Handball
TuS Dansenberg: Michael Hoppe und die jungen Wilden
Dass die Schwarz-Weißen als Drittliga-Absteiger fast schon zwangsläufig in so gut wie jedes Spiel als Favorit gehen, ist trotz des personellen Aderlasses nach Beendigung der letzten Spielzeit nicht von der Hand zu weisen. Immerhin verfügt die Mannschaft um ihren Toptorjäger Timo Holstein in seinem Bruder Marco Holstein, sowie Ben Kölsch, Robin von Lauppert, Felix Dettinger und Routinier Christopher Seitz gleich über sechs Eigengewächse, die bereits höherklassig am Ball waren. Hinzu kommt mit dem gebürtigen Ludwigshafener Michael Hoppe (26) ein drittligaerfahrener Torhüter, der seinen Wert für die Mannschaft bei den Siegen gegen die HG Saarlouis und bei den Südpfalz-Tigern bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Der Neuzugang von Drittligaaufsteiger HG Oftersheim/Schwetzingen hat bei den Westpfälzern einen von der Liga unabhängigen, langfristigen Vertrag unterschrieben. Der studierte Sportwissenschaftler verfügt über eine Trainerlizenz und stand in Leipzig und bei den Eulen Ludwigshafen im Erstligakader.
„Das Gesamtpaket stimmt, und in den Gesprächen hat es schnell harmoniert. Dazu kommt die Möglichkeit, neben der Laufbahn als Handballer beruflich weitere Schritte zu machen. Besonders wichtig ist für mich die Nähe zur Heimat. Ich bin in der Nordpfalz aufgewachsen und mit der Region stark verwurzelt. Der Verein setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten, viele davon aus der Region. Diese Entwicklung möchte ich positiv mitgestalten“, betont der Keeper, der bereits im Februar einen Dreijahresvertrag unterzeichnet hat.
Rückkehr in Richtung Heimat
Der Traum vom Profihandball schien sich für Hoppe vor zwei Jahren zu erfüllen, als er ein Angebot des Schweizer Erstligisten RTV 1879 Basel erhielt. Mit dem Last-Minute-Abstieg des RTV war das Kapitel Schweiz jedoch nach einem Jahr schon wieder beendet. Über die Zwischenstation HG Oftersheim/Schwetzingen verschlug es den Keeper wieder zurück in Richtung Heimat, womit sich der Kreis vorerst geschlossen hat.
Hoppe zählt mit seinen 26 Lenzen schon zu den älteren Spielern im Kader. Um ihn und um die jungen Wilden wie Ben Kölsch, Frederik Bohm und Co. will man in Dansenberg das Team der Zukunft bauen. Externe Neuzugänge sollen wieder die Ausnahme sein und nicht die Regel. Dass der neue Weg vom Umfeld mitgetragen wird, zeigte der große Zuspruch am ersten Spieltag, als rund 400 Zuschauer den Weg in die Halle fanden.
Vor dem anstehenden Topspiel gegen den hochgehandelten HV Vallendar will sich die Mannschaft mit einem Heimsieg gegen die HSG Kastellaun/Simmern in das spielfreie Wochenende verabschieden. Die Gäste sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. Als Ziel hat sich das Team aus dem Hunsrück nach Rang neun im vergangenen Jahr erneut das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes gesetzt.