Handball
TuS Dansenberg: Trainer Weber trifft auf seinen Ex-Verein
Am Samstag empfängt der TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg (ab 20 Uhr, Layenberger Sporthalle) den Tabellensechsten der 3. Liga-Staffel Süd-West, die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen, die Reservemannschaft von Bundesligist HSG Wetzlar. Von 2014 bis 2018 trainierte TuS-Coach Thomas Weber das A-Jugend-Bundesligateam und ab 2018 zusätzlich noch die Zweitvertretung der HSG Wetzlar. Dabei gelang es ihm, zweimal die A-Jugend ins Finale um die deutsche Meisterschaft zu führen und einmal auch zu gewinnen. Mit entsprechender Vorfreude blickt Weber voraus: „Ein Spiel gegen alte Bekannte. Viele Spieler kenne ich noch aus meiner Zeit in Wetzlar und freue mich natürlich, sie wieder zu sehen.“
Sportlich wird es für die Pfälzer eine große Herausforderung, in der letzten Saison verlor man beide Duelle gegen Dutenhofen-Münchholzhausen. Zu Hause unterlag der TuS knapp mit 30:31, auswärts war man beim 20:27 weitgehend chancenlos. Die HSG liegt nach acht Spieltagen mit 9:7 Punkten auf einem starken sechsten Tabellenplatz. Gestartet in die Saison waren die TuS-Gäste kurioserweise mit drei 27:27-Unentschieden hintereinander. Doch seitdem folgten Siege gegen den TuS Opladen, die mHSG Friesenheim/Hochdorf und zuletzt ein beeindruckend deutliches 37:31 zu Hause gegen die HG Saarlouis.
Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar
Weber stellt die Stärken der HSG heraus: „Wir treffen auf eine individuell gut ausgebildete Mannschaft, von denen einige bereits Erstligaluft geschnuppert haben. Sie lassen den Ball gut laufen und spielen ihre Chancen gut aus. Es gilt ihre erste und zweite Welle in den Griff zu bekommen“. Dansenberg ist nach wie vor geplagt von Personalsorgen, Spielmacher Frano Vujovic wird am Montag am Meniskus operiert und fällt noch auf unbestimmte Zeit aus. Schlüsselspieler Jan Claussen hat nach anhaltenden Rückenproblemen das Training wieder aufgenommen, wird aber wohl noch nicht wieder bei hundert Prozent sein. Zudem stehen Fragezeichen hinter der Einsatzbereitschaft der Rückraum-Shooter Henrik Walb (Zerrung) und Marco Holstein, der nach einem grippalen Infekt ebenfalls stark angeschlagen ist. Weber ist dennoch optimistisch: „Wir wollen an die starke kämpferische Leistung gegen Nieder-Roden anknüpfen und uns in der Offensive steigern und unsere Wurfausbeute verbessern.“
Das Perspektivteam des TuS bekommt es derweil am Sonntag (18 Uhr, Layenberger Sporthalle) mit dem starken Oberliga-Zweiten TV Offenbach zutun. Die Vorderpfälzer sind überraschend gut in die Saison gestartet. Nach dem Verlust von Top-Spieler Niklas Klein, der in der Vorsaison mit 213 Toren zweitbester Werfer der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar war, an den VTV Mundenheim, hätte man den Vorjahressechsten eher im Mittelfeld verortet. Stattdessen ist der TVO nach sieben Spieltagen mit 11:3 Punkten Spitzenreiter HSG Rhein-Nahe Bingen auf den Fersen und präsentierte sich zuletzt mit deutlichen Siegen gegen die HSG Eckbachtal und die Südpfalztiger in prima Form.
TuS-Zweite empfängt den TV Offenbach
Offenbach hat eine sehr gut eingespielte Mannschaft, die schon seit Jahren zum oberen Mittelfeld gehört, dementsprechend geht die TuS-Zweite als Underdog in die Partie. Co-Trainer Patrick Schulze sieht seine Jungs aber nicht chancenlos: „Wir wollen an unsere gute Leistung in Illtal anknüpfen, dann haben wir zu Hause die Chance auf Punkte.“ Dabei stehen Trainer Theodoros „Theo“ Megalooikonomou wieder Routinier Steffen Kiefer sowie Kapitän und Kreisläufer Niklas Jung, der gegen Illtal schmerzlich vermisst wurde, zur Verfügung. Schulze betont die Heimstärke seiner Truppe: „Bei uns soll keiner einfach die Punkte mitnehmen, das muss richtig wehtun.“ Als Schlüssel zum Erfolg sieht er die „mannschaftliche Geschlossenheit und den absoluten Willen, das Heimspiel zu gewinnen“.