Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg kassiert in der Regionalliga bei den HF Illtal dritte Niederlage in Folge

Robin von Lauppert sah nach 52 Minuten die Rote Karte. Der Knackpunkt für die Niederlage des TuS Dansenberg.
Robin von Lauppert sah nach 52 Minuten die Rote Karte. Der Knackpunkt für die Niederlage des TuS Dansenberg.

Beim Handball-Regionalligisten geraten die Saisonziele in Gefahr. Die Niederlage in Illtal tat besonders weh, weil es gegen einen alten Bekannten ging.

Der Abwärtstrend bei Handball-Regionalligist TuS Dansenberg hat sich fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Theo Megalooikonomou verlor in der Schlussphase den Faden und quittierte bei den HF Illtal die dritte Pleite in Folge. Beim 27:32 (13:14) deutete am Sonntag bis zur 56. Minute nicht viel darauf hin, dass der TuS sein Auswärtsspiel mit fünf Toren Differenz verlieren sollte. Dansenberg hatte durch einen Doppelschlag der beiden Holstein-Brüder Timo und Marco soeben auf 26:27 (56.) verkürzt, ehe alle Dämme brachen. Während die Hausherren in den letzten vier Minuten nach Belieben trafen, glückte dem Drittligaabsteiger in dieser Phase nur noch ein einziges Tor. Als Routinier Christopher Seitz in der Schlussminute zum zwischenzeitlichen 27:30 (59.) traf, war die Partie jedoch längst entschieden.

Während die Fans der „Zebras“ den neunten Heimsieg in Folge feierten, standen die Gäste am Ende mal wieder mit leeren Händen da. Dansenberg fand gut in die Partie und führte 6:5 (9.). Dann kam Illtal auf, war in den entscheidenden Situationen immer einen Tick cleverer. Obwohl der TuS auf Augenhöhe war, versäumte er es, beim Stand von 11:11 (25.), 12:12 (28.), 15:15 (32.) und 23:23 (49.) jeweils selbst in Führung zu gehen. Die Rote Karte gegen Robin von Lauppert, der bis zu seiner Hinausstellung beim Stand von 23:24 (52.) sechs Treffer erzielt hatte, erwies sich als Knackpunkt. Thomas Jung verwandelte den fälligen Siebenmeter und läutete somit die stärkste Phase seiner Mannschaft ein, die sich dank des kollektiven Endspurts für die 29:37-Pleite im Hinspiel revanchierte.

Ex-Coach triumphiert

HF-Coach Steffen Ecker, von dem sich der TuS Dansenberg im August 2021 inmitten der Saisonvorbereitung getrennt hatte, dürfte der Sieg besonders süß geschmeckt haben. Ecker hatte die Mannschaft zwei Jahre zuvor übernommen und in seiner ersten Saison als Cheftrainer in der Dritten Bundesliga Süd auf den dritten Platz geführt. Bis zum vorzeitigen pandemiebedingten Abbruch der darauffolgenden Spielzeit grüßten die Westpfälzer mit drei Siegen aus drei Spielen ungeschlagen von der Tabellenspitze. In der Aufstiegsrunde kam die Mannschaft über die Gruppenphase nicht hinaus, was Ecker dann Wochen später zum Verhängnis wurde. Fortan drehte sich das Trainerkarussell bei den Schwarz-Weißen in einer fast abenteuerlichen Geschwindigkeit.

Auf Rückkehrer Kai Christmann folgten zwei teure Missverständnisse: Sowohl Frank Müller (Eulen Ludwigshafen) als auch dessen Nachfolger Thomas Weber (TV Großwallstadt), der als erster hauptamtlicher Trainer eine nicht unwesentliche Rolle im Etat gespielt haben dürfte, konnten die hohen Erwartungen nie erfüllen. Das Trainer-Chaos nach der unüberlegten Demission von Ecker war mitentscheidend dafür, dass Dansenberg schlussendlich aus der Dritten Liga abstieg und seit dieser Spielzeit wieder viertklassig ist. Ob es in der Regionalliga Südwest dieses Jahr zum angestrebten Platz im oberen Tabellendrittel reicht, ist nach den jüngsten Auftritten jedoch fraglich.

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