Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg will bei den Baggerseepiraten keinen Schiffbruch erleiden

Er fordert von seinem Team im Spiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden vollen Einsatz: Frank Müller, der Trainer des TuS Dansenbe
Er fordert von seinem Team im Spiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden vollen Einsatz: Frank Müller, der Trainer des TuS Dansenberg.

Handball-Drittligist TuS Dansenberg tritt am Samstag (19.30 Uhr) bei der HSG Rodgau Nieder-Roden an. Dass sich die Mannschaft von Trainer Frank Müller im Vergleich zu ihrem jüngsten Auftritt in allen Belangen steigern muss, liegt auf der Hand, wenn sie bei den Baggerseepiraten nicht untergehen will.

Es könnte alles so einfach sein. Dansenberg besiegte beim Saisonauftakt das HLZ Friesenheim-Hochdorf. Das wiederum setzte sich eine Woche später gegen Nieder-Roden durch. Folglich dürfte dem ersten Auswärtssieg der Schwarz-Weißen eigentlich nicht viel entgegenstehen. „Wir dürfen uns auf gar keinen Fall blenden lassen. Das Spiel hätte auch gut und gerne in die andere Richtung laufen können. Es gibt in der Dritten Bundesliga keine leichten Gegner, schon gar nicht auswärts“, stellt Müller klar. Nieder-Roden scheiterte in Hochdorf vor allem an sich selbst: Pfosten, Latte und ein glänzend aufgelegter Roko Peribonio im Tor der Gastgeber verhinderten beim 22:25 einen durchaus möglichen Sieg. „So viele freie Chancen haben wir noch nie liegen lassen. Die Niederlage war absolut überflüssig“, gab Trainer Jan Redmann im Anschluss an die Partie zu Protokoll.

„Die Einstellung muss immer stimmen“

Auch Dansenberg erlitt in der Fremde zuletzt Schiffbruch, hatte beim 19:36 in Hanau einen gebrauchten Tag erwischt. Besser gesagt: eine gebrauchte zweite Halbzeit, denn bis zur Pause hielten die Schwarz-Weißen ordentlich mit, waren über die vollen 30 Minuten in Schlagdistanz. Dass man nach der Pause dann kein Bein mehr auf den Boden bekam und bis zur 45. Minute aus dem Spiel heraus nur ein kümmerliches Törchen zustande brachte, wurmte Müller gewaltig. „Wir haben die Niederlage gemeinsam analysiert und aufgearbeitet. Wenn Du alles investierst und der Gegner einfach besser ist, ist das okay für mich. Die Einstellung muss immer stimmen, das war gegen Hanau im zweiten Durchgang leider nicht der Fall. Mit 80 Prozent Einsatz kannst Du in dieser Liga kein Spiel gewinnen, jeder muss an seine Leistungsgrenze gehen“, fordert Müller.

Jan Claussen kann den Unterschied machen

Einer der wenigen Lichtblicke war Torben Waldgenbach, der bei seinem Comeback fünf Tore erzielte. „Ich versuche immer das Positive zu sehen. Vielleicht war die Niederlage ein Dämpfer zur rechten Zeit. Schließlich haben wir viele junge Spieler im Team und stecken als Mannschaft in einem Entwicklungsprozess. Wenn jeder alles gibt, können wir in Nieder-Roden etwas mitnehmen“, fordert Müller vollen Einsatz. Jan Claussen, der beim Auftaktsieg gegen Hochdorf sieben Tore und zahlreiche Vorlagen beisteuerte, ist auch am Samstag wieder als Pass- und Ideengeber gefordert. Dass der Routinier den Unterschied machen kann, weiß man auch in Nieder-Roden und wird sich entsprechend darauf einstellen. Umso mehr sind daher wieder Claussens Nebenleute gefordert.

So spielen sie

TuS Dansenberg: Fiedler/Lüpke (Tor), Waldgenbach, Bösing, Dambach, Dietrich, Serwinski, Dettinger, Claussen, Reitemann, T. Holstein, M. Holstein

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