Handball
TuS Dansenberg II setzt ein dickes Ausrufezeichen
Der TuS Dansenberg II hat in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Samstag für ein dickes Ausrufezeichen gesorgt und dem HV Vallendar nicht den Hauch einer Chance gelassen. Beim 27:17 (16:9) überzeugte das Perspektivteam durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und siegte auch in der Höhe verdient. Gegen ihre offensivschwachen Gäste, bei denen kein Spieler auf mehr als zwei Feldtore kam, lagen die Schwarz-Weißen ab der ersten Minute in Führung und bauten diese im weiteren Spielverlauf konsequent aus. Die Mannschaft um ihren erfahrenen Mittelmann Alexey Wetz zog bis zur Mitte der ersten Halbzeit über 4:1 auf 10:3 (17.) davon und hatte das Spiel zu jedem Zeitpunkt im Griff.
HVV-Regisseur Christian Schröder, beim knappen 21:19-Auftaktsieg in Zweibrücken noch zehnfacher Torschütze, wurde von der starken Dansenberger Deckung über weite Strecken aus dem Spiel genommen. Zudem hatte die Wächter-Sieben im 20-jährigen Nachwuchskeeper Benedict Haubeil einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. „Benedict hat sehr gut trainiert und sich diese Chance daher verdient. Ich bin sehr froh, dass wir nicht nur einen guten Torhüter haben“, erläuterte Wächter. Dass der erfahrene Markus Seitz (29) nach seiner Einwechslung in den letzten zwölf Minuten nur einen Treffer zuließ, unterstrich die Trainer-These. Dafür, dass trotz des einseitigen Spielverlaufs keine Langeweile in der Layenberger-Sporthalle aufkam, sorgte unter anderem die zweite Mannschaft des TuS Hohenecken, die einer Einladung des TuS Dansenberg zum ersten Heimspiel der Saison gefolgt war.
Hohenecker Fußballer sorgen für Stimmung
Die B-Klasse-Kicker hatten in der Saisonvorbereitung ein Freundschaftsspiel gegen die Handballer bestritten. Dass die Handballer als Sieger vom grünen Rasen gingen, sei nur am Rande erwähnt. Der Freundschaft zwischen den beiden Mannschaften tat der unerwartete Spielausgang jedenfalls keinen Abbruch. „Die Jungs haben super Stimmung gemacht, das war echt klasse“, lobte Wächter, dessen Team vor rund 100 Zuschauern ran durfte. Die stimmungsvolle Kulisse schien die überraschend schwachen Gäste eher zu lähmen als zu beflügeln. „Dass es so deutlich wird, hätte ich nicht gedacht. Wir waren von Beginn an in der Abwehr sehr präsent und haben den Gegner zu Fehlern gezwungen. Egal wer auf der Platte stand, hat seine Sache heute gut gemacht“, unterstrich der Dansenberger Trainer. Von den insgesamt neun verschiedenen Torschützen traf Timo Holstein (8/4) am häufigsten. Marco Holstein, Roman Bold und Wetz trugen jeweils vier Treffer bei. Dansenberg zog nach der Pause von 16:9 auf 22:12 (43.) davon und brachte den komfortablen Vorsprung souverän über die Zeit.
Dass ein von Seitz gehaltener Siebenmeter versehentlich als regulärer Treffer zum 27:17-Endstand notiert wurde, war angesichts des klaren Sieges zu verschmerzen. „Wir können jetzt ohne Druck zum schweren Auswärtsspiel nach Saulheim fahren, die vier Punkte nimmt uns keiner mehr“, betonte Wächter, der sich mit seiner Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt hat. Theoretisch können dieses Jahr bis zu sieben Mannschaften absteigen, je nachdem, wie viele Mannschaften aus der Dritten Bundesliga am Ende der Saison in die Oberliga RPS runterkommen.
So spielten sie
TuS Dansenberg II: Dominic Haubeil/Markus Seitz (Tor), T. Holstein (8/4), Wetz, M. Holstein, Bold (je 4), Jung (3), Dettinger, Hofmann, Schulze, T. Wächter (je 1), Becker, Theuer, Jusufbegovic