Handball
TuS Dansenberg landet fünften Sieg in Folge
„Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben uns gegen die 3-2-1-Deckung zunächst schwergetan. Es hat eine Weile gedauert, bis wir in die Bewegung gekommen sind. Die erste Viertelstunde in der zweiten Halbzeit war dann so, wie wir uns das eigentlich vorgenommen hatten. Die Abwehr stand, und wir haben im Spiel nach vorne richtig Gas gegeben“, umriss Christmann die stärkste Phase seiner Mannschaft, in der sie von 14:9 auf 24:14 (42.) davonzog.
Die Schwarz-Weißen blieben zunächst am Drücker, ließen nach dem Treffer des bärenstarken Torben Waldgenbach zum 27:17 (48.) dann jedoch abreißen. Der SV 64 Zweibrücken nutzte die Gunst der Stunde, um das drohende Debakel auf den letzten Metern noch abzuwenden. „Bis zur Mitte der ersten Halbzeit war das Spiel noch einigermaßen offen, danach ist Dansenberg weggezogen. Nach 38 Minuten war das Ding erledigt. Dansenberg hat den besseren Kader und die tiefere Bank, der Sieg war völlig verdient“, analysierte SV-64-Coach Stefan Bullacher, dessen Mannschaft zu keinem Zeitpunkt in Führung lag. „Wir versuchen, gegen unsere direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt so viele Punkte wie möglich zu sammeln, Dansenberg gehört da nicht dazu. Selbst wenn wir hier gewonnen hätten, hätte uns das nicht geholfen. Wir sind sehr froh über die Punkte gegen Schwetzingen und Haßloch, weil das Vereine sind, die eventuell ebenfalls weiter unten landen werden.“
Vor über 300 Zuschauern
Die über 300 Zuschauer in der stimmungsvollen Layenberger-Sporthalle bekamen ein einseitiges Spiel zu sehen, in dem sich Henning Huber gleich mehrfach auszeichnen konnte. Der 21-jährige Nachwuchskeeper stellte einmal mehr unter Beweis, dass auf ihn Verlass ist. Der Stellvertreter von Stammtorhüter Kevin Klier kam auf insgesamt 13 Paraden. Dass er bis vor wenigen Tagen noch von einer Oberschenkelverletzung außer Gefecht gesetzt wurde, war dem 1,97-Meter-Hünen nicht anzumerken. Im Gegenteil: Als Huber beim Stand von 26:17 (47.) das Feld verließ, wurde er von den Dansenberger Fans mit tosendem Beifall bedacht. Für ihn rückte der unter der Woche zur Mannschaft gestoßene Matic Gercar zwischen die Pfosten. Der erfahrene Slowene (33) stand letzte Saison bei Erstliga-Aufsteiger TuS N-Lübbecke unter Vertrag und war zuletzt vereinslos. Dafür, dass ihn seine Abwehr in den letzten zehn Minuten der Partie im Regen stehen ließ, konnte der Neuzugang nichts. „Wenn man so hoch führt und die Abwehrarbeit dann gänzlich einstellt, ist das natürlich sehr schade. Wir hatten keinen Kontakt mehr zum Gegner und haben vorne zahlreiche Chancen liegen lassen. Aber unter dem Strich zählt nur der Sieg, daher ist alles okay“, bilanzierte Christmann. Im Spiel nach vorne konnte vor allem die beiden sechsfachen Torschützen Waldgenbach und Fabian Serwinski überzeugen. Die meisten Treffer erzielte Raphael Guden (7/5), der im Vergleich zur Vorsaison körperlich einen deutlich besseren Eindruck hinterlässt.
Weiter geht es für den TuS am Samstag (20 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die SG Leutershausen.
So spielten sie
TuS 04 Dansenberg: Huber, ab 46. Gercar – Claussen (4), Rose (2), Rebelo – Schwenzer (1), Kiefer – Bösing (3) – Guden (7/5), Waldgenbach (6), Serwinski (6), Dettinger, Bohm (1), Röller (je 1)
Spielfilm: 3:3 (9.), 6:5 (15.), 10:5 (23.), 14:9 (Halbzeit), 19:11 (36.), 24:14 (42.), 27:17 (48.), 30:23 (55.), 31:28 (59.), 32:29 (Ende) – Zeitstrafen: 4:5 – Siebenmeter: 5/5 - 5/4 – Beste Spieler: Huber, Waldgenbach, Serwinski - Götz, Kockler – Zuschauer: 314 – Schiedsrichter: Sakowski/Schneider (Velbert/Wuppertal).