, hat er in den bisherigen Spielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit 15 Feldtoren führt Rose die vereinsinterne Torjägerliste an.
Trainingsleistungen stimmen
Mit Torben Waldgenbach und dem erfahrenen Nuno Rebelo wurden zwei weitere Rückraumspieler verpflichtet, die dem Kader mehr Tiefe verleihen. Rebelo, der in der Vorbereitung verletzungsbedingt zwei Wochen lang nicht zur Verfügung stand, steuerte zum Auftaktsieg in Hochdorf einen Treffer bei und traf beim Kantersieg gegen Großsachsen nach seiner Einwechslung fünfmal ins Schwarze. Gegen Saarlouis blieb er zuletzt ohne Torerfolg und flog in der 40. Minute mit Rot vom Platz. Die Trainingsleistungen stimmten zuletzt. „Er braucht mit Sicherheit noch etwas Zeit, um richtig bei uns anzukommen. Wichtig ist, dass er jetzt schmerzfrei trainieren kann“, betont Christmann.
Haßloch gelang der Befreiungsschlag
Haßloch glückte nach zwei Niederlagen in Folge zuletzt der erhoffte Befreiungsschlag. Beim 29:28 gegen die bis dahin ungeschlagene SG Pforzheim/Eutingen überzeugte das Team von Trainer Thomas Müller im Angriff durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Von den insgesamt neun Torschützen traf Elvis Borodovskis (5) am häufigsten. „Kompliment an meine Mannschaft. Das Kollektiv war kämpferisch und vom Willen zu 100 Prozent bereit. Es waren Kleinigkeiten, die den Unterschied ausgemacht haben. Wir waren von der ersten bis zur letzten Sekunde etwas präsenter als die Gäste“, gab Müller nach dem ersten Saisonsieg zu Protokoll. Prominentester Neuzugang ist Kreisläufer Lino Messerschmidt, der zuletzt bei Zweitligist TV Großwallstadt unter Vertrag stand.
Vorfreude ist groß
„Wir wollen unsere Heimspiele gewinnen, egal gegen wen. Ob jemand Favorit ist, ist in einem Derby ohnehin uninteressant. Haßloch wird sicherlich alles daransetzen, um sich hier entsprechend zu präsentieren“, stellt Christmann seine Mannschaft auf eine kampfbetonte Partie ein, in der er mit seinem Team den vierten Sieg im vierten Spiel landen will. „Die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß. Wir freuen uns auf eine volle Halle.“ Bis auf Fabian Serwinski, hinter dessen Einsatz noch ein Fragezeichen steht, sind alle Mann an Bord.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Klier/Huber (Tor), Rose, Claussen, Röller, Waldgenbach, Egelhof, Kiefer, Dettinger, Bösing, Holstein, Rebelo, Schwenzer, Guden, Serwinski (?).