Handball
TuS Dansenberg mit Krimi in eigener Halle
Mit Leidenschaft, Kampfgeist und einem glänzend aufgelegten Torhüter Michael Hoppe rang der TuS Dansenberg am Samstagabend die HF Illtal mit 22:21 (13:11) nieder. Offensiv trugen erneut vor allem Spielmacher Ben Kölsch und Timo Holstein die Verantwortung und bewiesen in entscheidenden Momenten Nervenstärke. Dank großem Einsatzwillen und einem Publikum, das seine Mannschaft nach vorne peitschte, durfte der TuS am Ende einen hauchdünnen Sieg feiern.
„Das Spiel war unheimlich anstrengend für unser junges Team. Umso stolzer bin ich heute auf unseren Torwart und die Abwehr. Wenn du in eigener Halle nur 21 Tore zulässt, wirst du niemals als Verlierer vom Feld gehen“, betonte TuS-Coach Theo Megalooikonomou. Die Gäste gingen durch einen Doppelschlag mit 6:3 (12.) in Front, was den Dansenberger Trainer zu einer frühen und recht lautstarken Auszeit veranlasste. Die erhoffte Reaktion der Mannschaft ließ nicht lange auf sich warten: Die Abwehr packte fortan entschlossener zu und Hoppe machte eine Chance nach der anderen zunichte. Vorne war es das Duo Kölsch/Holstein, das nahezu im Alleingang für die Tore sorgte. Elf der ersten zwölf TuS-Treffer gingen auf ihr Konto. Mit einem 4:1-Lauf zum 12:9 drehten die Schwarz-Weißen das Spiel und lagen zur Pause mit zwei Toren in Front.
Sechs Minuten ohne Tor
Die zweite Halbzeit begann zäh: Fast sechs Minuten lang blieb der TuS ohne Tor, Illtals Keeper glänzte mit vier Paraden in Serie. Doch Hoppe hielt dagegen, verhinderte mehrfach den Ausgleich und war damit der Rückhalt seiner Mannschaft. „Im Grunde ist es nicht wichtig, wie viele Paraden es heute waren. Es ist mein Job, so viele Bälle wie möglich zu halten. Und wenn ich dem Team damit helfen kann, habe ich ihn gut gemacht“, gab sich Hoppe im Anschluss an die Partie bescheiden. Ein Gegenstoßtreffer von Kölsch zum 14:12 (36.) brach kurzzeitig den Bann.
Das Spiel blieb eng, die Zweikämpfe wurden härter, und Entscheidungen der Schiedsrichter sorgten für hitzige Diskussionen. Holstein musste nach Meckern zwei Minuten vom Feld, doch die Unterzahl überstand Dansenberg mit nur einem Gegentor. Petroni stellte auf 16:16, ehe Dansenberg mit dem siebten Feldspieler agierte und durch Holstein wieder in Führung ging. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und die Führung wechselte gleich mehrfach. Die Entscheidung fiel in den letzten Minuten: Holstein erzielte vom Siebenmeterpunkt den Ausgleichstreffer, dem Marc Philipp Becker nach einem zentimetergenauen Traumpass von Torhüter Hoppe das spielentscheidende 22:21 (56.) folgen ließ. Illtal kassierte kurz vor Schluss noch eine Rote Karte, hatte aber in Unterzahl dennoch die Chance zum Ausgleich. Der letzte Freiwurf blieb jedoch in der Mauer hängen.
Auch Oberligateam erfolgreich
„Ich bin sehr froh über die Art und Weise, wie wir heute Abwehr gespielt haben. Zwei Punkte zu holen, war extrem wichtig. Unser Ziel ist nach wie vor, uns Woche für Woche zu verbessern“, stellte Megalooikonomou klar. Bester Schütze war Spielmacher Ben Kölsch, der insgesamt zehn Treffer erzielte.
Auch die neu formierte Oberligamannschaft durfte sich am Samstag über einen Heimsieg freuen. Die unter dem Namen MSG Kaiserslautern/Dansenberg firmierende Truppe von Trainer Thomas Brosig fuhr bei der Heimpremiere einen 34:32-Erfolg gegen den TV Bodenheim ein. „Was mich ganz besonders gefreut hat ist, dass unsere A-Jugendlichen in der entscheidenden Phase das Spiel entschieden haben. Sie an den Herrenbereich heranzuführen ist unser oberstes Ziel“, stellte der Trainer klar.