Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg: Lehrstunde vor voller Halle

Linksaußen Timo Holstein traf vor ausverkaufter Halle fünfmal für den TuS Dansenberg gegen Zweibrücken.
Linksaußen Timo Holstein traf vor ausverkaufter Halle fünfmal für den TuS Dansenberg gegen Zweibrücken.

Das Westpfalz-Derby der Handball-Regionalliga zwischen Dansenberg und Spitzenreiter Zweibrücken fand am Samstagabend einen klaren Sieger.

Der TuS Dansenberg lief vor ausverkaufter Halle von Beginn an einem Rückstand hinterher und quittierte mit dem 29:40 (11:18) seine bislang höchste Saisonniederlage. Während die SG Zweibrücken mit dem siebten Sieg im achten Spiel ihren Status als Aufstiegskandidat untermauerte, muss sich der TuS nach der dritten Saisonniederlage zumindest fürs Erste aus der Spitzengruppe verabschieden. Im Kampf um die Meisterschaft läuft derzeit alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Zweibrücken (15:1 Punkte) und Topfavorit HV Vallendar (14:2) hinaus. Ob das Überraschungsteam der Südpfalz Tiger (12:4) auf Dauer den Anschluss halten kann, bleibt abzuwarten.

Obwohl die Favoritenrolle am Samstag bei der SG Zweibrücken lag, hatte man sich beim TuS Dansenberg insgeheim natürlich mehr ausgerechnet, als der Musik ab Mitte der ersten Halbzeit hinterherzulaufen. Vor ausverkaufter Halle, in der schon vor Spielbeginn eine elektrisierende Derby-Atmosphäre herrschte, zeigten sich die Zweibrücker von Anfang an hellwach. Die Gäste lagen rasch mit 3:0 (5.) in Führung. Nach einem vergebenen Siebenmeter von Timo Holstein dauerte es geschlagene sechs Minuten, ehe es der TuS Dansenberg erstmals auf die Anzeigentafel schaffte.

Starker Rios Potrony

Nachdem der Bann gebrochen war, begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Die Mannschaft von Trainer Theo Megalooikonomou hatte in der Folge gleich mehrfach die Chance zum Ausgleich, schaffte es jedoch nicht, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. Den Anschlusstreffer des starken David Rios Potrony zum 6:7 (14.) beantwortete die SG mit einem 6:1-Lauf zum 13:7 (20.) und legte somit den Grundstein zum Sieg. Näher als bis auf vier Tore kamen die Schwarz-Weißen nicht mehr heran und sahen sich bereits zur Halbzeit mit einem klaren Rückstand (11:18) konfrontiert.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch eine Mannschaft: Zweibrücken. Der Spitzenreiter, der sich im bisherigen Saisonverlauf vor allem durch eine starke Abwehrarbeit auszeichnete, spielte wie aus einem Guss und traf jetzt phasenweise nach Belieben. Das Team von Trainer Martin Schwarzwald drängte vehement auf die Vorentscheidung und baute seine Führung schnell auf 25:16 (35.) aus. Fortan konnte es aus Sicht der Gastgeber nur noch darum gehen, die sich anbahnende Niederlage in Grenzen zu halten.

„Schwieriger Abend“

„Es war ein schwieriger Abend für uns. Es ist uns in keiner Phase des Spiels gelungen, dem Gegner ernsthafte Probleme zu bereiten. Zweibrücken war körperlich und mental besser vorbereitet als wir. Das hat den Unterschied gemacht“, analysierte TuS-Coach Megalooikonomou. Dass mit Rückraum-Shooter Marco Holstein und Stammtorhüter Michael Hoppe zwei Stützen fehlten und mit Henry Hofmann ein weiterer Spieler kurzfristig ausfiel, wollte der Trainer nicht als Ausrede gelten lassen: „Dass sie gefehlt haben, entschuldigt nicht unseren sehr schlechten Auftritt in der Abwehr. Und natürlich auch nicht unsere Angriffsleistung mit zahlreichen Fehlwürfen und technischen Fehlern.“

Obgleich sein Team nach dem Seitenwechsel absolut chancenlos war, richtete der Coach den Blick direkt wieder nach vorne: „Trotz der heutigen Partie bin ich sehr optimistisch, was den weiteren Saisonverlauf angeht. Du hast im Leistungssport keine Zeit, lange über Niederlagen nachzudenken. Du musst aufstehen und dich sofort auf das nächste Spiel vorbereiten.“ Beste TuS-Schützen waren Potrony (6) und Timo Holstein (5). Das nächste Spiel steht am Samstag (20 Uhr) beim Mittelfeldteam HSG Kastellaun/Simmern auf dem Programm.

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