Handball
TuS Dansenberg II kämpft bis zum Schluss
Die HSG Eckbachtal festigte durch den zehnten Saisonsieg über Dansenberg II Rang neun und hat ihr Schicksal damit selbst in der Hand. Bei bis zur vier Absteigern müssen die „Gekkos“ in den restlichen fünf Spielen, von denen vier auswärts stattfinden, trotzdem noch den ein oder anderen Zähler holen, um den Abstieg zu verhindern.
„Ich wäre fehl am Platz, wenn ich nicht optimistisch wäre. Wir wollen in jedem Spiel zeigen, dass wir da sind, auch auswärts. Es war wichtig, dass wir in den vergangenen Wochen konstant gepunktet und dadurch viel Selbstvertrauen getankt haben. Darauf können wir aufbauen“, betonte HSG-Coach Thorsten Koch.
Den Kader aufgefüllt
Die stark ersatzgeschwächten Hausherren hatten ihren dezimierten Kader mit Verbandsliga- und Nachwuchsspielern aufgefüllt. Dass mit Spielmacher Alexey Wetz und den beiden Toptorjägern Marco Holstein und Timo Holstein drei absolute Schlüsselspieler fehlten, konnte durch eine hohe Lauf- und Abwehrbereitschaft zumindest phasenweise kompensiert werden. „Die Dansenberger Personalsorgen habe ich mit gemischten Gefühlen wahrgenommen, da wir nicht so wirklich wussten, was uns hier erwarten würde. Für Dansenberg war das natürlich bitter, aber darauf konnten wir keine Rücksicht nehmen“, stellte Koch klar. „Wir wurden durch die gegnerische Abwehr im Verlauf der Partie immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und haben so gut wie immer die passende Lösung gefunden. Für uns war der Sieg heute extrem wichtig“, sagte der Trainer.
Dansenberg ging durch einen Treffer von Henry Hofmann mit 1:0 in Front. Es sollte die erste und letzte Führung der Schwarz-Weißen an diesem Abend gewesen sein. Eckbachtal übernahm mit einem 3:0-Lauf das Kommando und baute seine Führung bis zur Mitte der ersten Halbzeit auf 9:6 (15.) aus. „Leider haben wir es verpasst, in dieser Phase mal auf fünf bis sechs Tore wegzuziehen“, haderte Koch, dessen Mannschaft kurz vor dem Seitenwechsel den Ausgleich kassierte (13:13/28.).
„Vieles richtig gemacht“
„Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie hat sich 60 Minuten den Hintern aufgerissen und vieles richtig gemacht. Eckbachtal war heute einfach abgezockter, da waren wir in eigenen Situationen nicht clever genug. Unser Rückraum war im Schnitt keine 19 Jahre alt. Für die Weiterentwicklung unserer Spieler war das Spiel daher mit Sicherheit gut, auch wenn wir nicht gewonnen haben“, analysierte TuS-Coach Sebastian Wächter.
Beim Stand von 14:19 (40.) schien Eckbachtal die Vorentscheidung geglückt zu sein. Die junge Dansenberger Mannschaft zeigte sich von dem Fünf-Tore-Rückstand jedoch unbeeindruckt und machte sich mit großem Eifer an die Aufholjagd. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt aufgegeben“, stellte Wächter zufrieden fest. Die Westpfälzer wurden für ihre kämpferische Einstellung mit dem Anschlusstreffer zum 20:21 (50.) belohnt. Die fehlende Erfahrung der Schwarz-Weißen machten sich die „Gekkos“ in der entscheidenden Phase zunutze und brachten den wichtigen Auswärtssieg mit einem 4:0-Lauf zum 25:21 (55.) unter Dach und Fach. Bester Schütze bei Eckbachtal war Nisse Nehrdich mit 6/2 Toren. Für Dansenberg traf Niklas Jung (7/4) am häufigsten.
So spielten sie
TuS Dansenberg II: N. Becker/Haubeil (Tor), Jung (7/4), Kölsch, P. Becker (je 4), Hofmann (3), Wilger (2), Dettinger, Jusufbegovic, Kurz (je 1)
HSG Eckbachtal: Hahn/Häuselmann (Tor), Nehrdich (6/2), Schreiber (4), Kluzik, Wenzel, Löhmar (je 3), Betz, Ebel (je 2), Schloß (2/1), Pozywio, Zalik (je 1), Lerzer, Kassel