Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg: Nur geringer Restglaube an ein Nichtabstiegswunder

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Es waren, auch nach dem Trainerwechsel, in wichtigen Spielen einfach zu viel Nackenschläge für das Drittliga-Team aus Kaiserslautern. Gegen Gelnhausen will es sich ordentlich von den eigenen Fans verabschieden.

Der TuS Dansenberg will sich am Samstag (20 Uhr, Layenberger-Sporthalle) mit einem Heimsieg gegen den TV Gelnhausen von den Fans verabschieden. Dass man im Kampf um den Klassenverbleib zwei Spieltage vor Schluss auf ein Handball-Wunder hoffen muss, liegt nicht an Trainer Theo Megalooikonomou, der das Team erst vor drei Monaten übernahm.

Megalooikonomou hatte nach der Amtsübernahme des freigestellten Cheftrainers Thomas Weber nur zwei Trainingseinheiten, um die Truppe auf das richtungsweisende Spiel bei Aufsteiger TV Homburg vorzubereiten, das prompt mit 24:28 verloren ging. Nach zwei Siegen in Folge setzte es im Derby bei Kellerkind TSG Haßloch (33:35) und zu Hause gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden (27:28) vermeidbare Nackenschläge, von denen sich das Team nicht mehr erholte. Von den folgenden fünf konnte der TuS nur noch das Spiel beim aktuellen Schlusslicht Düsseldorf-Ratingen gewonnen werden. Auch das entscheidende Vier-Punkte-Spiel bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II wurde mit 19:25 in den Sand gesetzt.

Zahlreiche Spieler verlassen den TuS Dansenberg

Um den Klassenverbleib noch zu schaffen, müsste der TuS Dansenberg (16:40) die letzten zwei Spiele gewinnen und gleichzeitig hoffen, dass der TV Homburg und die TSG Haßloch (je 19:37) keinen Punkt mehr holen. Da der direkte Vergleich gegen die oberen Tabellennachbarn verloren wurde, hätten die Schwarz-Weißen bei Punktgleichheit das Nachsehen. Unabhängig davon, in welcher Liga die Westpfälzer in der neuen Spielzeit antreten werden, haben schon viele Spieler ihren Abschied verkündet.

Die beiden Torhüter Alexander Martinsen (HLZ Ahlener SG) und Michel Fiedler (HG Saarlouis) werden ebenso ihre Zelte abbrechen wie Kapitän Sebastian Bösing (HG Oftersheim-Schwetzingen), Jonas Dambach (TV Gelnhausen), Bennet Löhmar (SG Pforzheim) und Jan Claussen (Karriereende). Henrik Walb und Luca Stolze haben ihre bis 2025 laufenden Verträge zum Saisonende aufgelöst. Luca Steinführer hatte den Verein bereits zur Mitte der Saison verlassen, Henrik Walb um Vertragsauflösung zum Ende der Spielzeit gebeten.

TuS-Abstieg zieht weiteren Abstieg nach sich

Mit der gleichen Bitte trat unter der Woche auch Stolze an die Verantwortlichen heran. Der Vereinsvorstand hat dem Wunsch des 20-jährigen Linksaußen entsprochen. Stolze kam im Sommer 2023 vom HC Elbflorenz und hat sich von Anfang an durch seine offene Art hervorgetan und als Teamplayer etabliert. „Ich bin dem TuS sehr dankbar für die Möglichkeit, Erfahrung in der dritten Liga zu sammeln und mich weiterzuentwickeln. Ich wünsche der Mannschaft und dem Verein viel Erfolg in der Zukunft“, betont der Youngster. Den zahlreichen Abgängen stehen bislang erst zwei Neuzugänge gegenüber. Wer von den zu verabschiedenden Spielern im letzten Heimspiel des Jahres auf der Platte stehen wird, entscheidet sich in einigen Fällen wohl erst kurzfristig. Claussen, Bösing und Dambach sind angeschlagen, ihr Einsatz mehr als ungewiss.

Sollte der TuS Dansenberg aus der Dritten Bundesliga absteigen, würde das automatisch den Abstieg der zweiten Mannschaft aus der Oberliga nach sich ziehen. Die erste TuS-Mannschaft würde dann in der kommenden Spielzeit in der neu gegründeten, 14 Teams umfassenden Regionalliga Südwest antreten.

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