Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg startet mit jugendlichem Elan in die neue Saison

Beim TuS Dansenberg ist er ein Schlüsselspieler: der erst 20 Jahre alte Spielmacher Ben Kölsch.
Beim TuS Dansenberg ist er ein Schlüsselspieler: der erst 20 Jahre alte Spielmacher Ben Kölsch.

Die Zeit der Testspiele ist vorbei. Am Samstag wird es für den TuS in der Regionalliga erst. Im Fokus stehen dabei die Neuen, darunter drei Spieler aus der eigenen A-Jugend.

Hinter dem Regionalliga-Team des TuS Dansenberg liegt eine rund dreimonatige Saisonvorbereitung. Am Samstag (19 Uhr) steht nun das erste Pflichtspiel bei der SG Saulheim auf dem Programm.

„Die Vorbereitung war gut, alle haben mitgezogen. Auch die Leistungen in den Testspielen haben gestimmt, so konnten wir unter anderem den eine Liga über uns spielenden TV Homburg schlagen“, erläutert Theo Megalooikonomou, der Trainer des TuS Dansenberg. Das Konzept des Sportlichen Leiters Ivan Vukas, auch im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der Dritten Handball-Bundesliga in erster Linie auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, trägt der gebürtige Grieche voll mit: „Mir ist es wichtig, dass wir Spieler aus den eigenen Reihen die Möglichkeit geben, sich bei den Aktiven zu beweisen. Dazu braucht es natürlich Geduld. Es gibt in unserer A-Jugend einige talentierte Spieler, denen ich den Sprung in die Regionalliga zutraue.“

Trio aus der eigenen Talentschmiede

Drei davon sind die beiden Rückraumspieler David Rios Potrony und Vincent Uben sowie Kreisläufer Joshua Graß. Das Trio aus der eigenen Talentschmiede, der in den vergangenen Jahren bereits Profis wie Alexander Schulze und Luca Munzinger entsprangen, zählt ab dieser Spielzeit fest zum Kader. Dabei helfen, die entstandenen Lücken nach den Abgängen von Christopher Seitz, Robin von Lauppert und Felix Dettinger zu schließen, sollen auch drei externe Neuzugänge, von denen einer ein alter Bekannter ist: Yannick Kötz (25). Der Linkshänder lief bereits 2022/23 für die zweite Mannschaft des TuS auf, ehe er für zwei Jahre zu seinem Heimatverein HSG Kaiserslautern zurückkehrte. Nun wagt er den Schritt in die Regionalliga Südwest.

Marian Graff freut sich auf die neue Saison

„Yannik ist sportlich wie menschlich ein Gewinn für uns“, betont Vukas. Auch Kötz selbst blickt optimistisch auf seine Rückkehr: „Ich freue mich, mich in der Regionalliga beweisen zu können. Die Gespräche mit Ivan Vukas waren sehr positiv, und ich kenne viele Spieler noch aus meiner ersten Zeit beim TuS.“ Marian Graff (22) kam von der SG Zweibrücken, spielte zuvor beim SV 64 Zweibrücken und der VTZ Saarpfalz. Nach einer Pause aufgrund seiner Ausbildung kam der gebürtige Saarländer in den letzten drei Saisonspielen zum Einsatz und erzielte bereits seinen ersten Treffer für den TuS. „Ich freue mich auf die neue Saison und hoffe, dass ich der Mannschaft bestmöglich helfen kann, ihre Ziele zu erreichen“, betont Graff. Komplettiert wird das Trio externer Neuzugänge durch Marcel Fritz, der zuletzt gemeinsam mit Kötz beim Lokalrivalen HSG auflief und nun vor allem im Abwehrzentrum für Stabilität sorgen soll.

TuS Dansenberg ohne festes Saisonziel

Ein festes Saisonziel haben sich die Schwarz-Weißen nach Rang vier im Vorjahr diesmal nicht gesetzt. „Wir sind gut vorbereitet und wollen natürlich so viele Spiele wie möglich gewinnen. Wir wollen uns kontinuierlich verbessern, eine richtige Mannschaft werden und gemeinsam mit den Fans eine gute Zeit haben. Es gibt viele Mannschaften, die einen Platz im oberen Tabellendrittel anpeilen, denn die Liga ist sehr ausgeglichen“, sagt Megalooikonomou, dem insgesamt 17 Spieler zur Verfügung stehen.

Überragender Auftritt gegen den TV Homburg

Der Fokus lag in der Vorbereitung auf der Defensive. Neben der gewohnten 6:0-Abwehr wurde eine offensive 5:1-Formation einstudiert. Zu den Schlüsselspielern beim TuS zählt der junge Spielmacher Ben Kölsch (20), der seinen auslaufenden Vertrag bereits im Februar vorzeitig verlängert hat. Beim Testspielsieg gegen den Drittligisten TV Homburg war das Dansenberger Eigengewächs mit zehn Toren in 40 Minuten der überragende Mann auf der Platte. Der Youngster stellte seine Führungsqualitäten eindrucksvoll unter Beweis und gefiel als spielintelligenter Pass- und Ideengeber. In Toptorjäger Timo Holstein (25) und dessen Bruder Marco (26) stehen ihm auch in dieser Saison zwei äußerst torgefährliche Anspielstationen zur Verfügung. Die beiden Brüder zählen mit Mitte 20 schon zu den alten Hasen im jungen Kader und sollen ihre Erfahrung an die kommende Spielergeneration weitergeben. Das erste Heimspiel steht am Samstag, 13. September, um 20 Uhr auf dem Programm. Der erste Gegner, der seine Visitenkarte in der Westpfalz abgibt, sind die HF Illtal.

x