Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg II gewinnt knappes Derby gegen VTZ

Alexey Wetz übernimmt im Westpfalz-Derby Verantwortung. Gegen die VTZ Saarpfalz trifft der Routinier sechsfach.
Alexey Wetz übernimmt im Westpfalz-Derby Verantwortung. Gegen die VTZ Saarpfalz trifft der Routinier sechsfach.

Der TuS Dansenberg II ist am Samstag mit einem Erfolgserlebnis ins neue Jahr gestartet. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Wächter setzte sich im Westpfalz-Derby der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in eigener Halle mit 25:24 (12:12) gegen die VTZ Saarpfalz durch. Dabei traf ein alter Bekannter fast wie er wollte.

Die Entscheidung vor rund 100 Zuschauern fiel erst in der hektischen Schlussphase. Als Dansenbergs Abwehrchef Pascal Theuer das 25:24 (58.) erzielte, war noch keineswegs absehbar, dass dies der spielentscheidende Treffer gewesen sein sollte. Der Ausgleich schien förmlich in der Luft zu liegen. Ein vergebener Siebenmeter von Dansenbergs Roman Bold nährte bei den Gästen die Hoffnung auf einen möglichen Punktgewinn, der anschließende Ballbesitz brachte ihnen jedoch nichts ein.

„Wir wollten auf jeden Fall über den rechten Rückraum noch einmal zum Abschluss kommen, aber das hat leider nicht geklappt. Dieser Szene trauern wir natürlich nach. Allerdings haben wir das Spiel nicht am Schluss verloren, sondern bereits davor, als wir mit drei Toren in Rückstand geraten sind“, analysierte VTZ-Coach Philip Wiese. Ein Spieler, der aus Sicht von Zweibrücken den Unterschied hätte machen können, hatte die Reise gar nicht erst mitangetreten: Tomas Kraucevicius. Der Routinier fehlte gesperrt. „In unserer Situation ist so ein Ausfall natürlich bitter. Bei unserer Kadergröße tut das gleich doppelt und dreifach weh, aber wir müssen es nehmen, wie es ist“, stellte der Trainer klar.

Kleiner Kader wird den Gästen zum Verhängnis

Die mit nur zehn Spielern angereisten Gäste konnten das erste Spiel nach der Winterpause lange offen halten, auch weil Robin von Lauppert phasenweise nach Belieben traf. Mit elf Toren, drei davon per Siebenmeter, avancierte er an seiner alten Wirkungsstätte zum besten VTZ-Schützen. Während beim Tabellenzwölften im Spiel nach vorne fast alles über den wurfgewaltigen Rückraumspieler lief, wusste der TuS durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zu überzeugen. Dass den beiden bisherigen Torgaranten Timo und Marco Holstein aus dem Feld jeweils nur ein Treffer glückte, fiel dank der Treffsicherheit von Alexey Wetz (6) und Theuer (5) nicht ins Gewicht. Am Ende wies der Spielberichtsbogen aufseiten der Dansenberger gleich neun verschiedene Schützen aus.

Die Breite des Kaders erwies sich gegen die dezimierten Zweibrücker als Faustpfand. Denn auch die Hausherren hatten den ein oder anderen Ausfall zu beklagen. So standen zum Beispiel Kreisläufer Niklas Jung und die beiden mit einem Zweitspielrecht ausgestatteten Nachwuchs-Asse Ben Kölsch und Tobias Kurz nicht zur Verfügung. Sie waren beim TV Nieder-Olm in der A-Jugend-Bundesliga gefordert.

Gute Antwort auf späten Ausgleichstreffer

Dafür standen mit Philipp Becker und Benjamin Jusufbegovic erstmals wieder zwei Spieler im Aufgebot, die zuvor verletzungsbedingt über Wochen und Monate nicht zum Einsatz kommen konnten.

Dansenberg hatte bis zur Mitte der ersten Halbzeit mehr vom Spiel (8:4/18.). Drei Treffer in Folge durch von Lauppert brachten die Saarpfälzer wieder in Schlagdistanz. Der ehemalige Dansenberger war es dann auch, der seine Farben kurz vor der Halbzeit erstmals überhaupt mit 12:11 (29.) in Front warf. Auch für das zwischenzeitliche 16:15 (37.) zeichnete der 21-Jährige verantwortlich. Mit einem 4:0-Lauf zum 19:16 (43.) wendeten die Gastgeber das Blatt und steckten auch den Ausgleichstreffer zum 24:24 (58.) durch Hendrik Rolshausen weg, dessen Teamkollege Thomas Jung kurz darauf mit glatt Rot vom Platz flog.

„Es war das erwartet schwere Spiel. Die vorgezogene Manndeckung gegen Marco Holstein hat uns vor große Schwierigkeiten gestellt. Phasenweise waren wir zu überhastet und haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Vergangenes Jahr hätten wir so ein Spiel noch verloren“, bilanzierte TuS-Coach Wächter.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Haubeil (1), Seitz (n.e.), Norman Becker (n.e.) – Wetz (6), M. Holstein (1) – Dettinger (2), T. Holstein (4/3) – Theuer (5) – Schulze (3), Wilgert (1), Bold (2), Jusufbegovic, Becker, Benkel, Simgen

VTZ Saarpfalz: Dentzer, Klöckner (ab 50.) – Jung (3), Michel, von Lauppert (11/3) – Stauch (4), Hauck – Kreis (4) - Flockerzie, Rolshausen (2)

Spielfilm: 4:3 (10.), 8:4 (18.), 8:8 (22.), 12:12 (Halbzeit), 15:16 (38.), 19:16 (43.), 22:19 (49.), 24:24 (58.), 25:24 (Ende) - Zeitstrafen: 4:6 - Rote Karte: Jung (59.) - Siebenmeter: 5/3 - 3/3 - Beste Spieler: Haubeil, Theuer - von Lauppert, Dentzer - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Müller/Freiherr von Wolff (Osthofen/Saulheim).

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