Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg: Personalsorgen vor dem Heimspiel

Würden sich über viele Zuschauer im Livestream freuen: die Handballer des TuS Dansenberg im nächsten Heimspiel vor leeren Rängen
Würden sich über viele Zuschauer im Livestream freuen: die Handballer des TuS Dansenberg im nächsten Heimspiel vor leeren Rängen.

Im dritten Spiel der Aufstiegsrunde zur Zweiten Handball-Bundesliga empfängt der TuS Dansenberg am Samstag (19.30 Uhr) die HSG Krefeld Niederrhein. Dass die Favoritenrolle nach der deutlichen 24:34-Niederlage in Pfullingen nicht zwingend bei den Schwarz-Weißen liegt, muss kein Nachteil sein.

Trainer Ecker wollte das spielfreie Wochenende eigentlich nutzen, um die jüngste Niederlage zu analysieren, mit der kompletten Mannschaft zu trainieren und in einem Testspiel gegen den eine Klasse tiefer spielenden TV Homburg Selbstvertrauen zu tanken. Während Ersteres gelang, fiel das geplante Testspiel kurzfristig ins Wasser und es gab drei verletzte Spieler zu beklagen.

Mit Kapitän Sebastian Bösing, Niklas Schwenzer und Robin Egelhof mussten gleich drei Stammspieler über mehrere Tage mit dem Training pausieren. Das größte Fragezeichen steht hinter Egelhof, auch wenn die MRT-Untersuchung am Mittwoch ergab, dass der lädierte Fuß zumindest nicht gebrochen ist. „Robins Ausfall wäre ein herber Verlust für uns, er war in den ersten zwei Spielen sehr formstark. Dass Verletzungen kommen, war nach der langen Zeit ohne Wettkampfpraxis leider irgendwie zu erwarten. Wir müssen das Beste daraus machen“, gibt sich Ecker kämpferisch.

Krefelds schwieriger Start

Krefeld, das den direkten Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse anstrebt, hat sich zu Beginn der Aufstiegsrunde mit dem 2,02 Meter großen kroatischen Abwehrspezialisten Domagoj Srsen (30) und dem niederländischen Nationalspieler Robin Schoenaker (25) noch einmal prominent verstärkt. Obwohl der ungefährdete Einzug in die Zwischenrunde vom Papier her nur Formsache sein dürfte, tat sich der Gruppenfavorit bei seinen bisherigen Auftritten schwerer als erwartet. So musste die Mannschaft beim knappen 27:26-Auftaktsieg gegen die HSG Hanau bis zum Schluss zittern und kam beim TV Willstätt (28:28) nicht über ein Remis hinaus. Beim jüngsten 34:30-Erfolg gegen Pfullingen sprang erstmals ein überzeugender Sieg heraus.

Von wegen Endspiel

Von einem Endspiel im Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde will Ecker nichts wissen. „Selbst bei einer Niederlage haben wir noch alle Chancen, unser Ziel zu erreichen, aber natürlich liegt unser Fokus voll auf Sieg. Auch wenn ich uns ein Stück weit in der Außenseiterrolle sehe, bin ich mir ziemlich sicher, dass Krefeld nicht mit dem allerbesten Gefühl hier nach Dansenberg kommen wird“, sagt der Trainer mit Blick auf den 34:28-Sieg seiner Mannschaft am ersten Spieltag, zu dem Neuzugang Julius Rose neun Treffer beisteuerte.

Zuletzt steckte der 20-Jährige in einer kleinen Formkrise. „Julius hat gut trainiert. Er muss im Spiel weniger nachdenken und einfach machen, seinem Instinkt vertrauen“, rät Ecker dem Youngster.

Die Krefelder verfügen über einen sehr guten Torhüter und stehen für eine kompakte Abwehr, aus der heraus sie blitzschnell umschalten und über 60 Minuten ihr Tempospiel forcieren. Ein gutes Rückzugsverhalten der Dansenberger ist daher unabdingbar, wenn sie das Team vom Niederrhein ins ungeliebte Positionsspiel verstricken wollen.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Klier/Huber/Klein (Tor), Guden, Bösing, Serwinski, Schwenzer, Dettinger, Rose, Röller, Foege, Megalooikonomou, Holstein, Kiefer, Egelhof (?)

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