Handball
TuS Dansenberg nur Außenseiter im Derby bei der TSG Haßloch
„Natürlich haben wir uns den Saisonstart anders vorgestellt, aber das Spiel gegen Gelnhausen war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung, gerade was die Einstellung und den Kampf angeht“, findet der Trainer des TuS Dansenberg, Frank Müller. Es spricht für ihn, dass er die vermaledeite Trainingswoche vor der 24:28-Niederlage nicht als Alibi hernehmen will. Dass während der Vorbereitung auf das richtungsweisende Heimspiel mit Routinier Gunnar Dietrich phasenweise nur ein Rückraumspieler zur Verfügung stand, hatte natürlich Auswirkungen auf die Spielvorbereitung. Der Ausfall von Torben Waldgenbach sowie die studienbedingte Abwesenheit von Marco Holstein taten ihr Übriges. Dass Torjäger Jonas Dambach und Spielmacher Jan Claussen im Vorfeld über mehrere Tage flachlagen, machte die Sache nicht einfacher.
Drei Treffer beim Debüt
Immerhin konnte mit Luca Steinführer (24) von der HSG Worms kurzfristig ein neuer Spieler hinzugewonnen werden. Der Linkshänder erzielte bei seinem Debüt drei Treffer. „Es war sehr wichtig, den Kader in der Breite zu verstärken und die Trainingsqualität zu erhöhen. Luca hat auf Anhieb einen super Eindruck gemacht. Seine Art ist sehr belebend, und er ist auch charakterlich ein super Typ“, sagt Müller über den jüngsten Neuzugang. Der Torschützenkönig der vergangenen Oberligasaison (224 Tore) hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Für den gebürtigen Wormser steht die persönliche Entwicklung im Vordergrund: „Der Entschluss, meinen Heimatverein während der Saison zu verlassen, ist mir alles andere als leichtgefallen. Die Entscheidung habe ich nicht gegen den Verein oder die Mannschaft getroffen, sondern für meine sportliche Weiterentwicklung. Durch die Erfahrungen, die ich in Worms sammeln konnte, habe ich meine Leistungen kontinuierlich steigern können und bin nun bereit für den nächsten Schritt“, betont Steinführer.
Gesucht wird jetzt noch ein Mittelmann. Heiße Spuren führen zu dieser Jahreszeit zumeist ins europäische Ausland, der Markt in Deutschland ist bereits abgegrast.
Das Glück des Tüchtigen
Dass die TSG Haßloch nach vier Spieltagen ungeschlagen an der Spitze stehen würde, stand vor Saisonbeginn nicht unbedingt zu erwarten. Die Mannschaft von Trainer Andreas Reckenthäler hatte beim 33:32-Auftaktsieg gegen den TV Kirchzell ebenso das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite wie eine Woche später bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II, wo man mit 24:23 die Oberhand behielt. Die jüngsten beiden Siege fielen da schon wesentlich deutlicher aus.
„Durch die vier Siege in Folge hat Haßloch natürlich sehr viel Selbstvertrauen bekommen, aber wir dürfen jetzt nur auf uns schauen. Wir müssen uns unabhängig vom Gegner aus der aktuellen Situation herausarbeiten. Dazu wäre es wichtig, mal wieder komplett trainieren zu können. Dann bin ich auch fest überzeugt davon, dass wir es schaffen“, stellt Müller klar. Um möglichst viele Unterstützer für das Auswärtsspiel zu mobilisieren, bietet der TuS Dansenberg seinen Fans eine kostenfreie Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus an. Die Abfahrt ist um 16.30 Uhr am Dorfplatz.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Lüpke/Fiedler (Tor), Claussen, Bösing, Dietrich, Dambach, Steinführer, Reitemann, Serwinski, Kölsch, Dettinger, T. Holstein, Kurz